- Beiträge: 1025
miregal antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
31 Mai 2025 14:47
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Weniger
Mehr
Die Immagine Studie III ist bereits angelaufen, 2 Kliniken in St. Pölten und Linz bieten sie in Österreich an. Auch vom Eha wird demnächst nur Positives über Anitocel berichtet: 93 % MRD negativ bei heftig vorbehandelten Patienten, und dazu keine neurologischen Nebenwirkungen, kein ICANNS, kein Parkinson , keine überschießende Immunreaktion. Beherschbare Hämatotxizität (<= Grad3) .
auf englisch
library.ehaweb.org/eha/2025/eha2025-cong...3%2Afeatured%3D19595
auf englisch
library.ehaweb.org/eha/2025/eha2025-cong...3%2Afeatured%3D19595
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mapoli antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
16 Jan. 2025 22:01
- Mapoli
-
Autor
1736 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1736
Es wurde von der DAG HSZT (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Hämatopoetische Stammzelltransplantation und Zelltherapie e. V) ein Formblatt erstellt, um zu erfassen wie viele Fälle es betrifft. Dieses Formblatt wurde den Hämatologen in den letzten Tagen zugeschickt. Wen es betrifft und der Interesse daran hat, kann sich gerne an seinen Hämatologen wenden. Sollte der es nicht haben, kann man es über uns bekommen.
LG
Ma
LG
Ma
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Sunny antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
14 Jan. 2025 09:51
- Sunny
-
584 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Weniger
Mehr
- Beiträge: 584
Danke, jetzt verstehe ich den Zusammenhang. Ja, mein Mann hat Carvykti bekommen, brauchte aber vorher keine Brückentherapie, weil die vorangegangenen, begonnene Therapie mit Carfilzomib, Dextamethason, Daratumumab super angeschlagen hat.
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Callosum62 antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
14 Jan. 2025 09:50
- Callosum62
255 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Weniger
Mehr
- Beiträge: 255
Hallo,
zur Begriffsverwirrung im Hinblick auf den Einsatz von CAR-T-Zelltherapie und bispezifischen Antikörpern möchte ich folgendes beitragen.
1. Wenn eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie funktioniert, gibt es überhaupt keinen Grund dafür, noch zusätzlich einen bispezifischen Antikörper einzusetzen, der gegen ein anderes Oberflächenprotein gerichtet ist, also z.B. Talquetamab gegen GPRC5D (nicht "CD5"). Dieser bispezifische Antikörper sollte m.E. vielmehr als Reservemedikament aufgespart werden, wenn es nach einer Behandlung mit BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapien zu einem Rezidiv kommt und BCMA-bispezifische Antikörper danach nicht funktionierten sollten.
2. Bei einem Rezidiv nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie kann auch zunächst ein BCMA-gerichteter bispezifischer Antikörper eingesetzt werden, z.B. Teclistamab oder Elranatmab. Das funktioniert häufig, umgekehrt allerdings nicht, d.h. nach einer längeren Behandlung mit einem BCMA-bispezifischen Antikörper funktioniert eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie wie Abecma oder Carvykti in der Regel nicht mehr.
3. Die Entwicklung einer GPRC5D-gerichteten CAR-T-Zelltherapie wäre - vorbehaltlich einer Zulassung - eine tolle Sache, weil es damit viel mehr Behandlungsoptionen gäbe. Denn diese könnte auch nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie oder sogar nach einer Therapie mit BCMA-bispezifischen Antikörpern noch eingesetzt werden. Bin mal gespannt, wie lange das dauert, denn nach der Entwicklung kommt ja noch die Zulassung, und davor haben die Götter ja die Phase-III Studien gesetzt.
Grundsätzlich gilt nach meinem Kenntnisstand - bis auf Weiteres - die Regel: Erst CAR-T, dann Bispezifische Antikörper. Natürlich nur, wenn die Zeit dazu bleibt und nicht schnell gehandelt werden muss. Für kurze Zeit ist es wohl auch möglich BCMA-Bispezifische Antikörper vor einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie einzunehmen, z.B. für 4 Wochen als Bridging, z.B. dann, wenn nichts anderes mehr funktioniert, um das MM vor der CAR-T-Gabe zurückzudrängen. Aber das sind immer Einzelfallentscheidungen.
@Ehefrau123: Selbst bei der Krankenkasse vorstellig zu werden, ist meistens eine gute Idee. Ich fürchte nur, bei einem Preisschild von 285.000 € für eine CAR-T-Zelltherapie braucht es schon sehr viel Tränenflüssigkeit, um eine Krankenkasse bei Nichtvorliegen einer Lenalidomid-Refraktärität zum Umdenken zu bewegen. Eine Tablette Venetoclax kostet nach meiner Recherche ca. 150 € - auch nicht gerade billig, aber gegenüber den Kosten für eine CAR-T-Zelltherapie sind das Peanuts für die Kostenträger...
zur Begriffsverwirrung im Hinblick auf den Einsatz von CAR-T-Zelltherapie und bispezifischen Antikörpern möchte ich folgendes beitragen.
1. Wenn eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie funktioniert, gibt es überhaupt keinen Grund dafür, noch zusätzlich einen bispezifischen Antikörper einzusetzen, der gegen ein anderes Oberflächenprotein gerichtet ist, also z.B. Talquetamab gegen GPRC5D (nicht "CD5"). Dieser bispezifische Antikörper sollte m.E. vielmehr als Reservemedikament aufgespart werden, wenn es nach einer Behandlung mit BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapien zu einem Rezidiv kommt und BCMA-bispezifische Antikörper danach nicht funktionierten sollten.
2. Bei einem Rezidiv nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie kann auch zunächst ein BCMA-gerichteter bispezifischer Antikörper eingesetzt werden, z.B. Teclistamab oder Elranatmab. Das funktioniert häufig, umgekehrt allerdings nicht, d.h. nach einer längeren Behandlung mit einem BCMA-bispezifischen Antikörper funktioniert eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie wie Abecma oder Carvykti in der Regel nicht mehr.
3. Die Entwicklung einer GPRC5D-gerichteten CAR-T-Zelltherapie wäre - vorbehaltlich einer Zulassung - eine tolle Sache, weil es damit viel mehr Behandlungsoptionen gäbe. Denn diese könnte auch nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie oder sogar nach einer Therapie mit BCMA-bispezifischen Antikörpern noch eingesetzt werden. Bin mal gespannt, wie lange das dauert, denn nach der Entwicklung kommt ja noch die Zulassung, und davor haben die Götter ja die Phase-III Studien gesetzt.
Grundsätzlich gilt nach meinem Kenntnisstand - bis auf Weiteres - die Regel: Erst CAR-T, dann Bispezifische Antikörper. Natürlich nur, wenn die Zeit dazu bleibt und nicht schnell gehandelt werden muss. Für kurze Zeit ist es wohl auch möglich BCMA-Bispezifische Antikörper vor einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie einzunehmen, z.B. für 4 Wochen als Bridging, z.B. dann, wenn nichts anderes mehr funktioniert, um das MM vor der CAR-T-Gabe zurückzudrängen. Aber das sind immer Einzelfallentscheidungen.
@Ehefrau123: Selbst bei der Krankenkasse vorstellig zu werden, ist meistens eine gute Idee. Ich fürchte nur, bei einem Preisschild von 285.000 € für eine CAR-T-Zelltherapie braucht es schon sehr viel Tränenflüssigkeit, um eine Krankenkasse bei Nichtvorliegen einer Lenalidomid-Refraktärität zum Umdenken zu bewegen. Eine Tablette Venetoclax kostet nach meiner Recherche ca. 150 € - auch nicht gerade billig, aber gegenüber den Kosten für eine CAR-T-Zelltherapie sind das Peanuts für die Kostenträger...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
miregal antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
14 Jan. 2025 05:25 - 14 Jan. 2025 05:28
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1025
Hallo Sunny,
es geht darum dass in der neuesten car-t Therapie der Angriffspunkt GPRCD5 und nicht BCMA verwendet wird wie bei Talquetamab, aber ohne die lästigen Nebenwirkungen. Dein Mannn bekommt wahrscheinlich Cilta-Cell (BCMA)? Talquetamab wird auch gern wie bei Jockel als Bridging therapie eingesetzt, weil sich die beiden Angriffpunkte ergänzen.
es geht darum dass in der neuesten car-t Therapie der Angriffspunkt GPRCD5 und nicht BCMA verwendet wird wie bei Talquetamab, aber ohne die lästigen Nebenwirkungen. Dein Mannn bekommt wahrscheinlich Cilta-Cell (BCMA)? Talquetamab wird auch gern wie bei Jockel als Bridging therapie eingesetzt, weil sich die beiden Angriffpunkte ergänzen.
Letzte Änderung: 14 Jan. 2025 05:28 von miregal.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Sunny antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
13 Jan. 2025 21:04
- Sunny
-
584 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Weniger
Mehr
- Beiträge: 584
miregal, hat Talquetmab direkt was mit der Car-T-Zelltherapie zu tun? Mein Mann bekam das jedenfalls nicht.
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.