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08 Nov. 2012 11:32
  • joseph
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Yushka schrieb:
Kann es sein, dass mein Fatalismus die eigentliche Provokation für einige hier darstellt?

Dir alles Gute!
Yushka.


Hallo Yuska

Kann sein, dass Einige hier im Forum und auch sonst wo, sich sehr schwer tun, mit "deinem Fatalismus" umzugehen

Du schreibst von deinem erlebten, ich könnte dir ein Buch schreiben von meinem oft nicht einfachen Leben, wäre kein kleines Büchlein, der Duden ist dagegen ein Kritzelzettel, nur ich find immer noch nach bald 8 Jahren MM leere, freie, nicht beschriebene Seiten in meinem Lebensbuch, sollen die leer bleiben ?

Ist dein Lebensbuch zu ende geschrieben ?

Wenn ja, sollten wir das akzeptieren, wenn nein , dann musst du den Stift in die Hand nehmen und schreiben:wink:

Liebe Grüsse

Joseph

jürgenk antwortete auf Krankheitsverlauf ohne Chemotherapie?
08 Nov. 2012 10:24
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Hallo Judith,
Du bist sehr gut zu verstehen mit Deinen Wünschen, Erwartungen und der Überlegung für den Umgang mit der Krankheit. Nichts davon ist jetzt noch erschreckend oder erklärungsbedürftig.
Du bist orientiert und wirst die richtigen Entscheidungen treffen.
Alles Gute
Jürgen

Jeanny150765 antwortete auf Krankheitsverlauf ohne Chemotherapie?
08 Nov. 2012 10:11
  • Jeanny150765
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Liebe Yushka,

Du hast mich nur dahingehend "runtergezogen",da ich wahnsinnige Angst habe meine Mutter zu verlieren und am liebsten alles verdrängen möchte.
Als die Diagnose amtlich war ist wie bei Jedem hier eine Welt zusammengebrochen.Ich dachte,was soll die Chemo denn noch?Früher oder später ist es vorbei,trotz Kampf mit allen möglichen Giften.
Aber es hat gewirkt und es hat sich gelohnt.Und dann kann man auch lesen,das es bei vielen über Jahre in guter Remision weitergeht.Das Leben bis auf einige Einschränkungen weitergeht und immer mit der Hoffnung das bald "DAS" Medikament kommt,was eine dauerhafte Heilung ermöglicht.
Trotzdem finde ich Deine Einstellung mutig und es ist ja auch wirklich Dein Weg.Ich kann es sehr gut nachvollziehen.
Meine Antwort war nicht böse gemeint,ich war nur so geschockt,jetzt verstehe ich Dich besser.
Alles liebe für Dich


Jeanny

08 Nov. 2012 09:53
  • Yushka
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christine schrieb: Natürlich weiss auch ich, dass es irgendwann eng werden wird/kann/könnte, aber solange ich das Leben besser als die Einschränkungen der Therapie empfinde, solange therapiere ich auch. Zudem hoffe ich auf "Neues aus der Forschung" und zahle sogar noch freiwillig in meine Rentenkasse.....man weiss ja nie:wink:

Pallativ empfinde ich übrigens die Behandlung auch nicht. Palliative Behandlung wird meiner Meinung im letzten sehr absehbaren (Wochen eher als Monate) Lebensabschnitt aktuell.


Liebe Christine,
mit Deiner Bemerkung, Du würdest vorsichtshalber sogar noch freiwillig in die Rentenkasse einzahlen, hast Du mich wirklich zum Lachen gebracht. Selbst Gesunde müssen all ihren Optimismus zusammenkratzen, um das zu tun :)

Da nicht erwiesen ist, dass die Krankheit heilbar ist, ist nach meinem Verständnis jeder Versuch, sie zu therapieren, von Beginn an palliativ. Damit will ich den Wert einer längeren Remission nicht in Abrede stellen. Dass mir diese Art der Zukunft (bislang) nicht so viel bedeutet wie offenbar Dir, hat wohl etwas mit meiner Geschichte, meinem Charakter, meiner persönlichen Lebenserfahrung zu tun. Das, was für Dich gut ist, muss nicht für mich das Richtige sein und umgekehrt.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass alles so eintrifft, wie Du es Dir erhoffst.

Liebe Grüße
Yushka.

08 Nov. 2012 09:34
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joseph schrieb: Dir Yushka, drück ich die Daumen und hoff, dass dir die richtigen Leute zurseite stehen, damit dir noch viele Jahre mit Lebenqualität gegönnt sind

Nur wer aufgibt hat verloren, mein Vater hat damals aufgegeben, ihm fehlte, was ich habe


Lieber Joseph,
ich war sicher, Dir als Erstem geantwortet zu haben, aber ich finde hier meine Antwort nicht wieder ... Du hast meine Haltung wahrscheinlich meinen anderen Antworten bereits entnommen: Ich weiß nicht, ob das, was Du als "nicht aufgeben" bezeichnest, wirklich das ist, was mir gut tut. Ich habe bereits einmal eine Krebserkrankung überlebt (da war der Krebs lokalisier- und durch mehrere OPs entfernbar) und nun bin ich mit bald 55 Jahren schon viel älter, als ich mir jemals zugetraut hatte zu werden. Warum soll ich gegen den Verfall, der ja eh eintritt, ankämpfen? Mit dem Kämpfen habe ich keine guten Erfahrungen. Es kostet Energien, die danach fehlen. Vielleicht habe ich einfach weniger (körperliche) Kraft als andere. Das hat nichts mit mangelnder seelischer Energie zu tun. Kann es sein, dass mein Fatalismus die eigentliche Provokation für einige hier darstellt?

Dir alles Gute!
Yushka.

08 Nov. 2012 03:49
  • Yushka
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Katrin schrieb: Liebe Yushka

ich finde es schon etwas schwierig ,
in einem Forum wie diesem so einen text zu lesen,
viele von uns hier befinden sich (oder deren Angehörige) in einem späteren stadium . wie man an josephs beispiel sehen kann, ist es durchaus möglich sich fast ein jahrzehnt in einem "späten stadium" zu befinden.
allerdings ist es auch möglich in einem frühen stadium zu sein und 3 monate später sieht die welt ganz anders aus.
ich glaube wir sitzen hier alle im selben boot.
was in 10 jahren oder mehr sein wird, wissen wir nicht- aber die zeit arbeitet für uns.
an magrets text kann man leidvoll realisieren, dass das myelom tötlich ist-
wann der richtige zeitpunkt gekommen ist um zu sagen "schluss mit der therapie" wird eine individualisierte entscheidung von jedem einzelnen sein,
ich finde es schwierig sich hier an anderen zu orientieren.
von vorneherein zu sagen "chemo- no chance" finde ich jedoch auch nicht zielführend- vor allem weil es dir wirklich einige schöne jahre schenken kann-:D
alles liebe und toi toi toi für deine entscheidungen,
glg
Katrin


Liebe Katrin,

nachdem ich heute von meiner Reise zurück gekommen bin, schreibe ich eine Antwort nach der anderen ... Danke auch für Deinen Beitrag. Habe gerade auf Jeannys geantwortet, aber eigentlich ging es auch in Deine Richtung. Warum ist es für Dich schlimm, so einen Text zu lesen? Liegt es an meiner Frage oder an der Schilderung meiner Erfahrungen mit dieser Krankheit (als Angehörige)? Ich habe die Frage, ob es unter Euch Leute gibt, die sich bewusst gegen eine Chemo etc. entschieden haben, gestellt, weil ich mir einen Austausch gewünscht habe, nicht, weil ich mich an ihren Beweggründen orientieren wollte. Für mich bedeutet Hoffnung offenbar nicht "noch ein paar schöne Jahre" wie für die meisten hier. Diese Aussicht scheint mir genauso fraglich zu sein wie alles andere, was niemand von uns wissen kann. Aber wenn Du davon ausgehst, dass die gewonnene Zeit für Dich gut sein wird, warum empfindest Du eine andere Phantasie (und nichts anderes ist es ja bislang bei mir) über meinen ganz persönlichen Umgang mit dieser Krankheit als so negativ?

Liebe Grüße
Yushka.