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Anna M. antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
20 Aug. 2018 11:32
- Anna M.
-
134 Beiträge seit
08 September 2016
08 September 2016
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Hallo Jo,
da Dich das Thema "Fasten" vor der HD anscheinend sehr umtreibt, möchte ich Dir hierzu folgendes berichten. Im Jahre 2000 bin ich zum 2. Mal an einem Mammakarzinom erkrankt. Nach der ersten OP begann schnellestens eine Chemotherapie. Anscheinend war schon zu der Zeit bekannt, dass ein "Fasten" kurze Zeit davor und danach für den Einzelnen mögliche Vorteile bringen könnte. Man sagte uns, dass man min. 36 Stunden davor und 24 Stunden danach möglichst wenig essen soll - nur Tee, Brühe oder dünne Gemüsesuppe. Der Grund sei, soweit ich das jetzt noch zusammenbringe, folgender: Die gesunden Zellen sind von der Evolution her das Fasten gewohnt und gehen dann sozusagen auf "Stand By". Die Krebszellen hingegen ziehen alles und damit eben auch vermehrt dann auch das Zytostatika, was im Endeffekt ein besseres Ansprechen auf die Chemo bedeuten könnte.
Ich hab das in der Anfangszeit auch so gemacht...aber mit zunehmender Gewichtsabnahme darauf verzichtet. Für mich persönlich gab es klinisch keine Unterschiede. Ich habe danch jeweils tagelang gek..tz...mit und auch ohne Nahrung.
Das Thema Fasten ist für mich immer so ein zweischneidiges Schwert. Ich kenne Menschen die Fasten zweimal im Jahr rund 14 Tage..angeblich sei das Heilfasten und gesund! Die meisten Menschen aber fasten, damit sie Gewicht verlieren, was aber in vielen Fällen dann auch eine Mangelernährung nach sich ziehen kann. Ich hatte im Frühjahr eine Mitpatientin auf dem Zimmer im KH, die wog zwar min. 120 kg +++ , war aber extrem mangelernährt. Was im Endeffekt für mich bedeutet, dass das Gewicht nichts über den idealen Ernährungszustand aussagt.
Mein Hämato/Onkologe befürwortet z. B. Fasten wie das 16/8 Fasten...aber nur bis zu dem Punkt, dass man sich ausgewogen ernährt und keine Gewichtsabnahme damit provoziert. Für mich persönlich ist Fasten nichts...ich wäre mir gegenüber zu wenig konsequent. Aber ich meine, ich ernähre mich weitgehenst gesund und esse zeitlich dann wann ich Hunger habe ...dass kann auch mal um 1 Uhr Nacht sein. Zudem bin ich auch nicht komplett Abstinent was Alkohol angeht...gegen ein Bierchen am Abend oder mal einen guten Tropfen hab ich nie was entgegenzusetzen.
Da ich aus Anfangs beschriebenen Gründen keine HD/SZT mache, fällt für mich persönlich natürlich auch das Thema rund um´s Fasten davor und danach weg. Aber es wäre natürlich für viele hilfreich, wenn Du Dich selber, sagen wir mal, dem Experiment "Fasten" stellst und davon für alle Nachfolgenden berichten kannst. Wobei man aus den vielen Erfahrungsberichten hier im Forum keinen gemeinsamen Nenner ziehen kann. Die einen vertragen die HD gut und anderen weniger gut...und Myelom ist nicht gleich Myelom.
Für die anstehende Herausforderung alles Gute.
LG Anna M.
da Dich das Thema "Fasten" vor der HD anscheinend sehr umtreibt, möchte ich Dir hierzu folgendes berichten. Im Jahre 2000 bin ich zum 2. Mal an einem Mammakarzinom erkrankt. Nach der ersten OP begann schnellestens eine Chemotherapie. Anscheinend war schon zu der Zeit bekannt, dass ein "Fasten" kurze Zeit davor und danach für den Einzelnen mögliche Vorteile bringen könnte. Man sagte uns, dass man min. 36 Stunden davor und 24 Stunden danach möglichst wenig essen soll - nur Tee, Brühe oder dünne Gemüsesuppe. Der Grund sei, soweit ich das jetzt noch zusammenbringe, folgender: Die gesunden Zellen sind von der Evolution her das Fasten gewohnt und gehen dann sozusagen auf "Stand By". Die Krebszellen hingegen ziehen alles und damit eben auch vermehrt dann auch das Zytostatika, was im Endeffekt ein besseres Ansprechen auf die Chemo bedeuten könnte.
Ich hab das in der Anfangszeit auch so gemacht...aber mit zunehmender Gewichtsabnahme darauf verzichtet. Für mich persönlich gab es klinisch keine Unterschiede. Ich habe danch jeweils tagelang gek..tz...mit und auch ohne Nahrung.
Das Thema Fasten ist für mich immer so ein zweischneidiges Schwert. Ich kenne Menschen die Fasten zweimal im Jahr rund 14 Tage..angeblich sei das Heilfasten und gesund! Die meisten Menschen aber fasten, damit sie Gewicht verlieren, was aber in vielen Fällen dann auch eine Mangelernährung nach sich ziehen kann. Ich hatte im Frühjahr eine Mitpatientin auf dem Zimmer im KH, die wog zwar min. 120 kg +++ , war aber extrem mangelernährt. Was im Endeffekt für mich bedeutet, dass das Gewicht nichts über den idealen Ernährungszustand aussagt.
Mein Hämato/Onkologe befürwortet z. B. Fasten wie das 16/8 Fasten...aber nur bis zu dem Punkt, dass man sich ausgewogen ernährt und keine Gewichtsabnahme damit provoziert. Für mich persönlich ist Fasten nichts...ich wäre mir gegenüber zu wenig konsequent. Aber ich meine, ich ernähre mich weitgehenst gesund und esse zeitlich dann wann ich Hunger habe ...dass kann auch mal um 1 Uhr Nacht sein. Zudem bin ich auch nicht komplett Abstinent was Alkohol angeht...gegen ein Bierchen am Abend oder mal einen guten Tropfen hab ich nie was entgegenzusetzen.
Da ich aus Anfangs beschriebenen Gründen keine HD/SZT mache, fällt für mich persönlich natürlich auch das Thema rund um´s Fasten davor und danach weg. Aber es wäre natürlich für viele hilfreich, wenn Du Dich selber, sagen wir mal, dem Experiment "Fasten" stellst und davon für alle Nachfolgenden berichten kannst. Wobei man aus den vielen Erfahrungsberichten hier im Forum keinen gemeinsamen Nenner ziehen kann. Die einen vertragen die HD gut und anderen weniger gut...und Myelom ist nicht gleich Myelom.
Für die anstehende Herausforderung alles Gute.
LG Anna M.
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schau nach vorn und nicht zurück!
Das Wunder blieb aus....verstorben am 05.01.2019
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Jo antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
20 Aug. 2018 09:05
- Jo
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11 September 2026
11 September 2026
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Liebe Foristen,
vielleicht hier noch ein Nachtrag von mir. Ich stelle folgende zwei Thesen auf:
1.) Fasten macht nicht schwach sondern stark
2.) Fasten macht Angst (wird von einigen Schulmdeizienern geschürt, die Fasten grundsätzlich ablehnen)
In disem Zusammenhang noch ein prima Link zu diesem Thema:
www.youtube.com/watch?v=Yz5jyZNIP8k
Vielen Dank auch an Eva, die mir in einer PN auch einen Hinweis auf Prof Longo und ein aktuelles Tachenbuch zu diesem Thema gab:
Walter Longo: Iss dich jung. Goldmann Verlag (Taschenbuch)
www.randomhouse.de › Buch › Gesundheit & Ernährung
Bewertung: 5 - 3 Abstimmungsergebnisse
Altersforscher Prof. Dr. Valter Longo gibt zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse, wie man mit der ...
Liebe Grüße Jo
vielleicht hier noch ein Nachtrag von mir. Ich stelle folgende zwei Thesen auf:
1.) Fasten macht nicht schwach sondern stark
2.) Fasten macht Angst (wird von einigen Schulmdeizienern geschürt, die Fasten grundsätzlich ablehnen)
In disem Zusammenhang noch ein prima Link zu diesem Thema:
www.youtube.com/watch?v=Yz5jyZNIP8k
Vielen Dank auch an Eva, die mir in einer PN auch einen Hinweis auf Prof Longo und ein aktuelles Tachenbuch zu diesem Thema gab:
Walter Longo: Iss dich jung. Goldmann Verlag (Taschenbuch)
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Liebe Grüße Jo
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yoshi antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
19 Aug. 2018 17:28
- yoshi
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Ich glaube an den Sinn längerer Essenspausen, in allen Stadien des Lebens, nicht nur vor einer Chemotherapie. Der Körper hat Zeit, die Nahrung zu verarbeiten und an der Stelle einzusetzen, wo es gebraucht wird.
In der konkreten heißen Phase der Chemo + SZT hat mein Körper komplett gestreikt und ich konnte und wollte überhaupt nichts essen. Es hat nichts geschmeckt, mein Temperaturempfinden war gestört und ich hatte weder Hunger noch Durst. Auch danach hat es Monate gedauert, bis ich halbwegs normal etwas essen konnte und ich hab insgesamt über 15 kg verloren.
Da das individuell so verschieden ist, würde ich jedem Patienten, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, die Wahl lassen, wie er es machen möchte. Als Patient mit Niereninsuffizienz ist Fasten nur sehr begrenzt (als Intervallfasten) möglich, da unsere Trinkmenge stark eingeschränkt ist
In der konkreten heißen Phase der Chemo + SZT hat mein Körper komplett gestreikt und ich konnte und wollte überhaupt nichts essen. Es hat nichts geschmeckt, mein Temperaturempfinden war gestört und ich hatte weder Hunger noch Durst. Auch danach hat es Monate gedauert, bis ich halbwegs normal etwas essen konnte und ich hab insgesamt über 15 kg verloren.
Da das individuell so verschieden ist, würde ich jedem Patienten, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, die Wahl lassen, wie er es machen möchte. Als Patient mit Niereninsuffizienz ist Fasten nur sehr begrenzt (als Intervallfasten) möglich, da unsere Trinkmenge stark eingeschränkt ist
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Dorothee antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
19 Aug. 2018 15:41
- Dorothee
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Danke für den klasse Link zum Krebsinformationsdienst.
Kann man ja schön sehen, dass sich mit dem Thema Fasten / Intervall-Fasten / Kurzzeit-Fasten bei Krebserkrankungen ernsthaft befasst wird - auch in neuen Studien.
Das Thema bleibt also spannend - und ist wohl bis zu belastbaren Ergebnissen bei größerem Patientenkollektiv eine individuelle Entscheidung.
Viel Erfolg an alle, die es testen wollen.
Dorothee
Kann man ja schön sehen, dass sich mit dem Thema Fasten / Intervall-Fasten / Kurzzeit-Fasten bei Krebserkrankungen ernsthaft befasst wird - auch in neuen Studien.
Das Thema bleibt also spannend - und ist wohl bis zu belastbaren Ergebnissen bei größerem Patientenkollektiv eine individuelle Entscheidung.
Viel Erfolg an alle, die es testen wollen.
Dorothee
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joseph antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
19 Aug. 2018 10:53
- joseph
0 Beiträge seit
11 September 2026
11 September 2026
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Mira schrieb: "Bei uns sind die Dicken oft im Vorteil. Was viele Leute nicht wissen ist das von den Patienten die wir verlieren, viele an Auszehrung sterben weil der Körper selber überhaupt keine Reserven mehr hat". Das sollte man auch nie aus dem Augen verlieren.
Hi Mira
Das habe ich mal vor 13 Jahren geschrieben, Reserve braucht der Patient und kommt besser durch schwere Zeiten. Ich hatte nichts verloren an Gewicht , kein Kilo vor und nach der HD
LG
Joseph
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Mira antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
19 Aug. 2018 10:48 - 19 Aug. 2018 10:50
- Mira
419 Beiträge seit
03 Februar 2014
03 Februar 2014
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- Beiträge: 419
Hallo,
Ich habe während den Chemos und die anschließende in die Hose gegangene HD innerhalb recht kurzer Zeit 38kg verloren. Auf meine Frage was denn gewesen wäre wenn ich "gesund" statt dick gewesen wäre, kam die Antwort: "Bei uns sind die Dicken oft im Vorteil. Was viele Leute nicht wissen ist das von den Patienten die wir verlieren, viele an Auszehrung sterben weil der Körper selber überhaupt keine Reserven mehr hat". Das sollte man auch nie aus dem Augen verlieren.
Aber: Da die genaue Ursache für den Krebs eben noch nicht bekannt ist (wenn ja könnte man den auch heilen) bleibt: was der Krebs schadet, kann auch die gesunde Zellen schaden und was die gesunde Zellen antreibt kann auch die kranke Zellen antreiben!
Genau deswegen setzten die neue Techniken darauf gezielt nur die Krebszellen zu zerstören und so einfach scheint das eben nicht zu sein.
Jeder muss halt für sich entscheiden, ob er ein bestimmter Weg geht. Einfach ist das eh nicht, egal ob man den "übliche Weg" wählt oder andere Möglichkeiten mit in Betracht ziehen möchte.
LG
Mira
Ich habe während den Chemos und die anschließende in die Hose gegangene HD innerhalb recht kurzer Zeit 38kg verloren. Auf meine Frage was denn gewesen wäre wenn ich "gesund" statt dick gewesen wäre, kam die Antwort: "Bei uns sind die Dicken oft im Vorteil. Was viele Leute nicht wissen ist das von den Patienten die wir verlieren, viele an Auszehrung sterben weil der Körper selber überhaupt keine Reserven mehr hat". Das sollte man auch nie aus dem Augen verlieren.
Aber: Da die genaue Ursache für den Krebs eben noch nicht bekannt ist (wenn ja könnte man den auch heilen) bleibt: was der Krebs schadet, kann auch die gesunde Zellen schaden und was die gesunde Zellen antreibt kann auch die kranke Zellen antreiben!
Genau deswegen setzten die neue Techniken darauf gezielt nur die Krebszellen zu zerstören und so einfach scheint das eben nicht zu sein.
Jeder muss halt für sich entscheiden, ob er ein bestimmter Weg geht. Einfach ist das eh nicht, egal ob man den "übliche Weg" wählt oder andere Möglichkeiten mit in Betracht ziehen möchte.
LG
Mira
Letzte Änderung: 19 Aug. 2018 10:50 von Mira.
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