- Beiträge: 1300
- Diddlmaus
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21 Oktober 2012
Von Inkubationszeit kann man hier nicht sprechen. Das ist eine Terminologie aus der Infektiologie.
Meinst Du die Zeit bis die Krankheit "ausbricht", sprich symptomatisch zu werden beginnt? Weil du von Knochenproblemen schreibst?
Oder meinst Du die Zeitspanne in welcher die Zellen beginnen zu entarten, nachdem ein Mensch einem gesundheitsschädigenden Ereignis ausgesetzt war?
Das Myelom kann auch in frühen Stadien zu Knochenproblemen führen. Das ist sehr individuell geprägt.
Ich hatte meine Diagnose in 2012. Mit immenser Knochenproblematik, aber sonst alle Werte tadellos oder nur minimal abweichend. Der Onkologe hat mir damals erläutert, dass das Myelom schon jahrelang aktiv gewesen sein muss...
Alles Gute
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- joseph
11 September 2026
DerOppa schrieb: Ich möchte mich als erstes für eure Reaktionen bedanken.
@ Joseph
Ich habe überhaupt keine Ahnung wie sich die Inkubationszeit bei dieser Krankheit auswirkt,b.z.w. was sie in ihrem frühen Stadien alles anrichtet.Ich habe nur gelesen,das sie bereits sehr fortgeschritten ist,wenn sie beginnt die Knochen zu zersetzen.Und wie gesagt,nach dem ersten Bruch sind 22 weitere Monate bis zur Diagnose vergangen.
Hi
Die Inkubationszeit geht über Jahre, wenn nicht sogar jahrzente
Bei mir gingen auch 18 Monate verloren durch einen unfähigen Radiologen, von 2003 bis 2005 , als nichts mehr ging, hab ich dann die richtige Klinik gefunden
Diagnose : Multiples Myelom mit anfangs 3 , 6 Monate später 8 Knochenläsion
Und .............. es gibt mich immer noch , habe meinem Kumpel öfter die Stirn geboten
LG
Joseph
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- hase25
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15 Februar 2017
- Beiträge: 423
ich hatte ja insgesamt großes Glück (ich bin wohl ein Glückskind) bei mir ist die Hochdosis-Chemo ohne schwerwiegenden Komplikationen verlaufen. Ich hatte kein Fieber, nur vereinzelt mal "Flotten-Stuhlgang", kaum Brechreiz. Was mich plagte war die kaputte Mundschleimhaut (das dauerte ca 4 - 5 Tage an), Schluckbescherden (da brauchte ich richtige Hammer-Medikamente damit ich überhaupt was runter bekommen habe - sogar Spucke schlucken war eine Qual) und die Geruchsempfindlichkeit und Verlust von Geschmack. In dieser Phase habe ich dann ein paar Kilo abgenommen. Aber im Vergleich zu anderen Patienten ging es mir super! Und das schöne ist, es ist wirklich schlagartig besser, sobald die Blutwerte steigen, bzw. bestimmte Werte erreicht haben.
Was mir bestimmt in dieser Zeit geholfen hat waren meine täglichen Bewegungsrunden. Ich habe den Physiotherapeuten angesprochen damit er mit mir auch raus in den nahe gelegenen Park gegangen ist. Oder wir sind durch die Station gegangen. Oft habe ich auch alleine eine Runde gedreht. Dann hatten wir die Gelegenheit den Fahrradergometer zu nutzen. Der Physiotherapeut erklärte mir, dass die Blutproduktion besser anläuft, wenn der Kreislauf angeregt ist. Vielleicht geht es dir auch so gut, dass du deine täglichen Runden drehen kannst.
Natürlich war es jetzt nicht so schön, dass ich es jederzeit wiederholen möchte. Aber es war für mich keine Katastrophe! Ich hatte es mir viel viel schlimmer vorgestellt und schon im Vorfeld Panik geschoben, was alles auf mich zu kommlen könnte. Manchmal ist es wirklich besser, man wartet einfach ab......
Und für deine Blutergebnisse drücke ich dir fest die Daumen!
Katharina
Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!
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- Diddlmaus
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21 Oktober 2012
- Beiträge: 1300
Ja - kann ich verstehen.
Meine grösste Sorge ist, dass ich meinen Sohn ohne Mama im Leben zurücklassen muss. Um meinen Mann mach ich mir eigentlich nicht so Gedanken...
Grüsse
Diddlmaus
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- DerOppa
- Autor
11 September 2026
ja ich glaube ihr habt gut erkannt worauf ich hinaus wollte.
Eines ist auf jeden Fall klar,ich werde dem Krebs den Kampf ansagen.Das es euch nach der HD merklich besser geht,ist schön zu höhren und lässt mich gleichzeitig auch hoffen das es auch bei mir so sein wird.Obwohl ich doch irgendwie auch gehörig Schiss davor habe.Oder zumindest ein sehr unwohles Gefühl hervorruft.
Aber ja,ich werde alles in kauf nemen,was mein Leben in irgendeiner Weise verlängern kann.
Deine Sorge Katharina teile ich voll mit dir.Der Gedanke seinen Lieben irgendwann zur Last zu fallen,oder gar vorzeitig zu verlassen wiegt verdammt schwer und geistert mir auch schon seit einiger Zeit im Kopf rum.
Aber mal sehen,mitte Juli ist das nächste große Arztgespräch fällig,mit Auswertungen von Blut.-und Laboruntersuchungen,dann werden wir wissen ob sich schon erste Erfolge eingestellt haben.
Liebe Grüße Detlef.
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- hase25
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15 Februar 2017
- Beiträge: 423
bei mir hat die Therapie auch erst vor einem knappen Jahr begonnen, zuerst Induktionstherapie, dann Hochdosis, jetzt Konsolidierung und dann Erhaltung. Anfangs spürte ich auch nichts von der erhöhten Ansteckungsgefahr, allerdings sind dann die Blutwerte stark abgefallen, als ich mir einen Infekt zugezogen hatte. Dieser Infekt hatte mich aber dann so richtig erwischt und ich lag erst mal 2 1/2 Wochen auf der Nase. Daher lieber im Vorfeld Abstand halten, auch wenn man sich eigentlich "normal" fühlt.
Diese Infektionsgefahr hielt bei mir ca. 3 bis 4 Monate nach der HD an. Dann waren die Blutwerte wieder so weit wiederhergestellt, dass die extrem erhöhte Infektionsgefahr gebannt war. Ich konnte ohne Bedenken in die Reha und sogar ins Schwimmbad gehen....
Es ist wohl ein Gradwanderung, um nicht zu sehr in eine Insolation reinzurutschen. Wir selbst, unsere Familie, Freunde und Bekannte müssen erst einmal mit der neuen Situation klar kommen. Und es bedeutet auch, dass wir lernen, mit unseren Ängsten umzugehen. Es sind ganz normale Reaktionen, dass man in ein "Loch" fällt. Die Kunst ist es, da wieder raus zu finden.
Die erste Phase unserer Therapie bedeutet für uns doch ein Kampf ums Überleben. In der nächsten Phase muss dann lernen, wieder entspannt nach vorne zu schauen, eine Normalität im Alltag zu finden.
Auch ich bin seit 31 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Zwischendurch bin ich unendlich traurig, da ich angst habe, als erste zu sterben, meine kleine Enkelin nicht aufwachsen zu sehen oder dass ich zum Pflegefall werden könnte. Aber damit mache ich mir nur noch mehr angst, denn letztendlich weiß ich ja gar nicht, was auf mich zu kommt. Deshalb versuche ich immer wieder positiv zu denken und bewußt Freude in mein Leben zu bringen.
Wenn der erste, evtl. auch ein zweiter großer Schock verarbeitet ist, dann siehst du vielleicht auch wieder "Land in Sicht". Nicht immer - aber immer öfter!
Liebe Grüße
Katharina
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