mickey antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
17 Juni 2013 16:20
- mickey
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12 September 2026
12 September 2026
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liebe Diddlmaus
die old mouse erzählt dir mal was sehr Privates, aber behalte es für dich (kleiner gequälter Scherz für dich !)
vor 20 Jahren war ich in einer Klinik und wartete auf die Operation, die mir am folgenden Morgen bevorstand
es ging um Brustkrebs, nicht 100 prozentig "sicher", ich musste eine Verfügung unterschreiben, dass man mir die Brust amputieren würde, falls es sich denn doch als "sicher" herausstellte, damit man mich nicht wegen dieser Unterschrift aus der Narkose hole müsste
es war 19 Uhr, die Besuchszeiten gingen bis 20 Uhr und mehr in Ausnahmefällen, was soll ich dir sagen, der Mann, mit dem ich heute seit 52 Jahren sehrrrr glücklich verheiratet bin, ging nach Hause, nachdem er mir eine "gute Nacht" gewünscht hatte !
er liebt mich sehr, hat viel Humor und ist allgemein sehr beliebt, aber er ist wie fast alle Männer ein Schisser, sobald es um Kranheit geht, besonders um die seiner Frau
2 Freundinnen kamen zu mir und blieben bis ich einschlief nach der kleinen Beruhigungspille, die eine Krankenschwester mir brachte und nachdem meine Tränen versiegt waren und wir mit viel Gelächter über das "starke Geschlecht" hergezogen waren !
Es war übrigens kein Krebs damals ...
Seit 13 Jahren begleitet er mich zu allen Myelomterminen, nimmt sich einen Krimi mit und sitzt in der Cafeteria des Krankenhauses.
Ich erkläre ihm hinterher sehr vorsichtig, was die Ärztin gesagt hat und er atmet auf ...
Es kommt vor, dass sie auf einen Kaffee vorbeikommt, wenn es denn etwas "gefährlich" wird, weil sie selbst so einen Schisser zu Hause hat und meinen etwas mehr involvieren möchte, man kan ja nicht wissen, was noch auf ihn zukommt !!! (zweiter kleiner gequälter scheeeerz)
er kümmert sich allerdings um den ganzen Papierkram, war während der Chemo ein sehr guter Pfleger, der mir die Medizin stets pünktlich servierte, der mit mir Scrabble spielte, soviel ich wollte, wenn ich nicht zu müde war und sich inzwischen mit den Namen Thalidomid, Revlimid, Dexa, Pomalidomid und und und sehr sehr gut auskennt
er ist natürlich in Rente, nicht wie dein Mann, vielleicht würde ein Gespräch mit jemand vom Fach hilfreich sein
Mit wem sprichst du dich denn überhaupt aus, Diddelmaus ?
das ist sehr wichtig, weisst du !
ich habe eine Freundin, die ein "derbes" Innenleben hat, von ihr selbst so benannt, und bei der ich alles, aber auch alles loswerden kann !
Das ist nun etwas lang geraten, so lang, dass es dir wieder etwas besser geht, ich kenn dich doch !
ich umarme dich
die old mouse erzählt dir mal was sehr Privates, aber behalte es für dich (kleiner gequälter Scherz für dich !)
vor 20 Jahren war ich in einer Klinik und wartete auf die Operation, die mir am folgenden Morgen bevorstand
es ging um Brustkrebs, nicht 100 prozentig "sicher", ich musste eine Verfügung unterschreiben, dass man mir die Brust amputieren würde, falls es sich denn doch als "sicher" herausstellte, damit man mich nicht wegen dieser Unterschrift aus der Narkose hole müsste
es war 19 Uhr, die Besuchszeiten gingen bis 20 Uhr und mehr in Ausnahmefällen, was soll ich dir sagen, der Mann, mit dem ich heute seit 52 Jahren sehrrrr glücklich verheiratet bin, ging nach Hause, nachdem er mir eine "gute Nacht" gewünscht hatte !
er liebt mich sehr, hat viel Humor und ist allgemein sehr beliebt, aber er ist wie fast alle Männer ein Schisser, sobald es um Kranheit geht, besonders um die seiner Frau
2 Freundinnen kamen zu mir und blieben bis ich einschlief nach der kleinen Beruhigungspille, die eine Krankenschwester mir brachte und nachdem meine Tränen versiegt waren und wir mit viel Gelächter über das "starke Geschlecht" hergezogen waren !
Es war übrigens kein Krebs damals ...
Seit 13 Jahren begleitet er mich zu allen Myelomterminen, nimmt sich einen Krimi mit und sitzt in der Cafeteria des Krankenhauses.
Ich erkläre ihm hinterher sehr vorsichtig, was die Ärztin gesagt hat und er atmet auf ...
Es kommt vor, dass sie auf einen Kaffee vorbeikommt, wenn es denn etwas "gefährlich" wird, weil sie selbst so einen Schisser zu Hause hat und meinen etwas mehr involvieren möchte, man kan ja nicht wissen, was noch auf ihn zukommt !!! (zweiter kleiner gequälter scheeeerz)
er kümmert sich allerdings um den ganzen Papierkram, war während der Chemo ein sehr guter Pfleger, der mir die Medizin stets pünktlich servierte, der mit mir Scrabble spielte, soviel ich wollte, wenn ich nicht zu müde war und sich inzwischen mit den Namen Thalidomid, Revlimid, Dexa, Pomalidomid und und und sehr sehr gut auskennt
er ist natürlich in Rente, nicht wie dein Mann, vielleicht würde ein Gespräch mit jemand vom Fach hilfreich sein
Mit wem sprichst du dich denn überhaupt aus, Diddelmaus ?
das ist sehr wichtig, weisst du !
ich habe eine Freundin, die ein "derbes" Innenleben hat, von ihr selbst so benannt, und bei der ich alles, aber auch alles loswerden kann !
Das ist nun etwas lang geraten, so lang, dass es dir wieder etwas besser geht, ich kenn dich doch !
ich umarme dich
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Diddlmaus antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
17 Juni 2013 15:48
- Diddlmaus
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21 Oktober 2012
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Danke, lieber Jürgen, für Deine Antwort.
Du hast recht mit allem was Du schreibst. Ausser damit, dass ich eben gerade dieses nicht hören will
Ich will es schon hören. Es tut einfach gut, wenn man lesen kann was Aussenstehende dazu meinen. Wie andere es empfinden...
Ich würd meinen Mann halt vor allem gerne helfen, wieder wenigsten ab und an lachen zu können. Es kann doch nicht sein, dass wir unser jetziges gemeinsames Leben - es ist ja in meinen Augen sehr gut!!! - verschwenden mit Bedrücktsein und Kopf-hängen.lassen....
Aber auch hier: mein Liebster macht das nicht extra. Er grübelt ja nicht ständig vor sich hin. Es hat ihn wohl einfach die Sorge um mich verändert. Ich hab mittlerweile mir selbst beigebracht, die Soren einfach abzuschütteln - natürlich kehren sie zurück - aber für eine Weile kann man ihnen einfach sagen, dass jetzt nicht ihre Zeit ist
.
Er sollte das auch lernen können. Vielleicht mit professioneller Hilfe? Wenn ich das bis jetzt angedeutet hab (oder auch mal richtig klar und deutlich ausgesprochen), dann hat er sich davon eher angegriffen gefühlt....dabei ist es doch wirklich keine Schande, wenn man in schwierigen Lebensumständen Hilfe von aussen annehmen tut. Aber ich glaube, er denkt wie Du geschrieben hast: SIE ist ja krank - nicht ICH!
Aber mir würde er extrem helfen, wenn er SEIN Seelenleben in den Griff bekommen würde. Damit ich mich auf meins und das unseres Söhnchens konzentrieren kann
Aber eins muss ich noch sagen!
Heut gehts mir schon wieder 300% besser!!!! Das liegt vor allem daran, dass sich mein Sohn schon viel, viel besser fühlt. Die Nacht war zwar eine Katastrophe, aber der Kleine spielt wieder und ist frech - da bin ich froh!!!!
Sorgen um die Liebsten sind definiitv schlimmer als Sorgen um einen selber....
...und mein Mann muss dies täglich ertragen
*nachdenklich*
Maus
Du hast recht mit allem was Du schreibst. Ausser damit, dass ich eben gerade dieses nicht hören will
Ich würd meinen Mann halt vor allem gerne helfen, wieder wenigsten ab und an lachen zu können. Es kann doch nicht sein, dass wir unser jetziges gemeinsames Leben - es ist ja in meinen Augen sehr gut!!! - verschwenden mit Bedrücktsein und Kopf-hängen.lassen....
Aber auch hier: mein Liebster macht das nicht extra. Er grübelt ja nicht ständig vor sich hin. Es hat ihn wohl einfach die Sorge um mich verändert. Ich hab mittlerweile mir selbst beigebracht, die Soren einfach abzuschütteln - natürlich kehren sie zurück - aber für eine Weile kann man ihnen einfach sagen, dass jetzt nicht ihre Zeit ist
Er sollte das auch lernen können. Vielleicht mit professioneller Hilfe? Wenn ich das bis jetzt angedeutet hab (oder auch mal richtig klar und deutlich ausgesprochen), dann hat er sich davon eher angegriffen gefühlt....dabei ist es doch wirklich keine Schande, wenn man in schwierigen Lebensumständen Hilfe von aussen annehmen tut. Aber ich glaube, er denkt wie Du geschrieben hast: SIE ist ja krank - nicht ICH!
Aber mir würde er extrem helfen, wenn er SEIN Seelenleben in den Griff bekommen würde. Damit ich mich auf meins und das unseres Söhnchens konzentrieren kann
Aber eins muss ich noch sagen!
Heut gehts mir schon wieder 300% besser!!!! Das liegt vor allem daran, dass sich mein Sohn schon viel, viel besser fühlt. Die Nacht war zwar eine Katastrophe, aber der Kleine spielt wieder und ist frech - da bin ich froh!!!!
Sorgen um die Liebsten sind definiitv schlimmer als Sorgen um einen selber....
...und mein Mann muss dies täglich ertragen

*nachdenklich*
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"Sometimes gifts come in strange packages"
"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."
"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"
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jürgenk antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
17 Juni 2013 13:40
- jürgenk
459 Beiträge seit
25 August 2011
25 August 2011
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- Beiträge: 459
Hallo Diddlmaus
Alles was ich Dir antworten kann, willst Du nicht hören. Das mag an unserem räumlichen und persönlichen Abstand liegen. Der verhindert einen klaren Blick auf Deine tatsächliche Situation.
Er verhindert auch eine taugliche Einschätzung Deines Mannes.
Was bleibt mir also?
Ein zum Scheitern verurteilter Versuch.
Warum versuche ich es dann?
Weil Du verzweifelt bist und Hilfe brauchst.
Zunächst will ich ausführen, wie ich Dich sehe und danach, wie ich Deinen Mann sehe.
Du bist ein Tausendsassa. Kannst alles, schaffst alles und bist für alles verantwortlich. Das alles natürlich nur und vor allem aus Deiner Sicht. Genau diese Frau kommt nun durch Krankheit ins Wanken.
Von Deinem Mann ist mir noch weniger bekannt. In seiner Lebensplanung funktioniert alles und jeder. Krank sind andere.
Bisher.
Nun hat sich da was geändert. Aber er hat keinen Plan-B für diese Veränderung. Das sollen nun die Ärzte mal richten. Auch die versagen aber.
Das macht ihn ratlos. Hilflos.
Deshalb kann er mit Dir nicht darüber reden. Was soll er denn sagen? Er hat keine Antworten. Lösungen sowieso nicht. Aus Schwäche zieht er sich zurück. Dabei weiß er, dass er Euch damit im Stick lässt. Bei seiner Arbeit kennt er sich aus, da kann er stark sein. Also versteckt er sich in seinem Büro. Dort leidet er fast so wie Du zu Hause.
Dein Sohn kann aus naheliegenden Gründen nicht helfen. Ihm erschließt sich die Situation noch nicht.
Wie ließe sich Dein Mann wecken?
Mit dem Holzhammer zum Beispiel.
Den zu schwingen erfordert aber enorm viel Kraft von Dir. Du weißt, dass man mit der Krankheit bei guter Lebensqualität alt werden kann. Selbst von Heilung wird gesprochen. Hier reden wir aber nur von Möglichkeiten.
Was ist, wenn es anders kommt? Welchen Plan hat Dein Mann in diesem Fall für seinen Sohn? Bei dieser Frage kann der Strauß den Kopf nicht im Sand lassen.
Eine weitere Möglichkeit ist ähnlich hart auch für Dich. Sie kostet vermutlich auch mehr Kraft und hat einen weniger zu kalkulierenden Ausgang.
Lass ihn links liegen. Darauf wird er zunächst irritiert reagieren. Schließlich verlässt er aber sein Schneckenhaus und will wissen, was denn los ist. Ach was, den Weg möchte ich fast wieder löschen. Er scheint mir für Dich kaum geeignet. Außerdem steht Euer Sohn verstört dazwischen. Das geht nicht gut.
Immerhin weißt Du schon genau, dass Du Deinen Mann durch Schweigen nicht schützen kannst. Seine Angst verstehst Du gut. Von seiner Liebe bist Du überzeugt.
Wenn er dem Gespräch ausweicht weil er keine Lösungen sieht, biete ihm welche durch Behandlungsoptionen.
Denk an die Einstiegsfrage: Was machst Du wenn es nicht funktioniert? Dann kommt das Gespräch auf ES. Das sind die neuen Medikamente, die SZT und all die Dinge, über die ihr bisher nicht gesprochen habt. Dann bist Du mit ihm im Gespräch. Das erste Ziel wäre erreicht.
Hilflose Grüße
Jürgen
Alles was ich Dir antworten kann, willst Du nicht hören. Das mag an unserem räumlichen und persönlichen Abstand liegen. Der verhindert einen klaren Blick auf Deine tatsächliche Situation.
Er verhindert auch eine taugliche Einschätzung Deines Mannes.
Was bleibt mir also?
Ein zum Scheitern verurteilter Versuch.
Warum versuche ich es dann?
Weil Du verzweifelt bist und Hilfe brauchst.
Zunächst will ich ausführen, wie ich Dich sehe und danach, wie ich Deinen Mann sehe.
Du bist ein Tausendsassa. Kannst alles, schaffst alles und bist für alles verantwortlich. Das alles natürlich nur und vor allem aus Deiner Sicht. Genau diese Frau kommt nun durch Krankheit ins Wanken.
Von Deinem Mann ist mir noch weniger bekannt. In seiner Lebensplanung funktioniert alles und jeder. Krank sind andere.
Bisher.
Nun hat sich da was geändert. Aber er hat keinen Plan-B für diese Veränderung. Das sollen nun die Ärzte mal richten. Auch die versagen aber.
Das macht ihn ratlos. Hilflos.
Deshalb kann er mit Dir nicht darüber reden. Was soll er denn sagen? Er hat keine Antworten. Lösungen sowieso nicht. Aus Schwäche zieht er sich zurück. Dabei weiß er, dass er Euch damit im Stick lässt. Bei seiner Arbeit kennt er sich aus, da kann er stark sein. Also versteckt er sich in seinem Büro. Dort leidet er fast so wie Du zu Hause.
Dein Sohn kann aus naheliegenden Gründen nicht helfen. Ihm erschließt sich die Situation noch nicht.
Wie ließe sich Dein Mann wecken?
Mit dem Holzhammer zum Beispiel.
Den zu schwingen erfordert aber enorm viel Kraft von Dir. Du weißt, dass man mit der Krankheit bei guter Lebensqualität alt werden kann. Selbst von Heilung wird gesprochen. Hier reden wir aber nur von Möglichkeiten.
Was ist, wenn es anders kommt? Welchen Plan hat Dein Mann in diesem Fall für seinen Sohn? Bei dieser Frage kann der Strauß den Kopf nicht im Sand lassen.
Eine weitere Möglichkeit ist ähnlich hart auch für Dich. Sie kostet vermutlich auch mehr Kraft und hat einen weniger zu kalkulierenden Ausgang.
Lass ihn links liegen. Darauf wird er zunächst irritiert reagieren. Schließlich verlässt er aber sein Schneckenhaus und will wissen, was denn los ist. Ach was, den Weg möchte ich fast wieder löschen. Er scheint mir für Dich kaum geeignet. Außerdem steht Euer Sohn verstört dazwischen. Das geht nicht gut.
Immerhin weißt Du schon genau, dass Du Deinen Mann durch Schweigen nicht schützen kannst. Seine Angst verstehst Du gut. Von seiner Liebe bist Du überzeugt.
Wenn er dem Gespräch ausweicht weil er keine Lösungen sieht, biete ihm welche durch Behandlungsoptionen.
Denk an die Einstiegsfrage: Was machst Du wenn es nicht funktioniert? Dann kommt das Gespräch auf ES. Das sind die neuen Medikamente, die SZT und all die Dinge, über die ihr bisher nicht gesprochen habt. Dann bist Du mit ihm im Gespräch. Das erste Ziel wäre erreicht.
Hilflose Grüße
Jürgen
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Diddlmaus antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
16 Juni 2013 17:59
- Diddlmaus
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21 Oktober 2012
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Abifiz:
Danke für Deine rührenden Zeilen. Sie haben mein Mutterherz aufgewühlt. Aber nach der ersten Heulattacke eigentlich in einer sehr positiven Form
Danke für Deine rührenden Zeilen. Sie haben mein Mutterherz aufgewühlt. Aber nach der ersten Heulattacke eigentlich in einer sehr positiven Form
"Sometimes gifts come in strange packages"
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"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"
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Diddlmaus antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
16 Juni 2013 17:58
- Diddlmaus
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Mein Lieben....
Ich befinde mich seit zwei Tagen in einem Strudel abwärts :roll:. Ich versuche wacker dagegen anzukämpfen, mich zu innerere Stärke aufzuraffen....aber ich bin an einen Punkt angekommen, wo ich mich zunehmends alleine fühle....
Ich bin zwar verheiratet, ja. Ich habe einen kleinen Sohn, ja. Aber mit mir selber, mit der Krankheit, mit den oft nicht so schönen Gedanken. Mit denen bin ich allein....denn die will keiner hören.
Während ich unsere Situation mit all ihren Aspekten angeh und dementsprechend auch mal einen etwas weniger glücklichen Tag erlebe, weil ich es in mir treiben lasse, verfolgt mein Mann konsequent die Vogel-Strauss-Politik
Es ist ihm am Liebsten, wenn er nichts hört, sieht und weiss von der Krankheit. Und so kommt es auch, dass ich mich mit ihm auch nach eineinhalb Jahren nach der Diagnose nicht vernünftig über die Krankheit unterhalten kann. Eben weil er einfach nicht informiert ist. Wenn ich es ihm noch nahelege, dass es mir wichtig wäre, dass er auch weiss, worum es geht, was es für Möglichkeiten gibt, etc., dan kommt nur ein: "Ach, Du machst das eh viel besser als ich es könnte!". Ja!!!! Danke für die Blumen!!!
Ich kann ihn nicht dazu bewegen, dass er den Kopf aus dem Sand zieht. Er will nicht. Also tun wir an guten Tagen so als ob nichts wäre und an schlechten Tagen, behalt ich meine inneren kleinen und grossen Katastrophen für mich....
Dass ich Zweifel, Ängste und oft auch Schmerz empfinde, das möchte er nicht hören. Versteht micht nicht falsch - ich weiss, dass er nicht aus böser Absicht heraus handelt - er liebt mich, das weiss ich. Es macht ihm einfach zu sehr Angst!
Trotzdem entfernt man sich so voneinander. Ich habe das Gefühl, das enge Band, das zwischen uns all die Jahre war, das wird gelockert, weil ich mich ihm nicht mehr anvertraue mit meinem Innersten, um ihn zu schützen.
Trotz alledem ist mein Mann zunehmends gereizt, gestresst und dass er mal gute Laune hat, das kommt höchst selten noch vor. Dabei lässt er mich wiederum spüren, dass der Grund dafür meine Krankheit ist.
Ich fühl mich momentan einfach zum Heulen. Mein Sohn hat eine schwere Mittelohrentzündung und klebt mit Fieber an mir wie eine Fliege am Kuhdreck
:lol:. Tschuldigung für den unvorteilhaften Ausdruck....er belagert mich, er will Entertainment.
Papa arbeitet das ganze WE von früh bis spät und wir sind allein zuhaus. Und mir wär einfach nach schlafen und Ruhe, weil genau diese zwei Tage meine schlechten Chemotage sind....
Am Dienstag rück ich dann ein in die Kinik zur Zertrümmerung meiner Steinfreunde. Auch dann arbeitet mein Mann und ich geh alleine rein....
Vielleicht kann mir einer von euch wieder etwas in die Spur helfen...ich könnts grad brauchen....
Allen wünsch ich einen wundervollen Sommerabend!!!
Ich bin froh, dass es Euch gibt!!!!
:oops:
Diddlmaus.
Ich befinde mich seit zwei Tagen in einem Strudel abwärts :roll:. Ich versuche wacker dagegen anzukämpfen, mich zu innerere Stärke aufzuraffen....aber ich bin an einen Punkt angekommen, wo ich mich zunehmends alleine fühle....
Ich bin zwar verheiratet, ja. Ich habe einen kleinen Sohn, ja. Aber mit mir selber, mit der Krankheit, mit den oft nicht so schönen Gedanken. Mit denen bin ich allein....denn die will keiner hören.
Während ich unsere Situation mit all ihren Aspekten angeh und dementsprechend auch mal einen etwas weniger glücklichen Tag erlebe, weil ich es in mir treiben lasse, verfolgt mein Mann konsequent die Vogel-Strauss-Politik
Es ist ihm am Liebsten, wenn er nichts hört, sieht und weiss von der Krankheit. Und so kommt es auch, dass ich mich mit ihm auch nach eineinhalb Jahren nach der Diagnose nicht vernünftig über die Krankheit unterhalten kann. Eben weil er einfach nicht informiert ist. Wenn ich es ihm noch nahelege, dass es mir wichtig wäre, dass er auch weiss, worum es geht, was es für Möglichkeiten gibt, etc., dan kommt nur ein: "Ach, Du machst das eh viel besser als ich es könnte!". Ja!!!! Danke für die Blumen!!!
Ich kann ihn nicht dazu bewegen, dass er den Kopf aus dem Sand zieht. Er will nicht. Also tun wir an guten Tagen so als ob nichts wäre und an schlechten Tagen, behalt ich meine inneren kleinen und grossen Katastrophen für mich....
Dass ich Zweifel, Ängste und oft auch Schmerz empfinde, das möchte er nicht hören. Versteht micht nicht falsch - ich weiss, dass er nicht aus böser Absicht heraus handelt - er liebt mich, das weiss ich. Es macht ihm einfach zu sehr Angst!
Trotzdem entfernt man sich so voneinander. Ich habe das Gefühl, das enge Band, das zwischen uns all die Jahre war, das wird gelockert, weil ich mich ihm nicht mehr anvertraue mit meinem Innersten, um ihn zu schützen.
Trotz alledem ist mein Mann zunehmends gereizt, gestresst und dass er mal gute Laune hat, das kommt höchst selten noch vor. Dabei lässt er mich wiederum spüren, dass der Grund dafür meine Krankheit ist.
Ich fühl mich momentan einfach zum Heulen. Mein Sohn hat eine schwere Mittelohrentzündung und klebt mit Fieber an mir wie eine Fliege am Kuhdreck
Papa arbeitet das ganze WE von früh bis spät und wir sind allein zuhaus. Und mir wär einfach nach schlafen und Ruhe, weil genau diese zwei Tage meine schlechten Chemotage sind....
Am Dienstag rück ich dann ein in die Kinik zur Zertrümmerung meiner Steinfreunde. Auch dann arbeitet mein Mann und ich geh alleine rein....
Vielleicht kann mir einer von euch wieder etwas in die Spur helfen...ich könnts grad brauchen....
Allen wünsch ich einen wundervollen Sommerabend!!!
Ich bin froh, dass es Euch gibt!!!!
:oops:
Diddlmaus.
"Sometimes gifts come in strange packages"
"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."
"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
abifiz antwortete auf Iiiiiihaaaaa! Morgen gehts los!!!!
05 Juni 2013 11:03
- abifiz
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12 September 2026
12 September 2026
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Hi Muttermäusi, sei gegrüßt.
Dir ist ein Stein von der Seele gefallen, als man Dir einen Stein aus dem Harnleiter geklaut hat? Verbrechen lohnt sich, sag' ich ja immer...
Zu Deinen Mutterzweifeln, -skrupeln und -bangigkeiten: Schminke sie Dir tapfer ab!
Eine ganze industrialisierte kulturelle Produktionslinie ist unter Volldampf damit beschäftigt, Eltern umfassend schlechtes Gewissen und Ängste einzuimpfen. Kinder seien das Gebrechlichste, was es in der ganzen Galaxis gibt; jede Nano-Unterlassung, jeder "falscher" Miniseufzer, jede Minderwahl des "richtigen" Salatbestecks, Lesebuchs, Chinesisch-Kurses, Einschlafrituals, Bunt-Laptop, Bio-Halsschmucks versehrt das zarte Opfer der elterlichen Ignoranz auf ewig und drei Tage. Kein Kind wird wirklich in der süßen Opfergrube seines Herzens jene sublimen fiesen Mißhandlungen je vergessen können! Opfer eines falschen Blickes und eines falschfarbigen Käppis auf alle Zeit!
Vergiß, überwinde den Humbug!
Kinder sind mit das Robusteste, was es auf der Welt gibt.
Sie brauchen warmes Vertrauen: Warmes Vertrauen in sie und ihre Möglichkeiten. Warmes Vertrauen der Eltern in sich selbst, in ihre eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Gelassenheiten. Vertrauen in die biologisch-evolutiven und geistigen Selbstheilungskräfte aller Beteiligte. Vertrauen zur eigenen Distanz gegenüber dem öffentlich verbreiteten kulturindustriellen täglichen Verunsicherungs-Bullshit.
Benütze beherzt Ratgeber-Literatur als Ausgleichsstütze für wacklige Tischbeine und Nage-Spielzeug für den Haushamster: Dafür eignet sie sich hervorragend, dafür bringt sie jede Voraussetzung mit!
Vertraue abifiz, denn er ist das Kerngurren der Weisheit, das Murmeln des Wahrheitsmeeres, das Niesen der Versöhnungswinde, der Hauptkänguruh aller Gebeutelten. Etcetera, amen, halleluja.
Auch wenn ich es nie ganz lassen kann, mich sanft ein klein wenig über mich und die Welt lustig zu machen: Mäusi darf mit meinem Gehüpfe durchaus was anfangen.
Eines Tages wirst Du die Spur im hohen "Hippokampus-Schnee" Deines Sprößlings sein: Er wird sich Deiner vergegenwärtigen, den Klang Deiner Stimme in sich nachhallen spüren, Dein Lächeln und Deinen Schmerz sehen, Dein Gesicht und Deine Hand nicht vergessen. Und er wird dankbar sein, Dich lieben, Dich schüchtern vorsichtig lebendig in der Erinnerung umarmen. Er hält Dich fest, Mäusi...
abifiz
Dir ist ein Stein von der Seele gefallen, als man Dir einen Stein aus dem Harnleiter geklaut hat? Verbrechen lohnt sich, sag' ich ja immer...
Zu Deinen Mutterzweifeln, -skrupeln und -bangigkeiten: Schminke sie Dir tapfer ab!
Eine ganze industrialisierte kulturelle Produktionslinie ist unter Volldampf damit beschäftigt, Eltern umfassend schlechtes Gewissen und Ängste einzuimpfen. Kinder seien das Gebrechlichste, was es in der ganzen Galaxis gibt; jede Nano-Unterlassung, jeder "falscher" Miniseufzer, jede Minderwahl des "richtigen" Salatbestecks, Lesebuchs, Chinesisch-Kurses, Einschlafrituals, Bunt-Laptop, Bio-Halsschmucks versehrt das zarte Opfer der elterlichen Ignoranz auf ewig und drei Tage. Kein Kind wird wirklich in der süßen Opfergrube seines Herzens jene sublimen fiesen Mißhandlungen je vergessen können! Opfer eines falschen Blickes und eines falschfarbigen Käppis auf alle Zeit!
Vergiß, überwinde den Humbug!
Kinder sind mit das Robusteste, was es auf der Welt gibt.
Sie brauchen warmes Vertrauen: Warmes Vertrauen in sie und ihre Möglichkeiten. Warmes Vertrauen der Eltern in sich selbst, in ihre eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Gelassenheiten. Vertrauen in die biologisch-evolutiven und geistigen Selbstheilungskräfte aller Beteiligte. Vertrauen zur eigenen Distanz gegenüber dem öffentlich verbreiteten kulturindustriellen täglichen Verunsicherungs-Bullshit.
Benütze beherzt Ratgeber-Literatur als Ausgleichsstütze für wacklige Tischbeine und Nage-Spielzeug für den Haushamster: Dafür eignet sie sich hervorragend, dafür bringt sie jede Voraussetzung mit!
Vertraue abifiz, denn er ist das Kerngurren der Weisheit, das Murmeln des Wahrheitsmeeres, das Niesen der Versöhnungswinde, der Hauptkänguruh aller Gebeutelten. Etcetera, amen, halleluja.
Auch wenn ich es nie ganz lassen kann, mich sanft ein klein wenig über mich und die Welt lustig zu machen: Mäusi darf mit meinem Gehüpfe durchaus was anfangen.
Eines Tages wirst Du die Spur im hohen "Hippokampus-Schnee" Deines Sprößlings sein: Er wird sich Deiner vergegenwärtigen, den Klang Deiner Stimme in sich nachhallen spüren, Dein Lächeln und Deinen Schmerz sehen, Dein Gesicht und Deine Hand nicht vergessen. Und er wird dankbar sein, Dich lieben, Dich schüchtern vorsichtig lebendig in der Erinnerung umarmen. Er hält Dich fest, Mäusi...
abifiz
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