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Logopädin antwortete auf Chance auf Erwerbsunfähigkeitsrente
07 Okt. 2019 11:19
- Logopädin
422 Beiträge seit
06 Februar 2016
06 Februar 2016
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Hallo Seni,
Erwerbsminderungsrente heißt das inzwischen...
Und ist nicht leicht zu bekommen - habe vor einigen Monaten ein
Seminar eines Beraters der Deutschen Rentenversicherung besucht, der das ganz genau erklärt hat.
Der Punkt ist, dass es jetzt nicht mehr - wie früher - um die Unfähigkeit geht, in deinem Beruf zu arbeiten, sondern überhaupt noch arbeitsfähig zu sein - egal womit...
Die Schwerbeschädigung spielt dabei leider überhaupt keine Rolle.
In diesem Seminar war beispielsweise eine Verkäuferin - diese kam auf zwei Gehhilfen an und konnte kaum laufen. Eine Erwerbsminderungsrente bekam sie aber trotzdem nicht, weil damit argumentiert wurde, dass sie ja noch an der Information eines großen Discounters arbeiten könne. Da könnte sie sitzen !
Die Tatsache, dass es da so gut wie keine Stellen gibt, spielte in diesem Zusammenhang keine Rolle. Sie bekommt ALG I und später ALG II...So traurig und ungerecht das auch ist. Das mit der kognitiven Unfähigkeit kann ich sehr gut nachvollziehen. Geht mir genauso. Aber da wird es besonders schwierig, das nachzuweisen... Ich würde dir empfehlen, eine Rentenberatung der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen - gibt es kostenfrei - und dort wird dir weiter geholfen. Wen das Krankengeld ausläuft, dann wirst du sowieso "ausgesteuert", das heißt, dann wird sowieso eine Entscheidung getroffen, inwiefern du in Rente gehen kannst. Diese Entscheidungen werden dann aber nur nach Aktenlage gefällt - keiner schaut dich dabei an... Und wenn der Rentenantrag abgelehnt wird, dann kannst du Widerspruch einlegen. Dabei wird wieder nur nach Aktenlage gehandelt. Wenn kein Fehler des Sachbearbeiters vorliegt, dann wird der Widerspruch abgelehnt. Wieder ohne, dass dich jemand gesehen hat...Erst im Klageverfahren wird dann ein Gutachten - oder mehrere - erstellt. Habe ich alles in besagtem Seminar gelernt. Und darauf verzichtet, Erwerbsminderungsrente zu beantragen :lol:
Liebe Grüße
Nicole
Erwerbsminderungsrente heißt das inzwischen...
Und ist nicht leicht zu bekommen - habe vor einigen Monaten ein
Seminar eines Beraters der Deutschen Rentenversicherung besucht, der das ganz genau erklärt hat.
Der Punkt ist, dass es jetzt nicht mehr - wie früher - um die Unfähigkeit geht, in deinem Beruf zu arbeiten, sondern überhaupt noch arbeitsfähig zu sein - egal womit...
Die Schwerbeschädigung spielt dabei leider überhaupt keine Rolle.
In diesem Seminar war beispielsweise eine Verkäuferin - diese kam auf zwei Gehhilfen an und konnte kaum laufen. Eine Erwerbsminderungsrente bekam sie aber trotzdem nicht, weil damit argumentiert wurde, dass sie ja noch an der Information eines großen Discounters arbeiten könne. Da könnte sie sitzen !
Die Tatsache, dass es da so gut wie keine Stellen gibt, spielte in diesem Zusammenhang keine Rolle. Sie bekommt ALG I und später ALG II...So traurig und ungerecht das auch ist. Das mit der kognitiven Unfähigkeit kann ich sehr gut nachvollziehen. Geht mir genauso. Aber da wird es besonders schwierig, das nachzuweisen... Ich würde dir empfehlen, eine Rentenberatung der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen - gibt es kostenfrei - und dort wird dir weiter geholfen. Wen das Krankengeld ausläuft, dann wirst du sowieso "ausgesteuert", das heißt, dann wird sowieso eine Entscheidung getroffen, inwiefern du in Rente gehen kannst. Diese Entscheidungen werden dann aber nur nach Aktenlage gefällt - keiner schaut dich dabei an... Und wenn der Rentenantrag abgelehnt wird, dann kannst du Widerspruch einlegen. Dabei wird wieder nur nach Aktenlage gehandelt. Wenn kein Fehler des Sachbearbeiters vorliegt, dann wird der Widerspruch abgelehnt. Wieder ohne, dass dich jemand gesehen hat...Erst im Klageverfahren wird dann ein Gutachten - oder mehrere - erstellt. Habe ich alles in besagtem Seminar gelernt. Und darauf verzichtet, Erwerbsminderungsrente zu beantragen :lol:
Liebe Grüße
Nicole
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Eilbacher antwortete auf Chance auf Erwerbsunfähigkeitsrente
07 Okt. 2019 09:10
- Eilbacher
260 Beiträge seit
29 Oktober 2009
29 Oktober 2009
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- Beiträge: 260
Hallo Seni,
ich habe bei meiner ersten Erkrankung 2001 problemlos eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen.Hette damals auch,genau wie du,eine Autoge Stammzellentransplantation hinter mir.
Ein Argument,dass bei dem Antrag betont werden sollte,ist immer die erhöhte Infektanfälligkeit und die Tatsache,dass unsere Erkrankung nach wie vor als"unheilbar" gilt.
Herzliche Grüße,Birgit
ich habe bei meiner ersten Erkrankung 2001 problemlos eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen.Hette damals auch,genau wie du,eine Autoge Stammzellentransplantation hinter mir.
Ein Argument,dass bei dem Antrag betont werden sollte,ist immer die erhöhte Infektanfälligkeit und die Tatsache,dass unsere Erkrankung nach wie vor als"unheilbar" gilt.
Herzliche Grüße,Birgit
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Chance auf Erwerbsunfähigkeitsrente wurde erstellt von Seni
06 Okt. 2019 23:54
- Seni
- Autor
4 Beiträge seit
25 Oktober 2018
25 Oktober 2018
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- Beiträge: 4
Guten Tag,
nach Diagnose des MM im Oktober 2018 und autologer SZT im Juni 2019 mit nachfolgender Anschlussheilbehandlung wird mein Krankengeld spätestens im Februar 2020 enden. Durch die Erkrankung an sich und die erfolgten Therapien fühle ich mich insbesondere kognitiv nicht in der Lage, meine berufliche Tätigkeit in absehbarer Zeit wieder aufzunehmen. Im Moment ist noch unklar, mit welcher Dynamik sich das MM entwickeln wird. Ausgangssituation (10/2018) war ein IgG Typ Kappa mit 10300 mg/l, nach autologer SZT jetzt bei 54 mg/l (vgPR1). Schwerbehindertenausweis wurde mir mit 100% befristet zuerkannt. Trotz aller Einschränkungen komme ich gut zu Recht, so dass ich orthopädische Eingriffe oder Bestrahlung z.Z. nicht benötige. Soweit meine Ausgangsposition.
Es fällt mir schwer, das Ergebnis der Transplantation zu beurteilen, gut/schlecht? Was an Lebenszeit darf ich mit diesem Ergebnis erwarten, worauf hoffen? Nach dem Bisherigen bin ich nicht mehr so belastbar. Kann und möchte daher meine Kraft nicht mehr für meinem Arbeitgeber investieren. Beabsichtige eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Habe ich eine Chance? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Worauf muss ich achten?
Vielleicht ist jemand in ähnlicher Situation und kann berichten, würde mich freuen.
Danke und Grüße von Seni.
nach Diagnose des MM im Oktober 2018 und autologer SZT im Juni 2019 mit nachfolgender Anschlussheilbehandlung wird mein Krankengeld spätestens im Februar 2020 enden. Durch die Erkrankung an sich und die erfolgten Therapien fühle ich mich insbesondere kognitiv nicht in der Lage, meine berufliche Tätigkeit in absehbarer Zeit wieder aufzunehmen. Im Moment ist noch unklar, mit welcher Dynamik sich das MM entwickeln wird. Ausgangssituation (10/2018) war ein IgG Typ Kappa mit 10300 mg/l, nach autologer SZT jetzt bei 54 mg/l (vgPR1). Schwerbehindertenausweis wurde mir mit 100% befristet zuerkannt. Trotz aller Einschränkungen komme ich gut zu Recht, so dass ich orthopädische Eingriffe oder Bestrahlung z.Z. nicht benötige. Soweit meine Ausgangsposition.
Es fällt mir schwer, das Ergebnis der Transplantation zu beurteilen, gut/schlecht? Was an Lebenszeit darf ich mit diesem Ergebnis erwarten, worauf hoffen? Nach dem Bisherigen bin ich nicht mehr so belastbar. Kann und möchte daher meine Kraft nicht mehr für meinem Arbeitgeber investieren. Beabsichtige eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Habe ich eine Chance? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Worauf muss ich achten?
Vielleicht ist jemand in ähnlicher Situation und kann berichten, würde mich freuen.
Danke und Grüße von Seni.
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