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gex antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
04 Aug. 2016 14:30
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Hallo Helga,
Hier ist auch nochmal ein schöne Tabelle:
www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf

Es ist halt oft wie Würfeln bei Versorgungsamt. Es gab ja schon viele Beispiele hier, wo heute auf GdB 40, morgen auf GdB 80 entschieden wurde, usw. Hängt alles von der Tagesform des Begutachters ab. Denk daran, der hat dich nie gesehen und hat somit nicht die geringste Ahnung wie gut es dir geht - weiss in der Regel auch null komma nichts über Myelom. Alles was der Begutachter sieht ist bedrucktes Papier, und je nachdem, welchen Teil er gerade aufmerksam liest, fällt die Entscheidung.

In der Tat sind die Vorteile von GdB 100 gegenüber 70 nicht sehr gravierend und greifen meist nur dann, wenn man eh viel Geld hat oder verdient oder erbt. Wer nix hat, nix verdient, somit eh keine Steuern zahlt und nix erbt, wird nicht viel rausziehen können.
Als Steuerzahler(in) kannst du außer den 530€ mehr Freibetrag noch 900 € für private Fahrten pauschal zum Abzug bringen. Also somit 1430€ weniger versteuern im Jahr.
Vielleicht bekommst Du auch noch einen Preisnachlass bei deinem Mobilfunkanbieter, wenn Du höflich fragst...:unsure:

Sehr interessant könnte es allerdings werden, wenn Du eine Berufskrankheit über die Gesetzliche Unfallversicherung / Berufsgenossenschaft anerkannt bekommst. Dort wird dann die Rentenhöhe in Abhängigkeit von der MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) gezahlt. Zwar wird die GUV nicht unmittelbar den GdB mit dem MdE gleichsetzen und dich nochmal von vorne bis hinten durch einen möglichst abschreckenden bürokratischen Antrags- und Anerkennungsprozess schicken, aber die Bewertungsmaßstäbe für GdB und MdE sollten identisch sein. Sprich: die GUV wird schon einiges erklären müssen, wenn sie bei GdB 100 nicht auch MdE 100 bewilligt.
Siehe
landingpages.wolterskluwer.de/media/land.../gdb_mde_tabelle.pdf

Nun ist jedoch M. Myelom bisher nur in Verbindung mit langjähriger Benzol-Exposition unter BK1318 anerkennbar, mit viel Glück auch bei Exposition zu ionisierende Strahlen als BK2402, und mit lottomäßigem Glück bei anderen nachweislich arbeitsbedingten Ursachen.

Aber ich schweife ab... 1430 € weniger zu versteuerndes Einkommen dürften erstmal der wesentliche Vorteil für Euch nun sein.
Liebe Grüße gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

Mich78 antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
04 Aug. 2016 14:27
  • Mich78
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Hallo zusammen,

anbei ein aktueller Link von 2016 bzgl. der "Vorteile"

www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf


Gruß
Mich

Margret antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
04 Aug. 2016 12:53 - 04 Aug. 2016 13:19
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Hallo in die Runde,

ich hatte die Liste der Vergünstigungen zu den einzelnen GdB schon öfter hier eingestellt, ist wohl in den Tiefen des www entschwunden - hier gern nochmals:

Liste: GdB - Vorteile

Die Liste ist von 2010, es ist möglich, dass sich kleinere Details geändert haben.

Ergänzend ein Link zu einer Kurzübersicht der Lohnsteuerhilfe:

Steuervorteile

Liebe Grüße in die Runde,
Margret
Letzte Änderung: 04 Aug. 2016 13:19 von Margret.

Mira antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
04 Aug. 2016 10:53
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    03 Februar 2014
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Hallo Helga,
Ich glaube wenn man eine SZT hatte, geben die für die erste 5 Jahre grundsätzlich 100%. Ich habe nach der SZT 100% bekommen und genau 5 Jahre danach die Mitteilung, dass auf 70% runter gesetzt wird. Dem habe ich widersprochen weil ausgerechnet die Sachen die mir am meisten Probleme machen und Schmerzen bereiten nicht berücksichtigt wurden (auch nicht bei der 100%). Das war vor 5 Monate, jetzt sind sie immer noch am überprüfen.
Aber ich bin auch der Meinung dass es außer eine Steuerpauschale wohl nichts gibt. Die Differenz zwischen GdB 70% und GdB 100% mach gerade mal € 530 mehr. Das was man als Steuervergünstigung absetzen kann ist eher ein Lachnummer. Wenn man GdB 100% nimmt, mit €1420 und ein Steuersatz von 30% hat, bekommen man €35 im Monat als "Vergünstigung", bei 70% und € 890 sind es noch €22/Monat. Die Differenz ist also nicht die Welt. Bin aber nicht sicher ob man bei ein GdB von 100% nicht noch andere Kosten absetzen kann, die man sonst nicht bekommt. Ist hier einer im Forum der das weiß?
LG
Mira

helga antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
04 Aug. 2016 09:51
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Guten morgen, liebe mmler,
ich muß jetzt mal was zum besten geben: voriges Jahr hatte ich ein gdb beantragt.
MM + 3 Wirbeleinbrüche + Bauchoperation mit dickdarmteilentfernung und künstlichem ausgang.
damals war ich echt total elend und bekam "nur" 70 % GdB. Wir hatten damals keine Kraft dagegen
anzugehen. Nun wurde ich angeschrieben, ob sich an meinem Gesundheitszustand was geändert
hätte (jaaaaa wunderheilung..........). da habe ich den Bericht von der HD mit stammzellenrückgabe
mit eingereicht und heute bekomme ich den Bescheid 100 %.????? was ist da denn los?
Ich fühle mich im Moment bedeutend besser, als vor einem Jahr. verrückt!!
Außer Steuervergünstigung bringt mir das jetzt nichts, oder ?
Gruß Helga, deren Ehemann total verunsichert ist, ob er mir noch was zumuten kann................

gex antwortete auf Antrag Grad der Behinderung
26 Juli 2016 19:52
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    15 Juni 2016
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Hallo Manu
hmmm.. da die Ärzte dir keine Behandlungsbedürfigkeit bescheinigen und wahrscheinlich auch keine Progression der Krankheit, hättest du wohl höchstens noch eine Chance auf Höherstufung, wenn Du darlegen kannst, dass die Beschwerden dich dauerhaft belasten und "wesentliche" Auswirkungen auf den Allgemeinzustand vorliegen, und dass sie vom MM herkommen (wieder Kooperation deiner Ärzte gefragt). Wird aber wohl ein zäher Kampf mit dem Amt, und evtl. bleibt nur der Weg zum Sozialgericht. Fraglich, ob es sich lohnt. Bei mir interessiert es das Versorgungsamt bis heute nicht, dass ich nachweislich und immer wieder 10 Wochen jährlich arbeitsunfähig bin, also klar dauerhaft wesentliche Beschwerden vorliegen. Mein Fall liegt nun seit 13 Monaten beim Sozialgericht und das hat erstmal wieder von vorne angefangen, Akten einzuholen und viel bedrucktes Papier zu erzeugen..... Ermüdend..
LG gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR