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13 Apr. 2012 10:33
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo Rudi,

meine Mutter ist zwar 70, aber von ihrer Konstitution, Lebensart etc. wahrscheinlich maximal 60. Sie ist angeblich auch schon in einer Forschungsgruppe, aber ich bin bei den Gesprächen noch nicht dabei gewesen und gehe erst in 10 Tagen mit.

Wir werden sehen, was uns die Ärzte empfehlen, aber auf jeden Fall ist es eine verdammte Frechheit, daß man ihre Blutwerte nicht im Herbst 2011 richtig eingeschätzt hat. Da haben wir wohl viel Zeit verloren.

Meine Mutter leidet immer schon an Herpes und hat auch jetzt eine Herpesinfektion - kann das die Werte beeinflussen?

Knochenmarksbiopsie dürfte fachmännisch durchgeführt worden sein. Jetzt abwarten.


12 Apr. 2012 23:03
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Pat,
das ß2M (Beta 2 Microglobulin) ist ein Marker für die Tumormasse beim multiplen Myelom.
Nach dem neuen ISS Einstufungsschema gibt es ja Stadium 1, 2 und 3.
Bei ß2M > 5,5 mg/l wird man in Stadium 3 eingestuft - die höchste Stufe !

In diesem Fall sollte man schon mit einer Therapie beginnen um die Tumormasse zu senken. Differentialdiagnostisch müssen die Onkologen natürlich abklären, ob das erhöhte ß2M nicht von anderen Faktoren erhöht sein könnte.
Im Alter von 70 kommt normalerweise keine Stammzelltransplantation mehr in Frage sondern die normale Chemotherapie in Verbindung mit neuen Medikamenten wie. z.B. Velcade (Melphalan+Velcade+Dexamethason).

Als ich Anfang 2011 in Würzburg die 2. autologe SZT hatte, war bei mir auf dem Doppelzimmer ein 70 jähriger noch fitter Patient, der eine dosisreduzierte autologe SZT mit 140mg Melphalan anstelle der üblichen 200mg machte.
Also bei recht fitten Patienten ohne schwerwiegende Co-Morbiditäten (andere Organschäden) wird in einzelnen Fällen heute durchaus auch die autologe Stammzelltransplantation durchgeführt.
Wenn eine entgültige Diagnose und Therapie ansteht, dann solltet ihr Euch eine Zweitmeinung von einem großen und erfahrenen Myelom-Zentrum einholen.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

12 Apr. 2012 21:51
  • sergio
  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
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Hallo Gast,
bei mir war es bei der Diagnose aehnlich, die Blutwerte alle im Normbereich, auch das Haemoglobin, nur LK Kappa Ausscheidung im Urin, und im Blut, war auch bei ca. 1200 mg/l.
Ich hatte nur betraechtliche Osteolysen an der Wirbelsaeule und anderen Knochen, symptomatisch war eigentlich nur die Muedigkeit und die Knochenschmerzen, das war vor 4 Jahren, ich muss sagen, es geht mir jetzt fast besser als damals, zumindest psychisch.

Sergio

12 Apr. 2012 19:42
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hi Pat

Ob nun Weihrauchkapseln oder Laetril, ich würd zuerst mal alle Auswertungen abwarten, und danach eventuel auf die Suche gehen nach Alternativen Zusatzprodukten.

Persöhnlich habe ich nie Weihrauchkapseln oder Laetril eingenommen, weiss aber von einem Fall hier, aus dem alten Forum, der Patient hatte sich mit Aprikosenkernen eine irreparable Vergiftung durch die Blausäure zugezogen, deshalb tendiere ich eher zu : Finger weg von Laetril

Das ist meine persöhnliche Meinung

Liebe Grüsse

Joseph

12 Apr. 2012 18:29
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Danke für die mutmachenden Worte,
ich habe mich jetzt hier angemeldet.

Ich bin natürlich schon seit Wochen in großer Sorge und lese quasi alles zu dem Thema, was mir in die Finger kommt.

Wie gesagt heute wurde meiner Mutter Blut abgenommen.
Jetzt macht sie den 24h Harn und morgen eben Entnahme Knochenmark durch eine angeblich sehr gute Ärztin.

Ich gehe davon aus, daß nach der Befundung relativ bald mit einer Chemo angefangen werden muss und frage deshalb nach wie hier alternative Heilmethoden wie Weihrauchkapseln bzw Vitamin B17 gesehen werden.

Mein Mitgefühl an alle, die diese blödsinnige Bluterkrankung abbekommen haben.

12 Apr. 2012 17:48
  • theosan
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo Gast,
es liegt offenbar ein Multiples Myelom des Untertyps Kappa-Leichtketten vor. Das muss natürlich durch Onkologen bestätigt werden. Es besteht aber kein Grund zur Panik, wenn außer diesem Blutbild-Befund keinerlei Symptome vorliegen.
Bei mir (78 Jahre) wurde vor drei Jahren bei einer sportärztlichen Untersuchung festgestellt, dass alle Blutwerte von Hämoglobin bis zu den Thrombozyten ca. 30% unter der Untergrenze lagen. Die onkologische Überprüfung ergab dann auch: Multiples Myelom Untertyp Kappa-Leichtketten, Der entsprechende Wert war etwa 20fach überhöht. Aber keinerlei Symptome außer sportlichem Leistungsverlust und auch keine Osteolysen sondern nur Infiltrationen.
Bis heute: Keine Chemo. Keine Medikamente. Nur regelmäßige Bluttransfusionen, die ich nach seinerzeitiger Beurteilung bis zum Lebensende benötigen sollte.
Nach sechs Monaten haben sich alle Blutwerte zur Überraschung auch der Ärzte von allein wieder erholt. Danach auch keine Bluttransfusionen mehr. Der Hb-Wert stieg z.B. von 9,1 auf 15,2. Nur der Kappa-Leichtkettenwert ist noch ca. 7fach überhöht. Ich fühle mich prima, jogge wieder regelmäßig und bin fitter als die meisten meiner Altersgenossen.
Die Krankheitsbilder entwickeln sich gerade im Alter sehr unterschiedlich. Wichtig ist jedoch vor allen Dingen, sich nicht unterkriegen zu lassen und das Leben positiv zu betrachten. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber - wenn sie dann irgendwann ausbrechen sollte - sehr gut behandelbar. In unserem Forum kannst Du hierfür viele Beispiele finden. Kopf hoch!

Alles Gute für Deine Mutter
Hans