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27 Apr. 2015 09:32
  • dani999
  • 416 Beiträge seit
    09 Juni 2013
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Hallo meine tapferen Mitstreiter,

ja das soziale System in Deutschland für dauerhaft Erkrankte ist nicht gerade gut. (Außer man ist Beamter:oops:)

Naja ich bin jetzt seit fast 25 Jahren aus Buchhalter tätig. Erstelle Lohnabrechnungen, Buchhaltungen, Steuererklärungen und Bilanzen.:bang:

Dies ist nicht gerade eine befriedigende Arbeit, aber man kann gut damit verdienen. Als das Krankengeld auslief habe ich jetzt wieder voll zu arbeiten angefangen. Meine IGG´s sind fast wieder in Ausgangsposition also bei 3000.:bang:

Ob das nun von der vielen Arbeit schneller gegangen ist, kann sein, aber irgendwie muss man ja auch Geld verdienen. Harz4 ist für mich keine Option.:o

Eine Erwerbungsunfähigkeitsrente bekomme ich nicht, wenn dann würde es Erwerbsminderungsrente bei mir heißen. Diese wird nochmal erschwerter genehmigt. :bang:

Krankengeld bekommt man ja nur 1,5 Jahre dann ist Schicht im Schacht. Jetzt muss ich wieder bis 05/16 warten bis ich Anspruch habe.:roll:

So jetzt ist es an mir diesen Zeitraum zu überstehen und möglichst viel wieder in die Kassen einzubezahlen. Das Krankengeld wird von den letzten 3 Monatsnettos berechnet.

In den ganzen Jahren musste ich die ganzen Kürzungen im sog. Sozialensystem mit ansehen. Den Bürgern wurde nur immer eine Kurzinfo über die Presse mitgeteilt die sowieso keiner kapiert hat. Erst wenn der Bürger damit zu kämpfen hat wird es ihm bewusst wie schnell man Harz4 ist.

Zb. werden ja keine Umschulungen mehr gewährt früher hatte man ALG I Anspruch (Verjährung nicht 2 sondern 7 Jahre) 3,5 Jahre. (Jetzt sind wir bei einem Höchstanspruch von max 1,5 Jahren) So wären viele Erkrankte geschützt gewesen und könnten evtl. eine Umschulung starten.

Die sog. Rehamassnahmen sind verkommen zur Beurteilung ob arbeitsfähig oder nicht. Man will die Leute so schnell wie möglich wieder arbeitsfähig haben. So kommen sie ja schnelle in Harz4 und müssen vorher alles verbrauchen was sie angesammelt haben.

In diesem Sinne es wird nicht besser werden.:bang:

Auch die Privaten Berufsunfähigkeitsversicherer wollen bei unserer Erkrankung nur über Gerichtsprozesse einen Vergleich erzielen. (wenn man keine passende Rechtsschutz hat hat man eh verloren)

Also jetzt hab ich mich mal ausgekotzt.:wink:

Bis bald

Eure Dani

26 Apr. 2015 21:42
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Ich möchte noch hinzufügen,das ich in Deutschland geboren bin,hier zur Schule gegangen und bis zur Krankheit hier auch gearbeitet und gelebt habe.Ich habe all die Jahre in unser Sozialsystem entsprechend und selbstverständlich die erforderlichen Beiträge ohne Verzug gezahlt.Jährlich bekomme ich mitgeteilt,was ich an Erwerbsunfähigkeitsrente gezahlt bekomme wenn...Ich wäre nicht auf die Idee gekommen vor meiner Altersrente diese soziale Errungenschaft in unserem Land in Anspruch nehmen zu wollen,wenn nicht diese medizinisch schwerwiegende Sache dazwischen gekommen wäre.Ich müsste den Planeten wechseln,es freiwillig darauf ankommen zu lassen in die Situation vor der Behandlung zu kommen.und an uns MM_Kranken liegt es sicher nicht,wenn "keiner mehr arbeiten will"Das Arbeitsamt teilte mir sofort nach Diagnose mit nicht vermittelbar zu sein,Krankengeld und Arbeitslosengeld 1 sind längst ausgelaufen ,ich bin seit 4 Jahren arbeitsunfähig geschrieben und zur Grundkrankheit nun auch psysisch nicht mehr belastbar. Es ist alles in allem die Notlösung schlecht hin,das weitere Leben durch eine gravierende Medizin,an der ich fast das Ende,die eigentlich dieses verhindern sollte gefunden hätte,zu finanzieren.Ich habe keine Option für eine Alternative.Das es dieses System in anderen Ländern nicht gibt,hab ich nicht zu verantworten und steht auch zum hier beschriebenen in keinem Verhältnis!Lebt man in solch einem System ,entzieht es sich meiner Kenntnis,wie damit verfahren wird.Elvi.

25 Apr. 2015 22:11
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Nun,liebe Mira!Deine Antwort drückt sich aus,das am besten keiner etwas leistet,weil wir alle krank werden!-Menschen sind in ihrer Biologie x-Grundverschieden!Jeder ist anders.Manchen macht auf Grund ihrer Beschaffung nix aus,die können den ganzen Schaffen und sind Abends noch total fit,manche sind das halbe Leben arbeitslos,hatten kaum Stress und fallen um,haben Herzinfarkt und sind auf der Stelle tot(so erst kürzlich in meinem Umfeld passiert).Ein gewisses Maas an Stress ist ja sogar gesund und gewollt.Auch das ist vollkommen verschieden,je Lebensumstand und Verträglichkeit.Ich(wohl auch Rosi)haben aus unseren persönlichen Erleben heraus unsere Ansichten und Erfahrungen hier mitgeteilt.Mit einem entsprechend starken Immunsystem,ohne veränderte Genetik,gäbe es hier keinen Grund uns auszutauschen.Das"WARUM" wir krank geworden sind und mit vermeintlich gesunden und leistungsfähigen Menschen nicht konkurieren können,beschäftigt uns hier immer wieder,schauen doch die meisten,so auch ich,neidisch zu denen die Leisten.Was wäre uns da nicht alles erspart geblieben.Und erst Recht an Einbuse von Lebensqualität!Darüber,das es uns nicht vergönnt ist eben dieses Leben fortzuführen,was auch wir irgendwann vor dem Leistungsafall und so weiter hatten- und wir das Glück haben,eine nun-wenn auch noch nicht ausgeforschte Medikation in Anspruch nehmen dürfen,darüber können wir uns hier in diesem Forum austauschen.Und ich staune,obwohl mir hier alle fremd sind,wieviel bekanntes,was ich auch z.T. so erlebt und gefühlt habe, gelesen und mir mancher Selbstzweifel genommen wurde.Wenn Du eine andere Meinung und Sichtweise hast,ist das Dein gutes Recht und es gibt wieder andere die es genauso wie sehen.-Machen wir also das beste aus unnserer Chance,jeder nach seinem Wille.Wir haben eben das Pech aus dem "normalen"Leben raus zu sein aber das Glück denen die keine Zeit zum bewusstwerden ICH LEBE --und das ist doch jede Menge,oder?Elvi.

25 Apr. 2015 20:34
  • Mira
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
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Hallo,
wenn das auch nur ansatzweise stimmen würde, wieso erkranken dann kleine Kinder an Leukämie? Desweiteren ist mir völlig unbekannt, dass Rentner, die ja kein Berufsstress mehr haben, vor Krebs sicher sind. Sogar Reiche,die eigentlich ein sorgenfreies Leben haben sollten, erkranken an Krebs...... Wir leben in Deutschland in eine Gesellschaft mit soziale Absicherung, also müsste dann die Zahl der Krebserkrankungen hier in Deutschland geringer sein als in andere Länder z.B. Italien, Spanien, wo es gar keine soziale Hängematte gibt? Ist auch nicht zutreffend.
Stellt euch jetzt mal Folgendes vor: alle wollen nicht mehr arbeiten, weil das Stress bedeutet und Krebs erzeugt! Was wollen wir denn essen? trinken? Dann sterben wir nicht an Krebs, sondern verhungern. Stress einzig aufs arbeiten zu beziehen ist schon ein Fehler: es gibt auch emotionale Stress verursacht durch Schicksalsschläge, Streitereien, Neid, Habgier.. Die Art Stress dürfte schlimmere Auswirkungen haben als arbeiten, sofern dass überhaupt als Stress empfunden wird.
LG
Mira

25 Apr. 2015 20:12
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo!Ja,so sehe ich das auch.Die Ärzte sagen,es sei wissentschaftlich nicht erwiesen(also steht es meiner Meinung nach im Raum)und einer der Physiologen hat gesagt das mein Immunsystem bei erneutem aufnehmen von Leistungsstress mit Sicherheit wieder schlapp macht; nur ist es wissentschaftlich nicht erwiesen!Elvi.

25 Apr. 2015 11:57
  • Rosi
  • Autor
  • 76 Beiträge seit
    13 April 2013
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Hallo liebe Mitstreiter und -kämpfer,

ich hab immer mal wieder still mitgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass fast jeder Betroffene beruflich sehr ehrgeizig/arbeitsam war und nicht auf Erholung geachtet hat (keinen Wert drauf gelegt - weil so leistungsfähig). Dass viele trotz eindeutiger Körpersignale weitermachten, bis es nicht mehr ging, dass viele trotz Therapien versuchen wollen oder wollten weiter zu arbeiten. Hab ich nun was reininterpretiert, weil es mich speziell betrifft? Oder haben wir hier eine mögliche Ursache, dass eine MGUS in ein MM übergeht? Wie sehr ihr das?

Alles Gute euch - herzliche Grüße

Rosi