Katrin antwortete auf Tipp für Weiterbehandlung...
08 Apr. 2011 16:59
- Katrin
0 Beiträge seit
12 September 2026
12 September 2026
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hallo jörg,
tut mir leid, dass du auch zu unserer runde dazu stoßen musstest:(
hab gerade deinen beitrag gelesen und es haben sich ein paar fragen aufgetan;
zum einen;hat dein papa eine Hochrisikokonstellation in Form einer chromosomen deletation oder handelt es sich laut deiner aussage nur um eine "aggressivere "erkrankung, weil sie so schnell wieder zurück gekommen ist?
weiters finde ich seltsam, dass die therapie nach erreichen der Cr abgebrochen wurde;logisch erscheint mir, dass kein velcade mehr gegeben wird,
aber es gibt andere alternativen, wo PNP keine nebenwirkung darstellen.
ausserdem wundert es mich, dass nicht bereits in der first line therapie eine stammzellensammlung und transplantation erfolgte?
Im Normalfall, wenn ein Patient die ASZT ablehnt, wird eine therapie mit melphalan ins auge gefasst.(aber da weiß jeanny mehr)
bekam dein papa nur dex und velcade? gar kein drittes kombinationspräperat?
ich glaube, dein papa muss keine angst vor zusätzlichen neuros haben,
denn diese kommen ausschließlich von velcade,was er aber in diesem PNP stadium nicht mehr erhalten wird.
Ich finde schlimm, dass du das gefühl hast, dass sich euer arzt nicht genügend zeit für deinen papa nimmt.
Dabei rate ich dir, den direkten weg zugehen, indem du primär den arzt nach einem gespräch persönlich ohne beisein deines vaters (um ihn nicht unnötig damit zu belasten)konsultierst und ihm deine meinung bezüglich seines arzt-patienten verhältnis preisgibst.
das wirkt meist wunder- glaub mir!
Die meisten Ärzte sind so gestresst und unter ständigen Zeitdruck, dass es ihnen oft nicht bewusst ist, wie sensibel patienten und auch deren angehörige bei solchen gesprächen sind.
Wenn man ihnen kurz klarmacht, dass mehr einfühlungsvermögen erwünscht ist, bekommt man das in der regel auch.
Ich glaube eine höfliche und bestimmte Bitte,
auf die fragen deines Vaters einzugehen ist angebracht und erlaubt.
Zudem erleichtert es vll., wenn ihr euere fragen auf einen zettel zusammenschreibt und in dem arztgespräch schritt für schritt durcharbeitet,hierbei kann der arzt nicht sagen, dass er die restlichen 2 fragen nicht mehr beantwortet.
viele liebe grüße und gute besserung für deinen vater,
Katrin
tut mir leid, dass du auch zu unserer runde dazu stoßen musstest:(
hab gerade deinen beitrag gelesen und es haben sich ein paar fragen aufgetan;
zum einen;hat dein papa eine Hochrisikokonstellation in Form einer chromosomen deletation oder handelt es sich laut deiner aussage nur um eine "aggressivere "erkrankung, weil sie so schnell wieder zurück gekommen ist?
weiters finde ich seltsam, dass die therapie nach erreichen der Cr abgebrochen wurde;logisch erscheint mir, dass kein velcade mehr gegeben wird,
aber es gibt andere alternativen, wo PNP keine nebenwirkung darstellen.
ausserdem wundert es mich, dass nicht bereits in der first line therapie eine stammzellensammlung und transplantation erfolgte?
Im Normalfall, wenn ein Patient die ASZT ablehnt, wird eine therapie mit melphalan ins auge gefasst.(aber da weiß jeanny mehr)
bekam dein papa nur dex und velcade? gar kein drittes kombinationspräperat?
ich glaube, dein papa muss keine angst vor zusätzlichen neuros haben,
denn diese kommen ausschließlich von velcade,was er aber in diesem PNP stadium nicht mehr erhalten wird.
Ich finde schlimm, dass du das gefühl hast, dass sich euer arzt nicht genügend zeit für deinen papa nimmt.
Dabei rate ich dir, den direkten weg zugehen, indem du primär den arzt nach einem gespräch persönlich ohne beisein deines vaters (um ihn nicht unnötig damit zu belasten)konsultierst und ihm deine meinung bezüglich seines arzt-patienten verhältnis preisgibst.
das wirkt meist wunder- glaub mir!
Die meisten Ärzte sind so gestresst und unter ständigen Zeitdruck, dass es ihnen oft nicht bewusst ist, wie sensibel patienten und auch deren angehörige bei solchen gesprächen sind.
Wenn man ihnen kurz klarmacht, dass mehr einfühlungsvermögen erwünscht ist, bekommt man das in der regel auch.
Ich glaube eine höfliche und bestimmte Bitte,
auf die fragen deines Vaters einzugehen ist angebracht und erlaubt.
Zudem erleichtert es vll., wenn ihr euere fragen auf einen zettel zusammenschreibt und in dem arztgespräch schritt für schritt durcharbeitet,hierbei kann der arzt nicht sagen, dass er die restlichen 2 fragen nicht mehr beantwortet.
viele liebe grüße und gute besserung für deinen vater,
Katrin
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Harry antwortete auf Tipp für Weiterbehandlung...
08 Apr. 2011 16:59
- Harry
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12 September 2026
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Hallo Jörg,
die Einholung einer Zweitmeinung halte ich für sehr wichtig. Ich habe mir sogar 4-5 Meinungen eingeholt (u.a. auch bei Prof. Einsele, Würzburg), wo ich auch jetzt in Behandlung bin. Jede Klinik "kocht so ihr eigenes Süppchen" und hält ihre Strategie für die beste (meine pers. Meinung). Es gibt meistens immer ein paar Alternativen. Also nicht verzagen und auch andere Ärzte anhören.
Viel Erfolg
Gruuß Harry
die Einholung einer Zweitmeinung halte ich für sehr wichtig. Ich habe mir sogar 4-5 Meinungen eingeholt (u.a. auch bei Prof. Einsele, Würzburg), wo ich auch jetzt in Behandlung bin. Jede Klinik "kocht so ihr eigenes Süppchen" und hält ihre Strategie für die beste (meine pers. Meinung). Es gibt meistens immer ein paar Alternativen. Also nicht verzagen und auch andere Ärzte anhören.
Viel Erfolg
Gruuß Harry
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Tipp für Weiterbehandlung... wurde erstellt von Jörg
08 Apr. 2011 16:19
- Jörg
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12 September 2026
12 September 2026
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Hallo zusammen,
ich heiße Jörg und bin neu hier im Forum. Ich lese hier zwar seit einiger Zeit mit und bin auch sehr dankbar für die vielen interessanten Informationen, die man hier bekommt, aber dies ist mein erster Beitrag...
Zu meinem Anliegen:
Mein Vater (69 Jahre) hat die Diagnose MM vor ca. einem 3/4 Jahr erhalten (Stage III). Insgesamt hatte er noch Glück im Unglück, da seine Knochen sowie alle restlichen Körperfunktionen noch verhältnismäßig gut in Schuss waren (besser, als der behandelnde Arzt damals vermutete).
Aber weil er wohl eine recht agressive Form des MM hat, wurde sehr schnell mit Velcade und Dexa eine vorbereitende Therapie eingeleitet, die dann in eine Stammzelltherapie münden sollte.
Es waren 4-5 Zyklen Velcade vorgesehen, aber nach 3 Zyklen musste die Therapie abgebrochen werden, da mein Vater eine sehr schwere PNP entwickelte, in derem Verlauf er neben schwersten Schmerzen auch nahezu nicht mehr Lauffähig war. Nach anfänglich großen Problemen, die PNP medikamentös in den Griff zu bekommen (Lyrica brachte kaum Linderung, zusätzliche Gaben anderer Schmerzmittel hatten Persönlichkeitsstörungen zur Folge, zwischenzeitliche stationäre Behandlung in einer Palliativstation...), gehen die Beschwerden nun peu a peu zurück und er kann mittlerweile wieder einigermaßen gut laufen und mit Hilfe von Schmerzpflastern sind auch seine Schmerzen deutlich geringer.
Sehr positiv war, dass die Velcade-behandlung - trotz nur 3 Zyklen - zu einer CR geführt hat, die mehrere Monate anhielt (die Zeit brauchte er aber auch, um die PNP einigermaßen zu überwinden...).
Nun hat er allerdings gestern leider erfahren müssen, dass die Krankheit wieder auf dem Vormarsch ist und er wieder behandelt werden muss.
Nun komme ich auch zu meinem eigentlichen Anliegen:
Nächsten Mittwoch steht wieder mal ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt, Dr. Beck aus der Uni-Klinik in Mainz, an. Ich habe schon mehrere Gespräche miterleben dürfen und bin hin- und hergerissen. Dr. Beck ist zweifellos ein guter Arzt und die Behandlungsentscheidungen scheinen der gängigen Praxis zu entsprechen. Aber sehr negativ empfinde ich, dass er meines Erachtens nur unzureichend auf Fragen meines Vaters eingeht und manchmal sogar etwas genervt wirkt...
Außerdem hat er bislang noch keine Alternative zu der ins Auge gefassten SZT genannt. Seht ihr das auch so, dass für meinen Vater, der sicher körperlich für sein Alter - abgesehen von der PNP - noch sehr gut in Schuss ist, nur die SZT in Frage kommt?
Mein Vater hat verständlicherweise große Angst, dass sich die PNP wieder verschlimmern könnte und ist dementsprechend auch in keiner guten psychischen Verfassung. Auf der anderen Seite hat er große Hoffmung, dass sich seine Krankheit durch eine SZT erst einmal in den Griff bekommen lässt und würde auch nie dem Rat seines Arztes wiedersprechen. meinen Vorschlag, doch einmal eine Zweit- oder gar Drittmeinung einzuholen, wiedersetzt er sich mit den Worten: "Meinst du wirlich, das ändert was?"
Ich denke, ich werde am Wochenende mal Prof. Einsele per Mail kontaktieren und ihn um seinen Rat bitten.
Wie seht ihr die Sache? Ist die SZT einem Patienten zuzumuten, der sich erst von einer schlimmen PNP einigermaßen erholt hat und gerade dabei war, wieder etwas Lebensmut zu fassen?
Ich bin dankbar für jeden Rat...
LG Jörg
ich heiße Jörg und bin neu hier im Forum. Ich lese hier zwar seit einiger Zeit mit und bin auch sehr dankbar für die vielen interessanten Informationen, die man hier bekommt, aber dies ist mein erster Beitrag...
Zu meinem Anliegen:
Mein Vater (69 Jahre) hat die Diagnose MM vor ca. einem 3/4 Jahr erhalten (Stage III). Insgesamt hatte er noch Glück im Unglück, da seine Knochen sowie alle restlichen Körperfunktionen noch verhältnismäßig gut in Schuss waren (besser, als der behandelnde Arzt damals vermutete).
Aber weil er wohl eine recht agressive Form des MM hat, wurde sehr schnell mit Velcade und Dexa eine vorbereitende Therapie eingeleitet, die dann in eine Stammzelltherapie münden sollte.
Es waren 4-5 Zyklen Velcade vorgesehen, aber nach 3 Zyklen musste die Therapie abgebrochen werden, da mein Vater eine sehr schwere PNP entwickelte, in derem Verlauf er neben schwersten Schmerzen auch nahezu nicht mehr Lauffähig war. Nach anfänglich großen Problemen, die PNP medikamentös in den Griff zu bekommen (Lyrica brachte kaum Linderung, zusätzliche Gaben anderer Schmerzmittel hatten Persönlichkeitsstörungen zur Folge, zwischenzeitliche stationäre Behandlung in einer Palliativstation...), gehen die Beschwerden nun peu a peu zurück und er kann mittlerweile wieder einigermaßen gut laufen und mit Hilfe von Schmerzpflastern sind auch seine Schmerzen deutlich geringer.
Sehr positiv war, dass die Velcade-behandlung - trotz nur 3 Zyklen - zu einer CR geführt hat, die mehrere Monate anhielt (die Zeit brauchte er aber auch, um die PNP einigermaßen zu überwinden...).
Nun hat er allerdings gestern leider erfahren müssen, dass die Krankheit wieder auf dem Vormarsch ist und er wieder behandelt werden muss.
Nun komme ich auch zu meinem eigentlichen Anliegen:
Nächsten Mittwoch steht wieder mal ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt, Dr. Beck aus der Uni-Klinik in Mainz, an. Ich habe schon mehrere Gespräche miterleben dürfen und bin hin- und hergerissen. Dr. Beck ist zweifellos ein guter Arzt und die Behandlungsentscheidungen scheinen der gängigen Praxis zu entsprechen. Aber sehr negativ empfinde ich, dass er meines Erachtens nur unzureichend auf Fragen meines Vaters eingeht und manchmal sogar etwas genervt wirkt...
Außerdem hat er bislang noch keine Alternative zu der ins Auge gefassten SZT genannt. Seht ihr das auch so, dass für meinen Vater, der sicher körperlich für sein Alter - abgesehen von der PNP - noch sehr gut in Schuss ist, nur die SZT in Frage kommt?
Mein Vater hat verständlicherweise große Angst, dass sich die PNP wieder verschlimmern könnte und ist dementsprechend auch in keiner guten psychischen Verfassung. Auf der anderen Seite hat er große Hoffmung, dass sich seine Krankheit durch eine SZT erst einmal in den Griff bekommen lässt und würde auch nie dem Rat seines Arztes wiedersprechen. meinen Vorschlag, doch einmal eine Zweit- oder gar Drittmeinung einzuholen, wiedersetzt er sich mit den Worten: "Meinst du wirlich, das ändert was?"
Ich denke, ich werde am Wochenende mal Prof. Einsele per Mail kontaktieren und ihn um seinen Rat bitten.
Wie seht ihr die Sache? Ist die SZT einem Patienten zuzumuten, der sich erst von einer schlimmen PNP einigermaßen erholt hat und gerade dabei war, wieder etwas Lebensmut zu fassen?
Ich bin dankbar für jeden Rat...
LG Jörg
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.