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Pinonella antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
13 Feb. 2022 17:26
  • Pinonella
  • Autor
  • 30 Beiträge seit
    11 Februar 2022
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Hallo Nicole,

Ich habe deinen Post aufmerksam gelesen und danke dir für deine Antwort.

'
Das Einzige, was da wirklich eindeutig interpretierbar steht,
das ist der 1q21 -Zugewinn. Und der ist nicht mit einem aggressiverem, sondern nach der
bislang geltenden medizinischen Einschätzung mit einem schnelleren Verlauf der Krankheit assoziiert.
Das weiß ich ganz genau, weil ich auch diesen 1q21-Zugewinn habe.
Leider stand das so im Laborbericht und der Onko hat das ebenso wiedergegeben.... ok,,dann steht das also
Für einen schnelleren Verlauf, was ja auch nicht toll ist. Aber ich mache das ja jetzt auch schon 7 Jahre mit
Und ich bin lange nicht mehr so hibbelig, wie damals bei der Diagnose MGUS.

Und ich kann dich da beruhigen.
Ich wurde vor mehr als 6 Jahren diagnostiziert und bin jetzt 5,9 Jahre
in Komplettremission ( CR ). Niemand redet mehr von dem "schlimmen"
Zugewinn. Ist plötzlich gar nicht mehr relevant.
Danke, das gibt mir Zutrauen...je mehr ich jetzt gelesen habe, mir meine Werte angeschaut habe,
desto weniger glaube ich, dass irgendwas unternommen wird, es wird wohl bei wait and watch
bleiben.
Ich erinnere mich noch daran, dass mir der Oberarzt 2016 sagte, dass man
noch gar nicht genau wüsste, was dieser Zugewinn genau macht oder ob überhaupt.
Das hätten "die in Heidelberg" ausgegraben und diese Erkenntnis wäre noch recht neu.
Ich habe mich dann kundig gemacht und festgestellt, dass es retropesktive Untersuchungen gab
vor einige Jahren (ich meine, so vor etwa 10 ) und da hat man die Daten von rückgestellten
Blutproben von Patienten ( bei Studienteilnehmern wird das gemacht )
über einen Zeitraum von 25 Jahren auf genetische Veränderungen untersucht.
Und da konnte festgestellt werden, dass die Patienten mit 1q21-Zugewinn schneller tot waren...

Ok, daher rührt das...und so kommt es dann zu den Textbausteine des Labors.

Man nahm an, dass dieser Zugewinn erst im Verlauf der Erkrankung auftritt und das Myelom dann schneller zum Tode führt.
Oder anders ausgedrückt - auch damals gab es schon "langlebige" Patienten ( mehr als 10 Jahre ohne Rezidiv ) und die hatten
allesamt keinen 1q21-Zugewinn.
Aber das war ja auch zu einer Zeit, als man noch nicht viele Behandlungsoptionen hatte.
Ob das heute überhaupt noch ein relevanter Befund ist, das bezweifle ich inzwischen...
Ich bin mal gespannt, wie das am Mittwoch beim Onko abläuft. Mein Männe will das erste
Mal mit zum Termin. Ich messe dem Termin eher weniger Bedeutung bei, denn ich habe ja
Überhaupt keinen Einfluss auf diese Erkrankung und gehe davon aus, daß es wie bisher
mit einer engmaschigen Kontrolle weiter geht und das ist gut.

Liebe Grüße
Pinonella

Logopädin antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
12 Feb. 2022 14:32
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
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Hallo Pinonella,
soweit ich deine Zytogenetik richtig interpretiere,
heißt "ein zusätzliches Signal" erst mal gar nichts...
Das Einzige, was da wirklich eindeutig interpretierbar steht,
das ist der 1q21 -Zugewinn.
Und der ist nicht mit einem aggressiverem, sondern nach der
bislang geltenden medizinischen Einschätzung mit einem
schnelleren Verlauf der Krankheit assoziiert.
Das weiß ich ganz genau, weil ich auch diesen 1q21-Zugewinn habe.
Und ich kann dich da beruhigen.
Ich wurde vor mehr als 6 Jahren diagnostiziert und bin jetzt 5,9 Jahre
in Komplettremission ( CR ). Niemand redet mehr von dem "schlimmen"
Zugewinn. Ist plötzlich gar nicht mehr relevant.
Ich erinnere mich noch daran, dass mir der Oberarzt 2016 sagte, dass man
noch gar nicht genau wüsste, was dieser Zugewinn genau macht oder ob überhaupt.
Das hätten "die in Heidelberg" ausgegraben und diese Erkenntnis wäre noch recht neu.
Ich habe mich dann kundig gemacht und festgestellt, dass es retropesktive Untersuchungen gab
vor einige Jahren (ich meine, so vor etwa 10 ) und da hat man die Daten von rückgestellten
Blutproben von Patienten ( bei Studienteilnehmern wird das gemacht )
über einen Zeitraum von 25 Jahren auf genetische Veränderungen untersucht.
Und da konnte festgestellt werden, dass die Patienten mit 1q21-Zugewinn schneller tot waren...
Man nahm an, dass dieser Zugewinn erst im Verlauf der Erkrankung auftritt und das Myelom dann schneller zum Tode führt.
Oder anders ausgedrückt - auch damals gab es schon "langlebige" Patienten ( mehr als 10 Jahre ohne Rezidiv ) und die hatten
allesamt keinen 1q21-Zugewinn.
Aber das war ja auch zu einer Zeit, als man noch nicht viele Behandlungsoptionen hatte.
Ob das heute überhaupt noch ein relevanter Befund ist, das bezweifle ich inzwischen...
Liebe Grüße
Nicole

Pinonella antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
12 Feb. 2022 12:22
  • Pinonella
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    11 Februar 2022
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Hallo Markus,

die Einstufung Multiples Myelom erfolgte jetzt im Januar aufgrund der Knocheninfiltritation (größer10%).

Dass ist richtig...

Die Hochrisikozytogenetik ist für die Prognose (wie schnell wird sich die Krankheit weiterentwicklen, wie gut wird die Behandlung anschlagen, wie groß ist die Chance in X-Jahren noch am Leben zu sein) relevant, nicht aber ob aktuell schon eine Behandlungspflicht vorliegt.

Ok, ich dachte, wenn es um einen aggressiven Verlauf geht, würde man nicht länger mit einer Behandlung warten wollen.

Ist es noch ein smouldering Myelom oder besteht schon Behandlungsbedarf:
Behandlungspflicht besteht wenn EINES der SLIM/CRAB Kriterien erfüllt ist, nicht es müssen mehrere erfüllt sein
Hier ein Link zu unseren Grundlagen, in denen das erläutert wird: www.myelom.org/grundlagen/diagnose/wann-behanden.html

Den Link werde ich lesen, vielen Dank dafür...

Laborwerte sagen nur etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt aus. Also wann wurden die Werte gemessen, ein "Bisher" ist da nichtssagend und verwirrend
Auch gehören zu den Laborwerten immer die Einheiten dazu, ansonsten sind es nur Zahlen ohne jegliche Aussagekraft.

Das stimmt, habe ich vergessen...

Hat man mehrere Messungen vorliegen und vergleicht die Werte über einen längeren Zeitraum erkennt man den Verlauf wie schnell der Krebs wächst, ob sich die Nieren verschelchtern ... Aus dem Verlauf lässt sich dann auch eine Dringlichkeit der Behandlung ableiten.

Werde mir nochmal die Werte der Nephrologen ansehen bzgl. Eiweißproteinurie....

Dein Arzt hat das mit Sicherheit alles im Hinterkopf. Er will noch einen Kollegen hinzuziehen , das ist schon mal nicht verkehrt (entweder ist es bei Dir aktuell grenzwertig oder er ist kein Myelomspezialist ist und tut sich daher mit der Diagnostik schwer)

Ich habe Zutrauen zum Hämatologen/Onkologen....bei jeder Besprechung der erhobenen Werte, hat er mir immer wieder erzählt, auch anhand von Beispielpatienten, wie unbe-
rechenbar die MGUS ist...ich hoffe, er ist nur sehr vorsichtig.

An Deiner Stelle würde ich mich jetzt über die Krankheit, die Interpretation von Laborwerten informieren und mir dann meine Werte und deren Verlauf anschauen.
Hierfür mal ein bisschen in unseren Grundlagen stöbern und auch die ein oder andere Broschüre (z.b. Patientenhandbuch von Heidelberg) durchschmökern
Dann würde ich erstmal abwarten was die Recherche deines Docs ergibt. Beim folgenden Arztgespräch Gespräch sollte er mir seine Beweggründe haarklein erläutern . Falls ich danach imer noch unsicher wäre, würde ich eine Zweitmeinung einholen.[/quote]

Ich weiß nur, dass ich anhand der letzten Blut/Urinwerte niemals darauf gekommen wäre, dass die Biopsie was anderes sagt. Da war zu der Vergangenheit kein Ausreißer für mich dabei.

Ich sehe, ich werde den Kopf noch tiefer in die Unterlagen stecken müssen und bin auf den 16.02. gespannt, was er sagt...und ich werde mir das erläutern lassen.

Auf den Termin werde ich mich vorbereiten und schon mal ein paar Symptome auflisten, die durchaus auch mit der Diagnose zusammen hängen könnten, und Fragen, die ich stellen möchte.

Ich werde berichten und bedanke mich schon mal an dieser Stelle für deine Zeilen....

VG
Pinonella

Pinonella antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
12 Feb. 2022 12:10
  • Pinonella
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  • 30 Beiträge seit
    11 Februar 2022
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Hallo Monika,

hab schon mal vielen Dank für deine Info. Ich werde mich wohl bis nächsten Mittwoch gedulden müssen,
um zu erfragen, mit wem er bereits Kontakt hatte (Würzburg/Heidelberg....) und mir anschließend eine
zweite Meinung einzuholen.

Ich dachte, es wäre nicht so komplex und sorry, dass ich den Werten keine Einheiten angegeben habe.

Ich werde berichten....

VG
Pinonella

klein Grisu antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
12 Feb. 2022 11:55
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
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Hallo Pinonella

willkommen hier im Forum

die Einstufung Multiples Myelom erfolgte jetzt im Januar aufgrund der Knocheninfiltritation (größer10%).

Die Hochrisikozytogenetik ist für die Prognose (wie schnell wird sich die Krankheit weiterentwicklen, wie gut wird die Behandlung anschlagen, wie groß ist die Chance in X-Jahren noch am Leben zu sein) relevant, nicht aber ob aktuell schon eine Behandlungspflicht vorliegt.

Ist es noch ein smouldering Myelom oder besteht schon Behandlungsbedarf:
Behandlungspflicht besteht wenn EINES der SLIM/CRAB Kriterien erfüllt ist, nicht es müssen mehrere erfüllt sein
Hier ein Link zu unseren Grundlagen, in denen das erläutert wird: www.myelom.org/grundlagen/diagnose/wann-behanden.html

Laborwerte sagen nur etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt aus. Also wann wurden die Werte gemessen, ein "Bisher" ist da nichtssagend und verwirrend
Auch gehören zu den Laborwerten immer die Einheiten dazu, ansonsten sind es nur Zahlen ohne jegliche Aussagekraft.
Hat man mehrere Messungen vorliegen und vergleicht die Werte über einen längeren Zeitraum erkennt man den Verlauf wie schnell der Krebs wächst, ob sich die Nieren verschelchtern ... Aus dem Verlauf lässt sich dann auch eine Dringlichkeit der Behandlung ableiten.

Dein Arzt hat das mit Sicherheit alles im Hinterkopf. Er will noch einen Kollegen hinzuziehen , das ist schon mal nicht verkehrt (entweder ist es bei Dir aktuell grenzwertig oder er ist kein Myelomspezialist ist und tut sich daher mit der Diagnostik schwer)

An Deiner Stelle würde ich mich jetzt über die Krankheit, die Interpretation von Laborwerten informieren und mir dann meine Werte und deren Verlauf anschauen.
Hierfür mal ein bisschen in unseren Grundlagen stöbern und auch die ein oder andere Broschüre (z.b. Patientenhandbuch von Heidelberg) durchschmökern
Dann würde ich erstmal abwarten was die Recherche deines Docs ergibt. Beim folgenden Arztgespräch Gespräch sollte er mir seine Beweggründe haarklein erläutern . Falls ich danach imer noch unsicher wäre, würde ich eine Zweitmeinung einholen.

Sonnige Grüße

Markus

Kaeferle antwortete auf Plasmazellmyelom...und jetzt ?
11 Feb. 2022 18:29
  • Kaeferle
  • 175 Beiträge seit
    07 Januar 2018
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Hallo Pionella,
ich finde es macht angesichts der komplexen Diagnose Sinn sich einen Termin in einem Myleomzentrum beispielsweise Würzburg zu holen. Die Mailadresse von Prof. Einsele findest Du über med. Beirat.
alles Gute für Dich!
Monika