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Waldemar antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 13:44
  • Waldemar
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Danke für den Hinweis auf die Fachinfo. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auf S.3 steht nach ASZT im Rahmen einer Erhaltungstherapie als geringste Dosis in der Tabelle 5 mg, es stellt sich jedoch u.a. die Frage, ob in der Fachinfo auch die
Neue(n) Erkenntnisse zu Lenalidomid und Pomalidomid bezüglich
Proteinregulation
www.myelom.org/neuigkeiten.html?start=20
berücksichtigt sind.
Es folgt ein Zitat aus der Studie, die ich abgesehen von den weiteren Forschungsperspektiven so interpretiere, als ob Revlemid, das zu den IMiDs gehört, Krebszellen definitiv aushungert. Welche Dosierung im Rahmen einer Erhaltungstherapie dafür jedoch mindestens notwendig ist, wie langer der Effekt anhält etc. ist für mich als Laien alles sehr schwer zu beurteilen. Ich bin wie gesagt seit längerer Zeit auf 2,5 mg und frage mich, ob ich vielleicht lieber wieder auf eine größere Dosis gehen soll, da ich mittlerweile 2x gegen Corona geimpft bin. Andererseits meint meine Onkologin, dass man "normalerweise" nach 2 Jahren mit Revlemid aufhört. Ich kenne zudem ein Myelom Patienten, der wie ich eine ASZT gemacht hat und dem von seinem Arzt (einem renommierten Prof.) freigestellt wurde, kein Revlemid zu nehmen. Mit anderen Worten: Abgesehen von Schmerzmitteln nimmt dieser Patient keinerlei Mittel gegen den Krebs ein - keine Ahnung, was ich davon halten soll, aber ich glaube, ich schweife nun vielleicht doch etwas vom Kernthema ab...
"Im Multiplen Myelom sind insbesondere die Proteine CD98hc und LAT1 betroffen. Gemeinsam gewährleisten diese
Proteine üblicherweise die Versorgung der Krebszellen mit Aminosäuren. Da die Krebszellen beim Multiplen Myelom einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen wie Aminosäuren haben, kommen CD98hc und LAT1 in Myelomzellen in großen Mengen vor. Das Forschungsteam hat nun gezeigt, dass die Behandlung mit IMiDs die Aufnahme von essentiellen Aminosäuren deutlich reduziert und dadurch das Wachstum der Tumorzellen hemmt. „Die Krebszellen werden hierdurch sprichwörtlich ausgehungert“, erklärt Michael Heider, Erstautor der Studie."

Triple M antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 11:53
  • Triple M
  • 61 Beiträge seit
    30 Juni 2017
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Hallo Zusammen,

zur Diskussion um die Wirksamkeit der Dosierung mit 2,5mg/d hilft die Fachinformation weiter, die man hier herunterladen kann (Achtung: nicht die Gebrauchsinformation = Packungsbeilage)

service.celgene.de/Arzneimittelinformati...rmationen/index.html

Danach kann man bei nicht transplantierbaren Patienten und in Kombination mit anderen Medikamenten die Dosis durchaus auf 2,5 mg/d reduzieren. Für die Erhaltungstherapie nach ASCT ist dies dagegen explizit nicht vorgesehen (vgl. S. 3). Hier soll laut Fachinformation eine Dosis von 5mg/d nicht unterschritten werden. (Warum das so ist, erschließt sich mir als medizinischem Laien allerdings nicht.)

Wann diese Info in die Fachinformation aufgenommen wurde, weiß ich nicht. So ganz rumgesprochen hat es sich nach meiner Erfahrung unter den behandelnden Ärzten jedenfalls nicht. Ich selbst war vor nicht allzu langer Zeit auch mal vorübergehend auf 2,5 mg/d, was mein heimischer Onkologe da schon kritisch hinterfragt hatte.

Interessant ist vielleicht noch der Hinweis in der Fachinformation auf die mögliche ergänzende Einnahme von Wachstumsfaktoren (G-CSF), wenn man die Dosierung beibehalten möchte und Neutropenie das einzige Problem ist.

Euch allen maximalen Therapie-Erfolg und viele Grüße
Triple M

P.S.: Jo, vielen Dank für Deine immer wieder spannenden Infos in Sachen Reizdarmproblematik!

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Jo antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 10:29
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Foristen, hier noch eine interessante Info zu den Nebenwirkungen von Revlimid. Warum haben so viele von Euch auch Krämpfe im Darm. Ich hatte kürzlich noch während der Revlimideinnahme zur Vorsorge eine Darmspiegelung und bat den Gasteroentologen sich auch meinen Mastdarm anzuschauen, da mich dort schon lange innere Hämorrhoiden ärgern würden. Nach der Untersuchung teilte er mir mit, dass ich wohl keine Hämorrhoiden ( sprich Gewebsschwäche) hätte. Die Schmerzen würden durch Mastdarmkrämpfe (unter Schmerzen) ausgelöst. Diese würden immer dann entstehen, wenn die feinen Kapillararterien verengt sind und ein Blutstau dabei entsteht, Revlimid kann das sicher verursachen. Die Kaskade, die darauf dann folgt ist eine Reizdarmsymptomatik, bei dem überhaupt kein Nahrungsbrei mehr eingedickt wird. Wenn man das Präparat schon nicht absetzen wolle, empfahl er Zäpfchen mit Hyaluronsäure, Strohbaum und Teebaum (rezeptfrei) zur Linderung. Mir hat das geholfen. LG Jo

puhsig antwortete auf Revlimid - Erfahrung
08 Juni 2021 09:35
  • puhsig
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    11 September 2026
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Hallo Waldemar!
Ich muss sagen, bei meiner Mama wurde von Anfang 2,5 mg Revlimid verschrieben, da sie sehr schwach war. Und ihrer Werte haben sich sogar gebessert. Sie hat natürlich auch nicht so lange genommen wie du. Aber die Wirksamkeit besteht auch bei 2,5 mg Alles Gute für dich.

miregal antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Juni 2021 21:42
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
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120000€ jährlich für Revlimid prophylaktisch ist schon starker tobak ...

Jo antwortete auf Revlimid - Erfahrung
07 Juni 2021 19:37 - 07 Juni 2021 19:44
  • Jo
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    11 September 2026
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Hallo Waldemar, über die Dauer der Erhaltungstherapie mit Revlimid gehen die Meinungen stark auseinander. Fast jeder hat mit Nebenwirkungen zu tun ( Reizdarmsymptomatik, fehlende Rückresorption von Gallensäuren, perifere Durchblutungsstörungen, Polyneuropathien). Es ist daher immer eine individuelle Abwägung des Nutzens zum entstehenden Schaden. Wenn das Myelom aggressiv ist, wird dieser Modulator einen erneuten Ausbruch ohnehin nicht verhindern können. Ob Revlimid nach zwei Jahren regelmäßiger Einnahme überhaupt noch einen Nutzen bringt, ist total unklar. Man nimmt es aber vorsichtshalber weiter. Das wäre ja eigentlich eine prophylaktische Einnahme dieses Medikamentes. Niemand käme auf die Idee, so mit Schmerzmitteln zu verfahren, um nicht in Abhängigkeit zu geraten- Man diskutiert auch, ob Revlimid nach Langzeiteinnahme nicht ein stumpfes Instrument wird und Jahre später im Rezidiv vielleicht. noch einmal größeren Nutzen bringen könnte, wenn man es bei Zeiten absetzt.Unser Salwender meinte, es sei unklar, ob eine Dosis unter 5 mg den Modulationseffekt überhaupt noch richtig erfüllen kann. Ich habe im letzten Quartal des letzten Jahres meine Dosis von 10 auf 5 mg reduziert und ab Jan 2021 Revlimid komplett abgesetzt. Bespricht doch die Absetzung einmal mit deinem Onkologen. LG Jo
Letzte Änderung: 07 Juni 2021 19:44 von Jo.