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leopoldi antwortete auf Beistand bei allogener Transplantation ?
26 Nov. 2010 11:23
- leopoldi
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1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
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Lieber Harry,
nein, Du siehst das nicht verkehrt. Es ist nicht einfach, so eine Krankheit zu bewältigen; nebenbei muss die Familie weiter laufen, Geld ins Haus kommen, Alltag gelebt werden ...
Ich habe das Glück, dass ich in meinem Halbtagsjob dank Gleitzeit und verständnisvoller Kollegen ziemlich flexibel sein darf. Zu Anfang unserer Diagnose wurde mein Mann 150 km entfernt behandelt. Da habe ich tatsächlich einen Großteil meines Urlaubs geopfert, mir jede Woche einmal ein Zimmer genommen, so dass ich neben den Wochenenden auch unter der Woche zwei Tage da sein konnte.
Heuer im Mai bekam mein Mann in Würzburg die Allogene. Würzburg sind von uns nur 90 km, ich bin so oft es geht gefahren, oft auch erst Mittags; leidtragend waren die Kinder. Bei 250 km siehts aber natürlich nochmal ganz anders aus ...
Allerdings kann ich sagen, dass es meinem Mann während der Allogenen deutlich besser ging als während der Autologen. Außerdem ist während des Klinikaufenthalts eine gute Versorgung gewährleistet. Im Normalfall liegt man auch während der Allo in Zweibettzimmern. Da bleibt zu überlegen, inwieweit Urlaub nach der Entlassung sinnvoller untergebracht wäre. Aber ganz ehrlich gesagt, wenn der Partner immer funktioniert, dann ist auch mal ein ,Krankenschein' gerechtfertigt. Nach den vielen Höhen und Tiefen hatte ich keine Hemmungen und mein Hausarzt hat auch keine Sekunde gezögert.
Noch etwas Bürokratie wegen der Besuchsfahrten: Lass Dir von den Ärzten was schreiben, dass die Begleitung der Angehörigen aus psychologischer Sicht notwendig ist. Dazu hab ich mir jeden Besuch von den Schwestern mit einem Stempel quittieren lassen. In dem Fall kann man die Fahrtkosten bei der Steuererklärung geltend machen. Manche Finanzamter wollen einen bestimmten Wortlaut (§ ....) haben. Kann nicht schaden, sich da mal zu erkundigen.
Bekommst Du vor der Allo dann noch eine Autologe?
Ich weiß nicht, wie flexibel Deine Frau im Job ist; günstig wäre, die Sache auf sich zukommen zu lassen und dann spontan nach Gefühlslage entscheiden zu können.
Ich wünsche Dir alles Gute, wenig Nebenwirkungen und viel Erfolg.
LGe
Monika
nein, Du siehst das nicht verkehrt. Es ist nicht einfach, so eine Krankheit zu bewältigen; nebenbei muss die Familie weiter laufen, Geld ins Haus kommen, Alltag gelebt werden ...
Ich habe das Glück, dass ich in meinem Halbtagsjob dank Gleitzeit und verständnisvoller Kollegen ziemlich flexibel sein darf. Zu Anfang unserer Diagnose wurde mein Mann 150 km entfernt behandelt. Da habe ich tatsächlich einen Großteil meines Urlaubs geopfert, mir jede Woche einmal ein Zimmer genommen, so dass ich neben den Wochenenden auch unter der Woche zwei Tage da sein konnte.
Heuer im Mai bekam mein Mann in Würzburg die Allogene. Würzburg sind von uns nur 90 km, ich bin so oft es geht gefahren, oft auch erst Mittags; leidtragend waren die Kinder. Bei 250 km siehts aber natürlich nochmal ganz anders aus ...
Allerdings kann ich sagen, dass es meinem Mann während der Allogenen deutlich besser ging als während der Autologen. Außerdem ist während des Klinikaufenthalts eine gute Versorgung gewährleistet. Im Normalfall liegt man auch während der Allo in Zweibettzimmern. Da bleibt zu überlegen, inwieweit Urlaub nach der Entlassung sinnvoller untergebracht wäre. Aber ganz ehrlich gesagt, wenn der Partner immer funktioniert, dann ist auch mal ein ,Krankenschein' gerechtfertigt. Nach den vielen Höhen und Tiefen hatte ich keine Hemmungen und mein Hausarzt hat auch keine Sekunde gezögert.
Noch etwas Bürokratie wegen der Besuchsfahrten: Lass Dir von den Ärzten was schreiben, dass die Begleitung der Angehörigen aus psychologischer Sicht notwendig ist. Dazu hab ich mir jeden Besuch von den Schwestern mit einem Stempel quittieren lassen. In dem Fall kann man die Fahrtkosten bei der Steuererklärung geltend machen. Manche Finanzamter wollen einen bestimmten Wortlaut (§ ....) haben. Kann nicht schaden, sich da mal zu erkundigen.
Bekommst Du vor der Allo dann noch eine Autologe?
Ich weiß nicht, wie flexibel Deine Frau im Job ist; günstig wäre, die Sache auf sich zukommen zu lassen und dann spontan nach Gefühlslage entscheiden zu können.
Ich wünsche Dir alles Gute, wenig Nebenwirkungen und viel Erfolg.
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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Beistand bei allogener Transplantation ? wurde erstellt von Harry
26 Nov. 2010 10:50
- Harry
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11 September 2026
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Hallo Liebe Forum-Gemeinde,
im Januar werde ich in Würzburg allogen transplantiert. (meine Schwester ist 100 % HLA-identisch). Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, da ich sonst keine Ruhe finde. Die letzten 3 Wochen habe ich in der Uni Würzburg verbracht (Chemo um eine Remission zu erlangen für die Transplantation). Dort habe ich jemanden kennengelernt, der allogen transplantiert wurde. Seine Frau hat ihm in dieser schweren Zeit (6 Wochen Klinikaufenthalt) sehr zu Seite gestanden, was ich sehr gut finde. Nun aber meine Frage: Ich wohne 250 km von Würzburg entfernt und meine Frau geht arbeiten. Die Angehörigen können doch nicht 6 Wochen Urlaub machen um immer an der Seite des Patienten zu stehen. Natürlich, wenn es jemandem schlecht geht, dass der Partner dann Urlaub macht oder an den Wochenenden kommt, aber generell kann doch nicht immer jemand zur Stelle stehen, vielleicht "braucht man ja auch mal seine Ruhe". Sehe ich das verkehrt oder wie habt ihr das gemacht oder wie würdet ihr das machen ? Für Eure Antworten im voraus besten Dank.
im Januar werde ich in Würzburg allogen transplantiert. (meine Schwester ist 100 % HLA-identisch). Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, da ich sonst keine Ruhe finde. Die letzten 3 Wochen habe ich in der Uni Würzburg verbracht (Chemo um eine Remission zu erlangen für die Transplantation). Dort habe ich jemanden kennengelernt, der allogen transplantiert wurde. Seine Frau hat ihm in dieser schweren Zeit (6 Wochen Klinikaufenthalt) sehr zu Seite gestanden, was ich sehr gut finde. Nun aber meine Frage: Ich wohne 250 km von Würzburg entfernt und meine Frau geht arbeiten. Die Angehörigen können doch nicht 6 Wochen Urlaub machen um immer an der Seite des Patienten zu stehen. Natürlich, wenn es jemandem schlecht geht, dass der Partner dann Urlaub macht oder an den Wochenenden kommt, aber generell kann doch nicht immer jemand zur Stelle stehen, vielleicht "braucht man ja auch mal seine Ruhe". Sehe ich das verkehrt oder wie habt ihr das gemacht oder wie würdet ihr das machen ? Für Eure Antworten im voraus besten Dank.
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