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Margret antwortete auf Mitspracherecht beim Rehaort?
16 Sep. 2010 16:37
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Rudi, dein Beitrag ist missverständlich. Nein, der Patient kann die Reha-Klinik nicht selbst und frei wählen!

Grundsätzlich entscheidet der Kostenträger, welche Einrichtung gewählt wird. Er ist aber verpflichtet, Wünsche des Patienten zu berücksichtigen und insbesondere ärztliche Empfehlungen in seine Entscheidung einzubeziehen.

Im konkreten Fall weiss ich nicht, ob Magreth Wünsche geäußert hat und ob die Ärzte bestimmte Empfehlungen abgegeben haben.

Natürlich kann man gegen einen Bescheid Widerspruch einlegen - dieser muss aber sorgfältig erstellt und nachvollziehbar begründet sein. Die Widerrufsbelehrung findest du auf der Zusage, meist im "kleingedruckten" oder auf der Rückseite. Ein einfacher Satz "da will ich nicht hin" reicht gewiss nicht. Magreth, du hast ja schon eine Reihe Argumente gesammelt - diese solltest du in deinem Widerspruch (schriftlich, Einschreiben, Fristen beachten) auch klar so nennen. Du kannst auch Ausdrucke aus dem Internet mit den negativen Beurteilungen etc. beifügen. Bitte dann darum dir eine andere Klinik zuzuweisen, vor allem eine, die auf das MM spezialisiert ist, damit du den größtmöglichen Erfolg aus der Maßnahme ziehen kannst.

Alles Liebe und viel Erfolg,
Margret



rudi antwortete auf Mitspracherecht beim Rehaort?
16 Sep. 2010 15:54
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Margreth,

Rehaklinik kann jeder selbst wählen

Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf eine Reha oder Kur, wenn ihr Gesundheitszustand dies erfordert. Dies entschied jetzt das Hessische Landessozialgericht. Danach muss die Kasse bei der Auswahl der Klinik die besonderen Bedürfnisse und Wünsche des Versicherten berücksichtigen.

In dem Fall hatte der Versicherte eine Kur in einer Fachklinik für Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin beantragt. Er war zu 80 Prozent behindert und die Ärzte hielten die Kur für richtig. Die Kasse lehnte den Antrag ab. Der Kläger nahm die Kur trotzdem und klagte gegen den Bescheid. Er bekam Recht und die Kasse muss ihm nun die Kosten für die Kur erstatten.

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Caro antwortete auf Mitspracherecht beim Rehaort?
16 Sep. 2010 15:24
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Magreth,

frag doch mal den Sozialdienst in deiner Klinik, die kennen sich oft sehr gut aus was machbar ist und was nicht. Wichtig ist doch für Dich, dass du in einer Klinik die Reha machst, die auf das Multiple Myelom ein abgestimmtes Programm hat.

Mein Lebensgefährte war in Freiburg im Breisgau, die sind dort speziell dafür eingerichtet und bieten auch Vorträge für Patienten etc. an. Lass dich nicht zu sehr drängen und wie Jürgen schon sagt, frag auch mal die BfA, mein LG hat die Reha von denen bezahlt bekommen und Freiburg problemlos genehmigt.

Sonst kannst Du auch sicher bei der DLH (Deutsche Lymphom und Leukämie Hilfe) unter :

info@leukaemie-hilfe.de oder Tel. 0228/ 33 889 200 kontaktieren und dort um Infos oder ggfalls. Hilfe bitten.

Auf jeden Fall alles Gute für deine OP und

herzliche Grüße

Caro

Kuddel57 antwortete auf Mitspracherecht beim Rehaort?
16 Sep. 2010 14:33
  • Kuddel57
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Ach Magreth,

in einem Fall wie Deinem möchte man schreien.
Dabei hat wohl jeder von uns es ähnlich erlebt.
Nachsicht haben die Leute hier mit neuen und alten Mitgliedern. Und vielen Dank für Dein weites Ausholen.
Eine Kur brauchst Du und eine vor der Dir graust ist sicher ungeeignet. Geh doch erst mal zu Deiner Kasse und sprich mit der zuständigen Person. Eventuell zeigt sie Dir geeignete Alternativen.
Ob es einen Rechtsanspruch auf die Auswahl gibt bezweifele ich.
Zeitlich ist die Kur jedenfalls eng an die Behandlung gebunden. Dazu hat Rudi erst kürzlich einen Beitrag unter Soziales abgelegt.
Dir gute Besserung und Erholung in einem Kurbetrieb der Dir in guter Erinnerung bleibt.

Liebe Grüße

Jürgen

Mitspracherecht beim Rehaort? wurde erstellt von MonaLisaS
16 Sep. 2010 11:55
  • MonaLisaS
  • Autor
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    11 September 2026
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Ich bin neu hier.. Also bitte ich erst einmal um Nachsicht.. falls ich jetzt eine Frage stelle, die schon öfter hier gefallen ist..
Aber vielleicht erst einmal meine Krankheitsgeschichte..
Ich bin so gut wie 53 Jahre.. und bis Juli 2008 fit wie ein Turnschuh... Dann ging es mit Schmerzen los.. Erst in den Rippen, dann die Hüfte.. Untersuchungen.. Blut, Röntgen, CT.. Ein Ortopäde meinte: zu wenig Sport.. (lachhafte Diagnose) Meine Ärztin tippte auf eine Art Wanderrheuma.. Beim Aufsteigen auf mein Rad ein schlimmer Schmerz.. Zwar war mein erster Gedanke: der ist gebrochen.. aber wer glaubt schon, sich so spontan den Arm zu brechen? Eine Woche später riet mein Orthopäde dazu, (der hatte auch meine Blutbefunde gesehen) ins Krankenhaus zu gehen, zwei Tage später mene Hausärztin auch.. Dort zeigten sich beim Röntgen des Armes Löcher.. Deshalb sollte der Knochen stabilisiert werden.. Bei der OP dann: Der Arm war bereits gebrochen (also doch) und einen Tag später die Diagnose: Plasmozytom.. KEINE ERKLÄRUNG was ich überhaut habe.. Erst auf direktes Nachfragen erfuhr ich dann, das es Krebs ist..
Die Behandlung erfolgte dann im Klinikum Oldenburg.. Wofür ich noch heute dankbar bin.. denn dort war ich in besten Händen..Dort erfolgte dann erst die Aufklärung.. Dort stellte sich dann auch heraus, das es kein Plasmozytom, sondern ein Multibles Myelom ist.. Multible Ostelysen Schädel, Wirbelsäule, Becken, Rippen, Fermura, Humerus bds.
Aber jetzt.. (endlich..) zu meiner eigentlichen Frage..
Eine Kur sofort nach meiner letzten Krankenhausentlassung machte keinen Sinn.. bei mir ging gar nichts .. Pflegestufe II
Jetzt habe eine Reha beantragt.. Die abgelehnt wurde.. Sowohl ich, als auch meine Ärztin haben dagen sofort Widerspruch eingelegt..Gestern mußte ich zu einer Ärztin (wie ich meinte wegen meinem neuerlichen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente.. Sie dagegen war angescrieben worden, weil sie meine Kurfähigkeit beurteilen sollte.. Ihr Fazit: Da ich im Moment an einer Chronischen Pansinusitis leide, die nächsten Monat operativ behandelt werden soll, sollte ich die OP besser erst einmal abwarten, und dann, wenn ich deswegen im Krankenhaus bin, von dort eine AHB beantragen..
HEUTE: bekomme ich dann ein Schreiben meiner Krankenkasse: Kur genehmigt..!!
In der Klinik "Am Burggraben" in Bad Salzuflen..
Ich habe dann ein wenig gegoogelt.. und bin nicht gerade über erfreuliches gestoßen.. Viele schlechte Beurteilungen.. Noch dazu sind in der Klinik seit August diesen Jahres (bis 2013) ansch. die Bauarbeiter von Morgens bis Abends am ackern.. mit soviel Lärm, das an die Patienten sogar Oropax verteilt wrd.. Der Hammer: Ein Arzt (!) der Klinik hat eine positive Beurteilung für die Klink abgegeben (gibt sich als zufriedener Patient aus.. fand ich krass..)
Schon allein wegen der Psyche möchte ich unbedingt eine Kur machen.. Die ist momentan sehr sehr angeknackst.. Aber dahin.? Möchte ich nicht wirklich.. :(
Habe ich bei der Wahl der Klinik denn gar kein Mitspracherecht..? Kann ich DIE Klinik ablehnen?
Oder ist hier vielleicht jemand, der selber Erfahrungswerte mit der Klinik hat.. und mich insofern etwas "beruhigen" kann..?
Die erste Kur meines Lebens, und dann so was.. Ablehnung, obwohl ich wirklich eine Reha brauche, und dann in eine Klinik, vor der mich graust..
Sorry, wenn ich ein wenig weit ausgeholt habe..
Dankeschön schon mal..
Magreth..