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lisa_kotschi antwortete auf An alle Angehörigen
24 Jan. 2011 12:14
- lisa_kotschi
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1139 Beiträge seit
27 Oktober 2009
27 Oktober 2009
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Liebe Walter,
Deine Würdigung der Anhörigen am Beispiel Deiner Frau hat mich sehr berührt und ich bin (als langjährige Angehörige) unendlich dankbar für Deine Worte.
Ich gebe Dir Recht, dass sich Angehörige häufig weit über ihre psychischen und physischen Grenzen hinaus darum kümmern, dem erkrankten Partner einerseits bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig versuchen, Familie und die Rahmenbedingungen "aufrecht" zu erhalten.
Trotz aller Schwierigkeiten habe ich selbst versucht, mir noch eine "Kraftquelle" einzuräumen, wo ich jenseits von Krankheit und täglichen Pflichten, Kraft und Freude tanken konnte.
Im Buch von Simonton "Wieder gesund werden" (z.T. veraltet und überholt) gibt es einen Abschnitt auch für Angehörige. Der hat mir sehr geholfen, viele Jahre meinen Mann zu begleiten, ohne selbst an Erschöpfung zu erkranken. Vielleicht wäre das ein Lesetipp für Dich und Deine Frau.
Darüber hinaus gibt es mittlerweile im Rahmen von Patientenveranstaltungen oder örtlichen MM-Selbsthilfegruppen Treffen und Austauschmöglichkeiten nur für Angehörige, bei denen man sich die Last von der Seele sprechen kann oder einfach nur die Erfahrung machen kann, dass man nicht allein ist. Falls eine MM-SHG in eurer Nähe ist, wäre das evtl. auch eine Möglichkeit.
Sei noch einmal herzlich gedankt für Deinen Beitrag
Lisa
Deine Würdigung der Anhörigen am Beispiel Deiner Frau hat mich sehr berührt und ich bin (als langjährige Angehörige) unendlich dankbar für Deine Worte.
Ich gebe Dir Recht, dass sich Angehörige häufig weit über ihre psychischen und physischen Grenzen hinaus darum kümmern, dem erkrankten Partner einerseits bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig versuchen, Familie und die Rahmenbedingungen "aufrecht" zu erhalten.
Trotz aller Schwierigkeiten habe ich selbst versucht, mir noch eine "Kraftquelle" einzuräumen, wo ich jenseits von Krankheit und täglichen Pflichten, Kraft und Freude tanken konnte.
Im Buch von Simonton "Wieder gesund werden" (z.T. veraltet und überholt) gibt es einen Abschnitt auch für Angehörige. Der hat mir sehr geholfen, viele Jahre meinen Mann zu begleiten, ohne selbst an Erschöpfung zu erkranken. Vielleicht wäre das ein Lesetipp für Dich und Deine Frau.
Darüber hinaus gibt es mittlerweile im Rahmen von Patientenveranstaltungen oder örtlichen MM-Selbsthilfegruppen Treffen und Austauschmöglichkeiten nur für Angehörige, bei denen man sich die Last von der Seele sprechen kann oder einfach nur die Erfahrung machen kann, dass man nicht allein ist. Falls eine MM-SHG in eurer Nähe ist, wäre das evtl. auch eine Möglichkeit.
Sei noch einmal herzlich gedankt für Deinen Beitrag
Lisa
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An alle Angehörigen wurde erstellt von WalterB
16 Jan. 2011 17:20
- WalterB
- Autor
0 Beiträge seit
11 September 2026
11 September 2026
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Hallo meine Lieben,
Seit zwei Jahren erlebe ich, wie meine Frau mir zur Seite steht und
ihre ganze Kraft aufwendet, um mich zu stützen und zuhause alles
am Laufen zu halten, wenn ich mal wieder in der Klinik liege. Dabei
ist sie aber so selbstlos, dass sie nur noch für mich und unseren
Sohn lebt und sogar ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzt.
Für mich ist es aber sehr hart dabei zuzusehen, wie sie sich
aufarbeitet und keine Zeit und Kraft mehr für eigene Tätigkeiten hat.
Darum meine Bitte an unsere guten Engel:
Bitte denkt auch einmal an euch selber und traut euch einmal nein
zu sagen. Tut auch einmal etwas für euch! Auch wenn das jetzt
wieder egoistisch ist: Wir brauchen euch hoffentlich noch länger!
In Dankbarkeit, Euer Walter
Seit zwei Jahren erlebe ich, wie meine Frau mir zur Seite steht und
ihre ganze Kraft aufwendet, um mich zu stützen und zuhause alles
am Laufen zu halten, wenn ich mal wieder in der Klinik liege. Dabei
ist sie aber so selbstlos, dass sie nur noch für mich und unseren
Sohn lebt und sogar ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzt.
Für mich ist es aber sehr hart dabei zuzusehen, wie sie sich
aufarbeitet und keine Zeit und Kraft mehr für eigene Tätigkeiten hat.
Darum meine Bitte an unsere guten Engel:
Bitte denkt auch einmal an euch selber und traut euch einmal nein
zu sagen. Tut auch einmal etwas für euch! Auch wenn das jetzt
wieder egoistisch ist: Wir brauchen euch hoffentlich noch länger!
In Dankbarkeit, Euer Walter
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