- Beiträge: 435
klein Grisu antwortete auf Akute Lymphatische Leukämie nach MM
11 Dez. 2021 14:13
- klein Grisu
-
435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
23 Dezember 2016
Weniger
Mehr
Mein herzlichtes Beileid
Sonnige Grüße
Markus
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mapoli antwortete auf Akute Lymphatische Leukämie nach MM
11 Dez. 2021 12:26 - 11 Dez. 2021 12:28
- Mapoli
-
1736 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1736
Hallo Binab,
es tut mir sehr leid, vom Tod Deines Vaters zu lesen. Ich wünsche Dir und der ganzen Familie viel Kraft. Die Zeit der Trauer ist schwer und braucht viel Ruhe und Zeit.
Zu Deinen Fragen, die Dich nicht zur Ruhe kommen lassen:
Im Nachhinein macht es keinen Sinn, darüber nachzudenken, ob man eine Chance verpasst hat. Das ändert nichts, tut nicht gut und man wird auch keine Antwort darauf finden. Man kann die Uhr nicht zurückdrehen. Es ist so, wie es ist. Auch wenn es traurig ist.
In ganz seltenen Fällen kommt zusätzlich zum Myelom auch eine ALL hinzu. Verschiedene Formen der Leukämie können auftreten, häufiger als die ALL ist meines Wissens die Plasmazellleukämie. Ob es an der Therapie oder dem längeren Überleben liegen mag, oder einfach Zufall ist, kann sicher auch keiner sagen. Wie heißt es so schön: man kann auch mal Läuse und Flöhe gleichzeitig haben.
Ich kenne solche Gedanken, wenn die Eltern sterben. Man sucht nach einer Ursache und leicht neigt man als Kind dazu, die Verantwortung bei sich zu suchen. Aber man ist nicht verantwortlich! Du hast alles getan, was Du konntest. Du hast Dich informiert, hier mehrfach gefragt und Dir viel Gedanken gemacht. Es ist immer ein Zusammenspiel zwischen Patienten und Angehörigen, aber der Patient alleine hat die Entscheidungen zu treffen! Versuche, Dir Hilfe zu holen, auch Angehörige von Patienten mit einer so schweren Erkrankung tut es gut, ein psychologisches Gespräch zu führen. Die Diagnose war damals ein Schock für Euch alle, der Weg durch die Behandlungen war sehr schwer und nun gibt es viel zu verarbeiten. Das kannst Du jetzt tun!
Zu Deiner Frage, was nach dem Tod kommt, gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, auch unterschiedliche religiöse Gedanken. Das hat schon Jahrtausende lang viele Philosophen beschäftigt. Mach Dir das Leben mit den Gedanken nicht schwer, Du lebst jetzt und solltest es genießen, auch ohne Deinen Papa. Es ist Dein Leben! Mir hilft es, zu glauben, dass da jemand ist, der von irgendwo ein Auge auf mich hält und mir stets wohlgesonnen ist. Vielleicht ist das auch ein Weg für Dich.
Ich wünsch Dir und Deiner Familie alles Gute.
Ma
es tut mir sehr leid, vom Tod Deines Vaters zu lesen. Ich wünsche Dir und der ganzen Familie viel Kraft. Die Zeit der Trauer ist schwer und braucht viel Ruhe und Zeit.
Zu Deinen Fragen, die Dich nicht zur Ruhe kommen lassen:
Im Nachhinein macht es keinen Sinn, darüber nachzudenken, ob man eine Chance verpasst hat. Das ändert nichts, tut nicht gut und man wird auch keine Antwort darauf finden. Man kann die Uhr nicht zurückdrehen. Es ist so, wie es ist. Auch wenn es traurig ist.
In ganz seltenen Fällen kommt zusätzlich zum Myelom auch eine ALL hinzu. Verschiedene Formen der Leukämie können auftreten, häufiger als die ALL ist meines Wissens die Plasmazellleukämie. Ob es an der Therapie oder dem längeren Überleben liegen mag, oder einfach Zufall ist, kann sicher auch keiner sagen. Wie heißt es so schön: man kann auch mal Läuse und Flöhe gleichzeitig haben.
Ich kenne solche Gedanken, wenn die Eltern sterben. Man sucht nach einer Ursache und leicht neigt man als Kind dazu, die Verantwortung bei sich zu suchen. Aber man ist nicht verantwortlich! Du hast alles getan, was Du konntest. Du hast Dich informiert, hier mehrfach gefragt und Dir viel Gedanken gemacht. Es ist immer ein Zusammenspiel zwischen Patienten und Angehörigen, aber der Patient alleine hat die Entscheidungen zu treffen! Versuche, Dir Hilfe zu holen, auch Angehörige von Patienten mit einer so schweren Erkrankung tut es gut, ein psychologisches Gespräch zu führen. Die Diagnose war damals ein Schock für Euch alle, der Weg durch die Behandlungen war sehr schwer und nun gibt es viel zu verarbeiten. Das kannst Du jetzt tun!
Zu Deiner Frage, was nach dem Tod kommt, gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, auch unterschiedliche religiöse Gedanken. Das hat schon Jahrtausende lang viele Philosophen beschäftigt. Mach Dir das Leben mit den Gedanken nicht schwer, Du lebst jetzt und solltest es genießen, auch ohne Deinen Papa. Es ist Dein Leben! Mir hilft es, zu glauben, dass da jemand ist, der von irgendwo ein Auge auf mich hält und mir stets wohlgesonnen ist. Vielleicht ist das auch ein Weg für Dich.
Ich wünsch Dir und Deiner Familie alles Gute.
Ma
Letzte Änderung: 11 Dez. 2021 12:28 von Mapoli.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Akute Lymphatische Leukämie nach MM wurde erstellt von Binab
10 Dez. 2021 14:34
- Binab
- Autor
0 Beiträge seit
11 September 2026
11 September 2026
Weniger
Mehr
Mein Papa hat vor ca. 5 Jahren die Diagnose Multiples Myolom erhalten. Er hatte 2 autologe Stammzellentransplantationen. Die erste hat 2 Jahre gehalten, dann kam das Rezidiv. 2 Jahre nach der 2 Stammzellentransplantation wurden die Blutwerte schlechter (Blutarmut)....nach ca. 3 Wochen Untersuchung im Krankenhaus kam dann die Diagnose ALL (akute lymphatische Leukämie). Chemotherapie wurde eingeleitet und er hat sie ganz gut vertragen, aber scheinbar hat sie nicht genug Zeit gehabt um zu wirken. Jedenfalls hat er Sonntag noch "fit" im Krankenhaus gesessen und am Do war klar, er wird es nicht überleben. (Ende Oktober)
Wir sind alle natürlich sehr, sehr traurig, er war ein wunderbarer Papa, Mann, Opa, Freund und Mensch.
Es bleiben so viele unbeantwortete Fragen, die mich beschäftigen:
- Hätte man den Ärzten mehr Druck machen müssen?
- Hat man Chancen in der Therapie verpasst?
- Passiert das häufiger, dass aus einem MM eine ALL wird?
- Und natürlich die großen Fragen, wie was passiert nach dem Tod? Gibt es ein Leben nach dem Tod?
- Und noch viele, viele mehr.
Ich weiß, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben, ich wollte sie trotzdem einmal stellen. Ich hoffe,dass es in Ordnung ist.
(Es fühlt sich komisch an, diese unfertigen Gedanken abzuschicken, aber ich hänge gerade fest.)
Wir sind alle natürlich sehr, sehr traurig, er war ein wunderbarer Papa, Mann, Opa, Freund und Mensch.
Es bleiben so viele unbeantwortete Fragen, die mich beschäftigen:
- Hätte man den Ärzten mehr Druck machen müssen?
- Hat man Chancen in der Therapie verpasst?
- Passiert das häufiger, dass aus einem MM eine ALL wird?
- Und natürlich die großen Fragen, wie was passiert nach dem Tod? Gibt es ein Leben nach dem Tod?
- Und noch viele, viele mehr.
Ich weiß, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben, ich wollte sie trotzdem einmal stellen. Ich hoffe,dass es in Ordnung ist.
(Es fühlt sich komisch an, diese unfertigen Gedanken abzuschicken, aber ich hänge gerade fest.)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.