Kleine und große Wünsche- Nachdenkliches zum Weihnachtsfest / Jahresende wurde erstellt von UndineD.
14 Dez. 2018 19:17
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11 September 2026
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Ob es an der Weihnachtszeit oder am Jahresende liegt- oder an einem kürzlich hier erschienenen Threed der von kleinen u. größeren Wünschen handelte-
Jedenfalls geht mir z. Z. Einiges durch den Kopf, an dem ich Interessierte gerne teilnehmen lasse.
Spontan fällt mir unser Familienwunsch Weihnachten 2016 ein: Wir waren uns einig, dass wir nur den einen Wunsch haben, im nächsten Jahr wieder Weihnachten so zusammen feiern zu können. (Will heißen: dass nichts schlimmer werden möge.)

Obwohl ich diesen Wunsch nicht für vermessen halte, wurde er uns leider nicht erfüllt. Ich wurde 3 Tage vor Weihnachten 2017 an der Wirbelsäule notoperiert mit fortgeschrittenem Teilquerschnitt. Weihnachten konnte ich Brustabwärts zwei Zehen bewegen. Meine Familie stand traurig um mein Bett herum. Niemand hat damals ernsthaft an eine mögliche wesentliche Besserung geglaubt.
Meine Wünsche (Ziele?) waren sehr klein:
Ich möchte meine Beine bewegen können…..
Wenn ich mich nur im Bett umdrehen könnte…..
Wenn ich erst wieder alleine vom Bett in den Rollstuhl könnte, alleine zur Toilette könnte, ein paar Schritte gehen könnte…..und, und,
Das alles erreichte ich relativ schnell, allem zum Trotz.
Zu Hause dann: Ach könnte ich nur selbständig die Treppen bewältigen, das Haus verlassen ohne Rollstuhl, ohne Rollator, normal mit am Esstisch sitzen ohne Wahnsinnsschmerzen, das Telefon so lange halten um ein ausgiebiges Gespräch zu führen….. usw.
Es sind Tausend Sachen, die früher, in meinem normalen Leben ganz selbstverständlich waren, nun mittlerweile zu meinen wesentlichen Wünschen zählen.
Vorsichtig gesagt, sieht es so aus, als hätte ich die meisten Ziele im letzten Jahr erreicht, so dass ich hoffentlich Weihnachten wieder mit meiner Familie zusammen feiern darf. Wenn es auch gerade wieder am Seidenfaden hing und ich beinahe wieder im Krankenhaus wäre.
Wünsche bleiben immer, auch jetzt noch:
Wenn ich doch endlich ohne Fremdpflege auskäme, d.h. alleine duschen usw.!
Wenn ich allein das Haus verlassen könnte, für einen Stadtbummel z. B.!
Wenn bloß die schrecklichen Schmerzen nicht wären...
Manchmal hadere ich zugegebenermaßen mit meinem Schicksal: Ich will mein normales Leben wiederhaben! Allerdings ist das unwiederbringlich vorbei. Es ist sinnlos der Vergangenheit nachzutrauern. Ich versuche die meiste Zeit, aus meinen mir verbliebenen Möglichkeiten das Beste zu machen. Ich nehme an, das kennen die meisten von euch. Und die Frage: Warum passiert mir das? Ist absolut sinnlos und kann nie beantwortet werden.
Bedenken habe ich immer, wenn jemand wohlmeinend sagt: Na, schlimmer kann es ja nicht kommen! Doch, sage ich, schlimmer geht immer. Und unverhofft kommt oft.
Meine größeren Wünsche, wie eine Hochzeit meiner Kinder oder gar ein Enkelkind zu erleben, kann ich nicht direkt beeinflussen.
Bis dahin versuche ich alles was mir möglich ist. Den Alltag zu genießen, mich an bereits erreichtem zu erfreuen, in Urlaub zu fahren so oft es geht- trotz der Behinderungen.
Ich wünsche euch allen, dass sich eure Wünsche weitgehend erfüllen mögen. Jedem, der in oder vor einer Therapie steht, viel Erfolg. Ebenso drücke ich immer die Daumen, wenn einer von euch eine OP durchstehen muss. Und allen, denen es plötzlich schlechter geht, wünsche ich die richtige Behandlung. Ich habe leider nicht immer die Kraft, dass hier jedem einzelnen mitzuteilen, deshalb erwähne ich es hier einmal allgemein.
Unseren unbezahlbaren Moderatoren danke ich für ihre geschätzte Arbeit!
Meine Gedanken sind auch bei den Angehörigen unserer Mitpatienten, welche wir in diesem Jahr wieder so zahlreich an das tückische MM verloren haben.
Liebe nachdenkliche Grüße
eure Undine
Jedenfalls geht mir z. Z. Einiges durch den Kopf, an dem ich Interessierte gerne teilnehmen lasse.
Spontan fällt mir unser Familienwunsch Weihnachten 2016 ein: Wir waren uns einig, dass wir nur den einen Wunsch haben, im nächsten Jahr wieder Weihnachten so zusammen feiern zu können. (Will heißen: dass nichts schlimmer werden möge.)
Obwohl ich diesen Wunsch nicht für vermessen halte, wurde er uns leider nicht erfüllt. Ich wurde 3 Tage vor Weihnachten 2017 an der Wirbelsäule notoperiert mit fortgeschrittenem Teilquerschnitt. Weihnachten konnte ich Brustabwärts zwei Zehen bewegen. Meine Familie stand traurig um mein Bett herum. Niemand hat damals ernsthaft an eine mögliche wesentliche Besserung geglaubt.
Meine Wünsche (Ziele?) waren sehr klein:
Ich möchte meine Beine bewegen können…..
Wenn ich mich nur im Bett umdrehen könnte…..
Wenn ich erst wieder alleine vom Bett in den Rollstuhl könnte, alleine zur Toilette könnte, ein paar Schritte gehen könnte…..und, und,
Das alles erreichte ich relativ schnell, allem zum Trotz.
Zu Hause dann: Ach könnte ich nur selbständig die Treppen bewältigen, das Haus verlassen ohne Rollstuhl, ohne Rollator, normal mit am Esstisch sitzen ohne Wahnsinnsschmerzen, das Telefon so lange halten um ein ausgiebiges Gespräch zu führen….. usw.
Es sind Tausend Sachen, die früher, in meinem normalen Leben ganz selbstverständlich waren, nun mittlerweile zu meinen wesentlichen Wünschen zählen.
Vorsichtig gesagt, sieht es so aus, als hätte ich die meisten Ziele im letzten Jahr erreicht, so dass ich hoffentlich Weihnachten wieder mit meiner Familie zusammen feiern darf. Wenn es auch gerade wieder am Seidenfaden hing und ich beinahe wieder im Krankenhaus wäre.
Wünsche bleiben immer, auch jetzt noch:
Wenn ich doch endlich ohne Fremdpflege auskäme, d.h. alleine duschen usw.!
Wenn ich allein das Haus verlassen könnte, für einen Stadtbummel z. B.!
Wenn bloß die schrecklichen Schmerzen nicht wären...
Manchmal hadere ich zugegebenermaßen mit meinem Schicksal: Ich will mein normales Leben wiederhaben! Allerdings ist das unwiederbringlich vorbei. Es ist sinnlos der Vergangenheit nachzutrauern. Ich versuche die meiste Zeit, aus meinen mir verbliebenen Möglichkeiten das Beste zu machen. Ich nehme an, das kennen die meisten von euch. Und die Frage: Warum passiert mir das? Ist absolut sinnlos und kann nie beantwortet werden.
Bedenken habe ich immer, wenn jemand wohlmeinend sagt: Na, schlimmer kann es ja nicht kommen! Doch, sage ich, schlimmer geht immer. Und unverhofft kommt oft.
Meine größeren Wünsche, wie eine Hochzeit meiner Kinder oder gar ein Enkelkind zu erleben, kann ich nicht direkt beeinflussen.
Bis dahin versuche ich alles was mir möglich ist. Den Alltag zu genießen, mich an bereits erreichtem zu erfreuen, in Urlaub zu fahren so oft es geht- trotz der Behinderungen.
Ich wünsche euch allen, dass sich eure Wünsche weitgehend erfüllen mögen. Jedem, der in oder vor einer Therapie steht, viel Erfolg. Ebenso drücke ich immer die Daumen, wenn einer von euch eine OP durchstehen muss. Und allen, denen es plötzlich schlechter geht, wünsche ich die richtige Behandlung. Ich habe leider nicht immer die Kraft, dass hier jedem einzelnen mitzuteilen, deshalb erwähne ich es hier einmal allgemein.
Unseren unbezahlbaren Moderatoren danke ich für ihre geschätzte Arbeit!
Meine Gedanken sind auch bei den Angehörigen unserer Mitpatienten, welche wir in diesem Jahr wieder so zahlreich an das tückische MM verloren haben.
Liebe nachdenkliche Grüße
eure Undine
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