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Ado antwortete auf Verdacht auf Plasmozytom
10 Sep. 2016 17:41
  • Ado
  • 62 Beiträge seit
    21 August 2016
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Servus,

nach auffäligen Laborbefunden befand ich mich in einer ähnlichen Entscheidungssituation.
Im Rahmen von Blutuntersuchungen zur Abklärung einer krachenden Polyneuropathie tauchten erhöhte Leichtketten mit einem Quotienten außerhalb der Norm auf. Das Labor sprach von einer schwach ausgeprägten monoklonalen Gammopathie IgG kappa.
Bei einer vorliegenden Osteoporose und einem "runden Loch" in der Schulterkugel, nach MRT vom Radiologen identifiziert als Zyste, habe ich mich dann zur Hinzuziehung eines Hämatologen entschlossen.

Er hielt es für mehr als unwahrscheinlich, dass bei den leicht abnormen Leichtkettenwerten eine bösartige Erkrankung sich verbirgt. Um endgültige Sicherheit zu erlangen, wollte er eine Knochenmarksbiopsie machen. Um nicht immer im Hintergrund eine leises Grummeln zu verspüren, habe ich dann eingewilligt und die Prozedur diese Woche über mich ergehen lassen. Der Unterhaltungswert ist eingeschränkt, aber eine Besuch beim Kieferchirurgen ist bedeutend unangenehmer. Und das, obwohl die erste Stanze im Becken blieb und dann eine zweite Bohrung niedergebracht wurde.

Lange Rede kurzer Sinn: Sollten alle notwendigen Laboruntersuchungen durchgeführt und ohne Auffälligkeiten bei Dir gewesen sein, glaube ich nicht, dass auf Grund einer solitären Auffälligkeit im ct beim Onkologen dass ganze Programm notwendig wird. Und sollte zur Erlangung einer abschliessenden Absicherung doch die komplette Diagnostik gemacht werden, ist dies höchstens lästig.
Es kommt also wirklich darauf an, ob Du sicher einen Aktendeckel schließen und ein Restrisiko abklären möchtest. Ich, als bekennender Hypochonder, tappe halt seit nunmehr 6 Monaten immer wieder zu einem Arztbesuch und warte auf Termine und Befunde. Aber das geht bestimmt auch etwas fixer und nimmt Dir eine immer vorhandenes "aber...".

Ich wünsche Dir jedenfalls einen guten und schnellen Abschluss der Geschichte.

Viele Grüße und alles Gute Dir und allen Mitlesern

Klaus

Franken1962 antwortete auf Verdacht auf Plasmozytom
10 Sep. 2016 16:22
  • Franken1962
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  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo Klaus,

auch hier herzlichen Dank für die ungemein flotte Reaktion. Mein Mathepauker seinerzeit hielt es stets mit dem slogan "glauben heißt nichts wissen":), insofern sicherlich eine Option nun weiterzumachen. Andererseits scheue ich etwas die Belastung mit Strahlen da ich erst ein CT hatte und vor einem halben Jahr eine Röntgenaufnahme (o.B.) vom Beckenbereich und LWS.
Ich frage mich eben gerade ob ich den Zirkel der Leitlinienmedizin gerate, sollte ich beim Erstgespräch beim Onkologen dieses Gefühl bekommen breche ich das Ganze ab. Wenn dort signifikante Hinweise gegeben werden können die mir plausibel erscheinen beuge ich mich selbstredend. Ich schaue mir immer den Menschen an und ordne dann erst ein WAS er sagt. Alte Vertrieblerangewohnheit:whistle:

Ich berichte gerne weiter so neue Erkenntnisse vorliegen.

Ich wünsche allen, Ihren Umständen gemäß, ein möglichst stressfreies und entspanntes Wochenende
MfG
Wolfgang

klaus99 antwortete auf Verdacht auf Plasmozytom
10 Sep. 2016 15:37
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
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Hallo Wolfgang,
Osteolysen können unterschiedliche Ursachen haben. Da Deine Blut- und Urinwerte keine MM-spezifischen Auffälligkeiten zeigen, glaube ich nicht, dass hier ein MM dafür verantwortlich sein könnte.
Dennoch würde ich dem Rat deines Hausarztes folgen, und das Ganze durch einen Hämatologen/Onkologen abklären lassen. Hierzu wäre m.E. auch ein Ganzkörper-CT sinnvoll, um abzuklären, ob ggf. noch weitere Osteolysen vorhanden sind.
Gruß Klaus

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Franken1962 antwortete auf Verdacht auf Plasmozytom
10 Sep. 2016 14:54
  • Franken1962
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo Mira,

lieben Dank für die sehr rasche Antwort, ich weiß nicht wie der Radiologe auf diesen Verdacht kam, ich habe selbst mit ihm gesprochen, da meinte er noch keinerlei Befund, erst beim Hausarzt hab ich erfahren das er sich sich wohl die Zeit nicht nehmen wolte mit mir direkt das Thema zu besprechen, nicht die feine Art, aber laut Hausarzt wohl usus.

Nach allem was ich bislang zur Thematik gelesen habe wäre die Feststellung eines solchen Krankheitsbildes der Lottotreffer schlechthin, aber man kann eben nie wissen, und der Hausarzt will sich vermutlich nichts vorwerfen lassen.

Grade bin ich leicht ratlos, was für Untersuchungen der Onkologe wohl einleiten würde. Theoretisch müsste er nun röntgen/Szintigramm und/oder das Knochenmark untersuchen. Oder gibt es noch weitere Indikatoren die erst geprüft werden ehe umfangreichere Maßnahmen empfohlen werden ?

Mfg
Wolfgang

Mira antwortete auf Verdacht auf Plasmozytom
10 Sep. 2016 14:10
  • Mira
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
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Hallo Wolfgang
wenn alle Werte Top sind, dürfte es eigentlich kein Plasmozytom sein. Und eine Osteolyse von 8mm ist auch nicht gerade groß.
Andererseits was hast du zu verlieren, wenn du es von einem Hämatologe/Onkologe überprüfen lässt? Wenn es nichts es, hast du Ruhe. Wenn es aber doch etwas ist, war in diesem Stadium z.B. noch Heilbar wäre. ärgerst du dich nachher schwarz dass du nicht sofort etwas unternommen hast. Ich kann mich aber nicht vorstellen, dass da ein Befund raus kommt.
Es ist letztendlich deine Entscheidung. Einfach abhaken und weiter leben ist durchaus auch eine Alternative.
LG
Mira

Verdacht auf Plasmozytom wurde erstellt von Franken1962
10 Sep. 2016 13:16
  • Franken1962
  • Autor
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    12 September 2026
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Guten Tag miteineinander,

wegen einer temporären Sehstörung wurde ich zu einem Kopf-Ct geschickt, dort hat man eine unklare Osteolyse 8 mm an der Schädelkalotte registriert und weitergehende Untersuchungen Richtung Plasmozytom nahegelegt. Der Hausarzt hat entsprechende Blut und Urinanalytik eingeleitet, ohne jeden Befund, alle Werte top. Auch keine Eiweise oder Leichtketten weder in Blut noch im Urin. Nun meint der liebe Arzt er wäre kein Spezialist in solchen Angelegenheiten, und ich soll zum Onkologen um weiter nach der Ursache für die Schädelosteolyse zu suchen.

Wie darf ich das einschätzen ? Ich bin nach den Erstbefunden versucht das Ganze abzubrechen und die Kalottendeformation als "harmlos" abzutun. Oder kann trotz allem eine MM dahinterstecken.
Ich habe sonst keine großartigen Beschwerden von ein paar sehr alten Bandscheibenvorfällen abgesehen (vor 35 Jahren der Erste, vor 6 Jahren HWS der letzte). Meine Knochen waren stets sensationell hart, ich habe früher geboxt und extrem viel Sport getrieben, mir ist nie ein Knochen gebrochen, auch bei massiven Stürzen z.B. beim Skifahren nicht). Heute habe ich, vermutlich durch die frühere Überlastung ISG-Schmerzen in Ruhe, wenn ich mich bewege wirds besser.

Freundliche Grüße an alle hier und allen die bereits erkrankt sind viel Erfolg bei Ihrer jeweiligen Therapie
Wolfgang