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09 Juni 2016 12:52 - 09 Juni 2016 12:53
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
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Hallo Alfred,

willkommen hier bei uns.
Nur Du kannst entscheiden,was gemacht werden kann.
Aber als Unterstützung kann ich Dir raten,meinen Erfahrungsbericht zu lesen,
welcher Dir vielleicht in Deiner Entscheidung behilflich sein kann.



Liebe Grüße

Jeanny
Letzte Änderung: 09 Juni 2016 12:53 von Jeanny150765.

09 Juni 2016 11:17
  • Alfred_K
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo,
bei mir (57 Jahre) wurde vor zwei Wochen ein MM des Typs IGA diagnostiziert. Auslöser der Diagnosen waren drei angebrochene Lendenwirbel, zu deren Behandlung ich bei meinem Orthopäden war. Dieser hat nach Sichtung des MRT-Befundes sofort ein kleines Blutbild einschließlich Eiweißanalyse erstellen lassen und meinen Hausarzt auf die Auffälligkeiten im Blutbild hingewiesen.
Mein Hausarzt hat mich zu einem Onkologen (Prof. Dr. Schmitz / Köln) zwecks weiterer Untersuchungen überwiesen. Hier wurde mir noch einmal Blut abgenommen und man war sich ob der guten Blutwerte (z.B. Kalziumwerte im Blut mitten in der Range) nicht mehr ganz sicher und so wurde dann noch eine Knochenmarkspunktion nebst 24-Stunden-Urin nachgeschoben.
Während im Urin nichts Auffälliges festzustellen war, hat die Analyse des Knochenmarks dann doch die erschreckende Wahrheit ans Tageslicht gebracht.
Nachdem meine Frau und ich uns nun langsam von dem Schock erholt haben, geht es jetzt bald in die Therapiephase (27.06. erste Infusion im Rahmen der Induktionstherapie [Velcade plus zusätzliches Präparat – Name ist wegen der großen Nervosität nicht haften geblieben]). Folgen soll dann im Herbst die Hochdosistherapie mit anschließender SZT (Klinikaufenthalt in der Uniklinik Köln ca. 10 Tage – ist das realistisch?). Auf Alternativen angesprochen, bekamen wir als Antwort: „Entweder an einer Studie teilnehmen oder gar nichts machen“.
Da wir das nicht so im Raum stehen lassen wollten, haben wir uns eine zweite Meinung bei einem Onkologen (Dr. Zankovich / Köln) eingeholt, der mir von meinem Orthopäden empfohlen wurde, zu dem ich sehr großes Vertrauen habe.
Dieser (Dr. Zankovich) hielt nicht so viel von einer HD plus anschließender SZT, da das Risiko nicht im Verhältnis zum zeitlichen Zugewinn bis zu einem Wiederauftreten der Erkrankung stehe. Seine Devise: „ Wir überführen das MM in eine chronische Krankheit“. Er würde eine Therapie mit einer Medikamenten-Kombination [Velcade + Kombinationspräparat] vorschlagen und eine Hochdosistherapie mit anschließender SZT könne man bei Bedarf immer noch machen. Weiterhin verwies er auf die Fülle von neu zugelassenen Präparaten (u.a. Carfilzomib), die man mittlerweile einsetzen könne.
Meine Frau und ich sind nun völlig verwirrt und ratlos, was zu tun ist. Da ich einer HD mit anschließender SZT von Anfang an skeptisch und sehr ängstlich gegenüberstand, spielt mir die zweite Meinung natürlich voll in die Karten.
Andererseits möchte ich mir die Möglichkeit einer HD plus anschließender SZT durch eine konventionelle Therapie nicht verbauen.
Seitdem wir uns die Zweitmeinung eingeholt haben, denke ich nun fast ständig darüber nach, welches der richtige Weg für mich ist und hoffe hier Antworten auf meine Fragen zu bekommen.
Herzlichen Dank für jegliches Feedback, welches mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen kann.

Viele Grüße aus Köln
Alfred