- Peter55
- Autor
12 September 2026
vielen, vielen Dank für Eure Antworten. Das Macht Mut und hilft wirklich aus diesem Tief heraus zu kommen. Wenn ich lese wie es Euch ergangen ist, und wie Ihr heute damit umgeht, wie Ihr Euer Schicksal(Krankheit) meistert, wie Ihr das MM bekämpft habt oder noch bekämpft - das macht Hoffnung. Danke!!!
Lieber Joseph, habe mir Dein Bild genau angesehen. Heftig. Macht aber auch Mut weiter zu kämpfen. - Aber, ich weigere mich das MM als Partner zu betrachten. Ich verstehe unter Partner jemanden, der mit mir durch Dick und Dünn geht, der mich liebt, dem ich vertrauen kann, etc. und nicht Einen, der mich vernichten will. Nein! Für mich bleibt das MM ein Feind!! Ein Feind, der mit allen Mitteln zu bekämpfen ist. Auch wenn ich letzt endlich nicht siegen werde, ich werde Alles daran tuen, daß dieser Feind nicht mich besiegt.
Habe noch etwas im Forum gewühlt, und was mir aufgefallen ist, ist, daß Ihr Alle nur so mit Fachausdrücken um Euch werft. Oder irgend welche Werte, die entweder zu hoch oder zu niedrig sind. Wisst Ihr, dazu habe ich zur Zeit nicht die Muße mich damit zu beschäftigen. Für mich gehören solche Werte zu den Waffen, die mein Feind hat und die gilt es zu bekämpfen. Und da vertraue ich voll und ganz meinen Ärzten. Die werden mir schon das richtige Mittel dagegen verschreiben, auch wenn wieder neue Nebenwirkungen entstehen sollten. Nein, hab keine Lust mich mit den Werten zu beschäftigen.
Suche hier nur Jemanden, mit dem ich reden kann, der meine Sorgen teilt und mir vieleicht hilft mich aus meinem momentanen Tief zu befreien. Und diese Hilfe habt Ihr mir schon ein wenig gegeben(s.Anfang).
Hatte heute Morgen übrigens wahnsinnige Schmerzen in meinem linken Knie. Konnte es nicht beugen. Bis ich mir meine Schmerztabletten reingeschmissen habe. Jetzt gehts.
Liebe Grüße
Peter
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- joseph
12 September 2026
Peter55 schrieb:
Mein Oberschenkel besteht nach der Bestrahlung fast nur noch aus der Verbindung langer Nagel von der Hüfte bis zum Knie. Wie kann ich da an eine Zeit denken, wo ich keine Krücken (Unterarmgehstützen) mehr brauchen werde.?
Noch habe ich trotzdem Kraft und denke positiv.
Hi Peter
Bisphosphonate , ob Zometa, Aredia oder Bondronat werden dir helfen wieder Knochenmasse aufzubauen, sobald dein Partner medikamentös im Griff ist , danach kanns du deine UGS weglassen ......... wenn du meine Bilder sehen könntest, würds du sagen, der trägt niewieder was ......... ich trag wieder über 100 Kilo, ok nicht mehr so sicher und soweit wie früher, aber es geht
Ich hab dir mal ein Bild von meinem Becken 2012 hochgeladen
up.picr.de/23477884gk.jpg
Da war auch nicht mehr viel übrig auf der einen Seite, guck dirs gut an ........ ich kann nach Bestrahlung und Velcade Therapie 2013 .......... seit einem Jahr wieder voll belasten !!!!
Möcht dir nur sagen, man soll nie aufgeben, man braucht Geduld und Zeit
Liebe Grüsse
Joseph
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- dani999
09 Juni 2013
- Beiträge: 416
ich will Dir etwas Hoffnung machen. Wie gesagt kein Verlauf der Krankheit ist gleich. Bei mir wurde MM III a im Juni 13 festgestellt. Dabei wurde mir richtig Angst als ich das Knochenct sah. Als ob einer mit der Schrottflinte geschossen hätte.
Meine größten Läsionen waren im Lendenwirbel und im Schlüsselbein. Ich hatte desweitern noch mehrere andere Läsionen.:bang:
Die Bewegungseinschränkungen und Schmerzen in der Schulter waren oft am Anfang so schlimm dass ich den linken Arm nicht mehr heben konnte. Somit konnte ich fast nicht Autofahren.
Das große Loch im Lendenwirbel 5 war noch schlimmer. Die Scherzen und die Bewegungen waren wie bei einem Hexenschuss eingeschränkt.
Nachdem ich 10 Bestrahlungen und Chemotherapien bis zur HD mit eigenen SZ Rückgabe innerhalb eines halben Jahres erhalten hatte waren die Schmerzen zumindest besser. Die Beweglichkeit wurde auch besser.
Jetzt 2,5 Jahre später sind die Löcher kleiner geworden. Manche sind sogar komplett weg und nicht mehr im CT ersichtlich. Denke daran die Knochen können wieder zusammenwachsen. Es geht soviel. Der Lendenwirbel ist zwar noch nicht zugewachsen aber der äußere Teil des Wirbels ist stabiler geworden. 2 cm x 2 cm Schlüsselbein sind komplett zugewachsen. Also du siehst Kopf hoch. Es kann alles werden.
Ich will dir Mut machen. Kämpfe und nicht den Mut verlieren.
Bis bald
Deine Dani
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- lisa_kotschi
-
27 Oktober 2009
- Beiträge: 1139
Peter55 schrieb:
... Darf mein linkes Bein nur noch mit 20 % belasten, d.h. ein restlches Leben nur noch auf Krücken? Für Unterwegs habe ich einen Rollstuhl genehmigt bekommen. Aber in der Wohnung? kann mir noch nicht mal aus der Küche eine Tasse Kaffee hollen. Wie denn mit zwei Krücken. Brauche Hilfe wenn ich baden möchte.....
Lieber Peter,
ein paar Tipps, die Dir vielleicht helfen. Konnte mich selbst 6 Monate lang nur mit zwei Krücken bewegen und durfte nicht einmal mein linkes Bein belasten.
Ich habe das Problem zum Teil folgendermaßen gelöst:
Alles, was zu tragen war, habe ich in einen Einkaufsbeutel getan und ihn mir um den Hals gehängt. Kaffee z.B. oder andere Flüssigkeiten habe ich in eine wasserdichte Kanne geleert und fest verschlossen + anschließend im Einkaufsbeutel dorthin getragen, wo ich trinken wollte. So habe ich das mit vielem gemacht.
Außerdem hatte mir mein Mann an einen niedrigen, kleinen Tisch Rollen montiert und mit einer Zugschnur versehen, sodass ich auch anderes selbstständig transportieren konnte...
Vielleicht haben andere noch ein paar andere Ideen.
Ein bisserl zur Aufmunterung: In unserem Menü findest Du einige Erfahrungsberichte, die eine ganz andere Sprache sprechen als die von Peter Adler. Vielleicht helfen sie Dir, schau' einfach mal rein.
www.myelom.org/therapien/erfahrungsberichte-betroffene.html
Noch ist lange nicht aller Tage abend. Alles Gute
Lisa
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- Peter55
- Autor
12 September 2026
Ich glaube, ein gutes Ärzte-Team habe ich. Der Professor und seine Mitarbeiter machen ein kompetenten Eindruck. Bin zwar nicht in einer Uniklinik aber einem Krankenhaus mit einer eigenen Onkologie und jahrelanger Erfahrung (Lukas-Klinik in Solingen.
Thema Krücken:
Mein Oberschenkel besteht nach der Bestrahlung fast nur noch aus der Verbindung langer Nagel von der Hüfte bis zum Knie. Wie kann ich da an eine Zeit denken, wo ich keine Krücken (Unterarmgehstützen) mehr brauchen werde.?
Noch habe ich trotzdem Kraft und denke positiv.
Lieben Gruß
Peter
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- Sabine_D
-
14 Januar 2015
- Beiträge: 177
gut dass Du hierher gefunden hast. Hier findest Du sehr kompetente Antworten auf Deine Fragen. Deine Eingangsfrage ist aber schon sehr pessimistisch :roll:
Bitte lies nicht so fürchterliches Zeugs. Ich hab gleich gegoogelt und den armen Peter Adler in dem anderen Forum gefunden.
Wir wissen alle viel zu wenig von diesem Menschen, als dass wir uns ein Urteil erlauben können und wie er getickt hat.
Jeder Mensch hat eine andere Art mit sich und seinen Leiden und auch Leben umzugehen. Wenn man aber liest, dass er dies und jenes abgelehnt hat, dann kann ich beinahe keine objektive Meinung mehr haben, bei allem Respekt vor diesem armen Menschen.
Hier findest Du auch andere Beiträge und ganz viel Wissenschaftliches. Viel Mut und Kraft kann man hier tanken, habe ich für mich empfunden.
Suche Dir bitte keine Horrorszenarien und bereite Dir somit mehr Kummer als nötig. Alle hier hatten schon Tiefpunkte, die nur einer beschreiben kann, der mit der Sache konfrontiert ist. Sei es als Patient oder Angehöriger.
Für Dich ist wichtig, wie Joseph schon gemeint hat, ein sehr kompetentes Ärzteteam zu haben, das sich mit der Sache hervorragend auskennt. Speziell ist die Erkrankung nämlich schon.
Sicherlich gibt es in Deiner Nähe auch einen Patienten aus dem Forum, der Dir einen Tipp geben kann, an wen Du Dich wenden kannst, wenn Du Zweifel hast.
Wenn Dir Dein Arzt psychologischen Beistand angeboten hat, nimm davon Gebrauch. Wenn nicht, dann frag danach. Jeder Krebspatient und auch die Angehörigen haben den Anspruch.
Du musst Dich nicht mit so finsteren Gedanken den ganzen Tag herumschlagen, das ist nicht förderlich für die Heilung.
Kopf hoch, aus dem Loch kommst Du raus.
Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht, indem Du daran arbeitest und auch hierher gefunden hast.
Liebe Grüße von Sabine
Patient Ehemann (52 Jahre)
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