Jule antwortete auf Unerträgliche Rückenschmerzen, ratlos und verzweifelt - was nun?
20 Juni 2013 12:10
- Jule
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12 September 2026
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Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ihr wisst gar nicht wie gut, wichtig und hilfreich (also, vermutlich wisst ihr es doch...) es ist von euch zu hören. Man fühlt sich so schnell so alleine gelassen und unwissend und es ist so schwer, genaue Informationen zu kriegen, selbst von den Ärzten... Danke fuer die Aufklärung bezüglich des Non Hodgkin Lymphoms, Monika. Ich hatte das hier im Forum gesehen, also geht es vermutlich "nur" um die genaue Art des MM...? Für einen Moment hatten wir schon befürchtet, dass es noch eine weitere Hiobsbotschaft sei... Nun heißt es also warten. Danke auch für die Tipps bezüglich der Schmerztherapie. Es hilf, wenn man mit ein paar Worten 'bewaffnet, zum Arzt gehen kann und wieder Hoffnung schöpfen kann! Das Wort Stammzellentherapie wurde auch schon genannt. Mein Vater ist körperlich sehr fit, das hilft ihm nun hoffentlich! Danke, Jürgen, für die Mut-machenden Worte. Sie sind viel Wert in so einer Situation.
Liebe Grüße, Julia
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jürgenk antwortete auf Unerträgliche Rückenschmerzen, ratlos und verzweifelt - was nun?
20 Juni 2013 11:40
- jürgenk
459 Beiträge seit
25 August 2011
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- Beiträge: 459
Hallo Jule
Willkommen im Forum.
All Deine Schilderungen sind mir aus leidvoller Erfahrung bekannt. Das ist aber nun schon über dreizehn Jahre her.
Für Deinen Vater ist es, wie schon von Monika geschrieben, jetzt wichtig, die richtige Schmerztherapie zu bekommen. Bei einem Onkologen seid ihr bereits, der wird bei Betrachtung der Wirbelsäule ein Auge darauf haben, dass nichts in den Spinalkanal wächst. Neben der Chemo und eventuell Bestrahlung wird Deinem Vater bestimmt ein Bisphosphonat verabreicht. Die Chemo drängt die Tumorzellen zurück. Bestrahlung schützt bruchgefährdete Knochen kurzfristig. Bisphosphonate nennen wir hier salopp Bifis. Sie schützen die Knochen langfristig.
Die Erkrankung ist leicht zu behandeln, damit kann er fast gesund uralt werden.
Solange Dein Vater jedoch diese unerträglichen Schmerzen hat, wird seine Verzweifelung kaum in den Griff zu bekommen sein. Allerdings können die sehr schnell bei richtiger Therapie ganz verschwinden. Damit geht es aufwärts und er ist schnell wieder an Deck.
Alles Gute
Jürgen
Willkommen im Forum.
All Deine Schilderungen sind mir aus leidvoller Erfahrung bekannt. Das ist aber nun schon über dreizehn Jahre her.
Für Deinen Vater ist es, wie schon von Monika geschrieben, jetzt wichtig, die richtige Schmerztherapie zu bekommen. Bei einem Onkologen seid ihr bereits, der wird bei Betrachtung der Wirbelsäule ein Auge darauf haben, dass nichts in den Spinalkanal wächst. Neben der Chemo und eventuell Bestrahlung wird Deinem Vater bestimmt ein Bisphosphonat verabreicht. Die Chemo drängt die Tumorzellen zurück. Bestrahlung schützt bruchgefährdete Knochen kurzfristig. Bisphosphonate nennen wir hier salopp Bifis. Sie schützen die Knochen langfristig.
Die Erkrankung ist leicht zu behandeln, damit kann er fast gesund uralt werden.
Solange Dein Vater jedoch diese unerträglichen Schmerzen hat, wird seine Verzweifelung kaum in den Griff zu bekommen sein. Allerdings können die sehr schnell bei richtiger Therapie ganz verschwinden. Damit geht es aufwärts und er ist schnell wieder an Deck.
Alles Gute
Jürgen
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leopoldi antwortete auf Unerträgliche Rückenschmerzen, ratlos und verzweifelt - was nun?
20 Juni 2013 11:14
- leopoldi
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1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
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- Beiträge: 1197
Hallo Jule,
erstmal willkommen hier im Forum, wenn auch aus unschönem Anlass.
Ich hab an die erste Zeit der Diagnose vor fünf Jahren ähnliche Erinnerungen. Mein Mann, damals 44, konnte sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr auf den Beinen halten, war zur Diagnosestellung stationär eingewiesen. Die Schmerzen waren wohl vergleichbar, wie Du das hier schilderst. Es durchfuhren ihn auch im Liegen regelrechte Blitze, so dass er immer wieder zusammengezuckt ist. Die Krankheit war zu dem Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten. Als er dann richtig auf Durogesic-Pflaster und Novamin eingestellt wurde, konnte er binnen ein paar Tagen wieder ganz normal gehen. Die Behandlungen haben dann prima angesprochen, so dass er damals abgesehen von den lädierten Wirbeln - zum Teil zementiert - keine bleibenden Beeinträchtigungen davontrug.
Nun schreibst Du von einem Lymphom. Wir können hier natürlich nicht beurteilen, was vielleicht dahinter steckt. Aber Du weißt, dass das Multiple Myelom (Plasmozytom wird häufig verwendet, wäre aber genau genommen nur ein einzelner isolierter Herd, in der Regel ist die Krankheit aber im Knochenmark verstreut) den Lymphomen zugeordnet wird? Man spricht hier auch von einem Non Hodgkin Lymphom. Denkbar wäre also, dass der Arzt das gleiche meinte, nur eben etwas allgemeiner ausgedrückt hat.
Ich weiß, diese Diagnose ist ein Schock. Vollkommen egal wie alt oder wie jung jemand ist. Nun kann man aber tatsächlich davon ausgehen, dass sich bei einem älteren Menschen die Zellen langsamer teilen, was häufig einem weniger aggressiven Verlauf gleichkommt. Dein Vater wird nun zeitnah mit Chemotherapie behandelt. Diese sind meist recht gut verträglich. Es sind zwar damals die Haare ausgegangen, aber die Nebenwirkungen waren bis zur Stammzellsammlung wirklich minimal und eine komplette Remission hatte er schon vor dieser erreicht. Ob man bei Deinem Vater eine Transplantation eigener Zellen in Betracht zieht, kommt auf seinen Allgemeinzustand an. Jeanny's Mutter z.B. hatte diese abgelehnt und die Krankheit ist trotzdem schon einige Zeit richtig stabil.
Jule, man steckt natürlich nie drin, auch wenn es jetzt ziemlich aussichtslos erscheinen mag ist es doch wirklich realistisch, dass Dein Vater in ca. einem halben Jahr wieder ziemlich der Alte ist und dann noch viele Jahre mit ordentlicher Lebensqualität vor sich hat. Lasst diese positiven Gedanken zu und versucht dies vor allem auch Deinem Vater zu vermitteln. Ich drück Euch die Daumen.
Alles Gute
Monika
erstmal willkommen hier im Forum, wenn auch aus unschönem Anlass.
Ich hab an die erste Zeit der Diagnose vor fünf Jahren ähnliche Erinnerungen. Mein Mann, damals 44, konnte sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr auf den Beinen halten, war zur Diagnosestellung stationär eingewiesen. Die Schmerzen waren wohl vergleichbar, wie Du das hier schilderst. Es durchfuhren ihn auch im Liegen regelrechte Blitze, so dass er immer wieder zusammengezuckt ist. Die Krankheit war zu dem Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten. Als er dann richtig auf Durogesic-Pflaster und Novamin eingestellt wurde, konnte er binnen ein paar Tagen wieder ganz normal gehen. Die Behandlungen haben dann prima angesprochen, so dass er damals abgesehen von den lädierten Wirbeln - zum Teil zementiert - keine bleibenden Beeinträchtigungen davontrug.
Nun schreibst Du von einem Lymphom. Wir können hier natürlich nicht beurteilen, was vielleicht dahinter steckt. Aber Du weißt, dass das Multiple Myelom (Plasmozytom wird häufig verwendet, wäre aber genau genommen nur ein einzelner isolierter Herd, in der Regel ist die Krankheit aber im Knochenmark verstreut) den Lymphomen zugeordnet wird? Man spricht hier auch von einem Non Hodgkin Lymphom. Denkbar wäre also, dass der Arzt das gleiche meinte, nur eben etwas allgemeiner ausgedrückt hat.
Ich weiß, diese Diagnose ist ein Schock. Vollkommen egal wie alt oder wie jung jemand ist. Nun kann man aber tatsächlich davon ausgehen, dass sich bei einem älteren Menschen die Zellen langsamer teilen, was häufig einem weniger aggressiven Verlauf gleichkommt. Dein Vater wird nun zeitnah mit Chemotherapie behandelt. Diese sind meist recht gut verträglich. Es sind zwar damals die Haare ausgegangen, aber die Nebenwirkungen waren bis zur Stammzellsammlung wirklich minimal und eine komplette Remission hatte er schon vor dieser erreicht. Ob man bei Deinem Vater eine Transplantation eigener Zellen in Betracht zieht, kommt auf seinen Allgemeinzustand an. Jeanny's Mutter z.B. hatte diese abgelehnt und die Krankheit ist trotzdem schon einige Zeit richtig stabil.
Jule, man steckt natürlich nie drin, auch wenn es jetzt ziemlich aussichtslos erscheinen mag ist es doch wirklich realistisch, dass Dein Vater in ca. einem halben Jahr wieder ziemlich der Alte ist und dann noch viele Jahre mit ordentlicher Lebensqualität vor sich hat. Lasst diese positiven Gedanken zu und versucht dies vor allem auch Deinem Vater zu vermitteln. Ich drück Euch die Daumen.
Alles Gute
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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Unerträgliche Rückenschmerzen, ratlos und verzweifelt - was nun? wurde erstellt von Jule
20 Juni 2013 10:42
- Jule
- Autor
0 Beiträge seit
12 September 2026
12 September 2026
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Hallo allerseits,
Ich/ wir sind ratlos und verzweifelt und hoffen, dass ihr vielleicht helfen könnt. Mein extrem sportlicher und gesunder Vater (70) wurde vor einigen Wochen von Rückenschmerzen geplagt, die immer schlimmer wurden. Nach vielen Irrläufen und Ärzten, die ihn mit Schmerzmitteln nach Hause schickten, wurde es so schlimm, dass er in eine Wirbelsäulenspezialklinik kam und die Schmerzen (blitzartige unerträgliche Schmerzen in der Wirbelsäule, die ihn zusammenbrechen lassen und dann sogar im Liegen auftraten... Kennt das noch jemand?) mit viel Morphium eingedämmt wurden. Mehr Untersuchungen, wenig Ergebnisse. Ein Wirbel war offensichtlich beschädigt. Der Wirbel wurde nun mit Zement ausgespritzt, als Ursache wurde schließlich Plasmozytom genannt... Dann kam er in die Onkologie. Dort wurden mehr Tests gemacht, erst wurde Plasmozytom bestätigt, aber nun steht auch noch das Wort Lymphom im Raum. Es soll zwei Wochen dauern, bis die neusten Testergebnisse bezüglich des Lymphoms da sind... Mein Vater wurde gestern nach Hause entlassen, aber diese blitzartigen Rückenschmerzen sind nun wieder da und lassen ihn verzweifeln... Er kann sich kaum bewegen... Das MRT hat gezeigt, dass noch andere Wirbel befallen sind, aber nur "leicht". Und diese sollten (!) (nach Aussage des Arztes) noch keine Schmerzen verursachen. Dieses "nicht wissen was", die Angst und die unerträglichen Schmerzen und noch kein Therapieplan machen es ihm so schwer zu kämpfen... Mein Vater war immer extrem fit und an soetwas hat natürlich niemand auch nur im Traum gedacht. Hat jemand einen Rat, wie wir die Sache angehen können? Kennt jemand diese Schmerzen und hat sie erfolgreich bekämpft? Wir sind völlig am Ende mit unseren Kräften und Weisheiten... Und es scheint, als gäbe es nirgendwo Hilfe...
Jule
Ich/ wir sind ratlos und verzweifelt und hoffen, dass ihr vielleicht helfen könnt. Mein extrem sportlicher und gesunder Vater (70) wurde vor einigen Wochen von Rückenschmerzen geplagt, die immer schlimmer wurden. Nach vielen Irrläufen und Ärzten, die ihn mit Schmerzmitteln nach Hause schickten, wurde es so schlimm, dass er in eine Wirbelsäulenspezialklinik kam und die Schmerzen (blitzartige unerträgliche Schmerzen in der Wirbelsäule, die ihn zusammenbrechen lassen und dann sogar im Liegen auftraten... Kennt das noch jemand?) mit viel Morphium eingedämmt wurden. Mehr Untersuchungen, wenig Ergebnisse. Ein Wirbel war offensichtlich beschädigt. Der Wirbel wurde nun mit Zement ausgespritzt, als Ursache wurde schließlich Plasmozytom genannt... Dann kam er in die Onkologie. Dort wurden mehr Tests gemacht, erst wurde Plasmozytom bestätigt, aber nun steht auch noch das Wort Lymphom im Raum. Es soll zwei Wochen dauern, bis die neusten Testergebnisse bezüglich des Lymphoms da sind... Mein Vater wurde gestern nach Hause entlassen, aber diese blitzartigen Rückenschmerzen sind nun wieder da und lassen ihn verzweifeln... Er kann sich kaum bewegen... Das MRT hat gezeigt, dass noch andere Wirbel befallen sind, aber nur "leicht". Und diese sollten (!) (nach Aussage des Arztes) noch keine Schmerzen verursachen. Dieses "nicht wissen was", die Angst und die unerträglichen Schmerzen und noch kein Therapieplan machen es ihm so schwer zu kämpfen... Mein Vater war immer extrem fit und an soetwas hat natürlich niemand auch nur im Traum gedacht. Hat jemand einen Rat, wie wir die Sache angehen können? Kennt jemand diese Schmerzen und hat sie erfolgreich bekämpft? Wir sind völlig am Ende mit unseren Kräften und Weisheiten... Und es scheint, als gäbe es nirgendwo Hilfe...
Jule
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