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04 Mai 2013 18:52
  • rudi
  • Autor
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo,
wenn man mal eine Nacht drüber geschlafen hat, dann sieht alles schon wieder entspannter aus. Und heute schien wieder die Sonne und ich habe eine Stunde in der Hängematte diese auf mich "bruzeln" lassen.
Danke für eueren Zuspruch und das Mutmachen.

Liebe Grüße
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

04 Mai 2013 13:35
  • Almish
  • 358 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hey mein Grosser,
ich finde nicht so ausgewählte Worte wie meine Vorredner, aber scheiss aufs Myelom, satt den Sommer geniessen, Köpfchen hoch und Näschen noch höher in den Wind:D Geniess das Radfahren, die Sonne, die Herausforderungen Noahs und vergiss die Zahlen. In der Summe sind wir viiiiiiiieeeeel mehr.
Drück dich
Marion

Kopf hoch, Nase in den Wind
Das Leben stinkt
Sterben kann gar nicht so schlimm sein, sonst täten es nicht so viele

christine antwortete auf Noch stabil oder schon leicht steigend ?
04 Mai 2013 10:38
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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" Dann kann man die Zeit als gelebte Realzeit leben, nicht als ein Füllsel, nicht als lediglich eine "Zwischenzeit" bis zur nächsten Labormessung" Zitat ABIfiz

Dazu muss und kann man eine gute Einstellung zu seinem "Zustand" bekommen. Es ist ein ganz schöner Unterscheid, ob man wirklich krank ist oder grade mal eine "nur" Diagnose hat. Ich habe zur Zeit "nur" Rückenschmerzen wie viele und ansonsten eine Diagnose:-)

04 Mai 2013 10:23
  • mickey
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Lieber Rudi !

Man möchte sich nicht verrückt machen lassen von den doofen Werten, aber ein bisschen dauert es doch, bis man sich wieder gefangen hat ...

Ich hoffe, dass ich mit meinen ''blöden'' 5g beim M-Gradienten, von denen ich mal schrieb, sie seien als Beginn meines Rezidivs zu verstehen, nicht zu deiner Verunsicherung beigetragen habe.
Ich hatte da etwas völlig falsch verstanden : es ist nur so, dass die beträchtlichen Kosten der Analysen ab dieser ''Grenze'' nicht mehr vom Celgene-Labor bezahlt wurden und ich also ''de facto'' nicht mehr in der Studie war, was wiederum auch nicht stimmt, ich gehöre jetzt zu denen, die in der ''Langzeitbeobachtung'' sind, ein doch recht erfreulicher Ausdruck, gell ?

Deine ''Kräuselwellen'' aus natürlicher Angst werden sich bald wieder einigermassen geglättet haben, und alles wird wieder seinen Platz einnehmen, die Radtouren in deiner wunderschönen Umgebung, der Alltag, die Freude an deinem Enkelkind, aber du weisst das ja alles ...

Es gehört jetzt zu meinem Leben, dass die ''blöden'' Werte langsam und stetig steigen aber ich vergesse nicht, dass die neuen Medis auch stetig Fortschritte machen. Trotzdem mache ich mir jedesmal fast in die Hose (ich bitte um Entschuldigung), wenn ich auf die neuen Ergebnisse der Untersuchungen warte ! Ganz früher ging es mir so vor wichtigen Prüfungen, später im Wartezimmer des Zahnarztes, das Bauchgrimmen gehört halt zum Menschsein !
Gott sei Dank gibt es wohlriechende Windeln ! Dieser Scherz ist zwar nicht ladylike, bringt dich aber hoffentlich zum Schmunzeln !

Ich wünsche dir noch eine ganze Weile Hochplateau-Phase.
Atme gut durch !




04 Mai 2013 02:23
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Hallo Rudi.


Ich schicke voraus, daß es nicht leicht ist sich zu äußern, weil es keine neutrale und keine neutralwirkende Äußerungen gibt: Die psychische Verarbeitung von allerlei Rückmeldungen spielt ja auch eine große Rolle.

Die steile Steigung zwischen letzter und vorletzter Messung ist zum (geringeren) Teil ein Artefakt: Der Abstand beträgt fünf Monate, während er vorher jeweils drei Monate betrug. Trotzdem bleibt die Anstiegskurve beträchtlich.

Es handelt sich aber um einen isolierten Wert mit dieser Auffälligkeit und der Anstieg als solcher ist nicht per se alarmierend. Letztlich wird es auf die nächste Messung ankommen. Und hier betrete ich das schwierigste Terrain: Voralarmierungen können sich ja negativ auswirken. Wie die Gelassenheit anstreben, die bis zur nächsten Messung wünschenswert wäre? Ein heikle Frage, eine wesentlich heiklere Frage für den Betroffenen.

Es käme wohl auf das delikate Gleichgewicht zwischen ungezähmter Widerstandskraft und Mangel an Verbissenheit an: Wie häufig in meinen Texten lege ich auch hier die Akzente überraschend abweichend von den üblicheren Vorstellungen, in diesem Fall nicht auf den Bereich der Gelassenheit als solchen, sondern auf ein Vorfeld, welches erst eine der Prämissen für ein Aufkommen von persönlichen Gelassenheitsquellen bedeutet. Ich traue Dir den Umgang mit dieser herausfordernden Überlegung ohne weiteres zu.

Ich mag sogar noch etwas weitergehen:

Die Unruhe, die uns beim Studium sensibelster Laborwerte bedrängt, speist sich aus dem Hinterland der uns notwendigerweise unablässig existentiell begleitenden kreatürlichen Angst. Letztlich grenzt sie an der menschlichen Vernichtungsangst, welche jede bewußte beschränkte/bedrohte Kreatur begleitet, und uns bei guter biographischer seelischer Entfaltung sogar etwas wachspürbar wird.

Ich ermuntere manchmal dazu, und tue es hier bei Dir auch, wohlwollendes Mitleid und Solidarität für diese kreatürliche Angst in unserem Hintergrund aufzubringen, sie nicht zu unterdrücken, sondern zu ihr wie zu einer bedrohten kindlichen geliebten Freundin zu "reden", zärtlich und unterstützend zu ihr zu sein. Es sind vielleicht diese anerkennende wissende Liebkosungen, die ihr zu einiger Beruhigung gereichen.

Dann kann man die Zeit als gelebte Realzeit leben, nicht als ein Füllsel, nicht als lediglich eine "Zwischenzeit" bis zur nächsten Labormessung.

Ich hoffe für Dich weiter und recht zuversichtlich.


abifiz

christine antwortete auf Noch stabil oder schon leicht steigend ?
03 Mai 2013 22:38
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Lieber Rudi,
ich kann mich noch erinnern dass Dir WB zur Entlassung noch Bestrahlungen "verschrieben" hat. Darüber könntest du jetzt ja mal ein wenig nachdenken...nur mal nachdenken wenigstens. Vorsichtshalber.
Ich brauche hier ja nicht zu wiederholen, was du schon oft zum Unterschied zwischen Schwankungen aller Art und Rezidiv geschrieben hast :) Du weisst selber, dass du noch sehr gut im Limit bist, aber ich verstehe deine Beunruhigung gut - das ist eben unser aller Schicksal. Bei jeder Messung wieder bis zum Sanktnimmerleinstag:o
....habe gerade Deine Werte "inspiziert": Im September 2011 war der M-Komponent genauso und ist dann wieder runtergegangen - also das sieht doch wirklich ausschliesslich und bewiesenermassen nach Schwankung aus:-)

Liebe Grüsse an den Gardasee